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Germán Kratochwil

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Germán Kratochwil (* 1938 in Korneuburg, Niederösterreich)[1][2][3] ist ein österreichisch-argentinischer Sozialwissenschaftler und Schriftsteller.

Leben

Germán Kratochwil wurde 1938 in Korneuburg, Niederösterreich geboren. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wanderte die Familie nach Argentinien aus, wo er in Buenos Aires und Patagonien aufwuchs. Er studierte in Buenos Aires Soziologie und Architektur, mehrere Semester auch an der Universität in München, FU Berlin und Hamburg. 1973 promovierte er in Hamburg als Sozialwissenschaftler. Er arbeitete als Friedhofsgärtner, Maurer, Landwirt, Verlagslektor, leitender Redakteur zweier sozialwissenschaftlichen Zeitschriften, forschte auf Gebieten der Kunstsoziologie, der Entwicklungszusammenarbeit und der Beziehungen Deutschland-Lateinamerika. Er war Büroleiter in lateinamerikanischen Auslandsmissionen der IOM (Internationale Organisation für Migration) in Peru, Paraguay und Uruguay, und zuständig für Migrationsfragen im Mercosur und Pacto Andino. Er veröffentlichte berufsspezifische Bücher in Spanisch und zahlreiche Beiträge in spanisch- und deutschsprachigen Medien, gelegentlich auch journalistische Texte zu Literatur und Politik in Lateinamerika, unter anderem in der Zeit, Der Monat, Zeitschrift für Kulturaustausch, blätter+bilder, Mundo Nuevo, Revista de Occidente. Als Schriftsteller ist er Verfasser von erzählender Prosa. Er lebt in der patagonischen Kordillere an dem Bergsee Lago Puelo und in Buenos Aires.

2012 erschien mit Scherbengericht sein erster Roman, der sich mit vertriebenen und ausgewanderten Deutschen und Österreichern und ihrer historischen Belastung in Patagonien beschäftigt. Mit dem vom Picus Verlag vertriebenen Roman steht Kratochwil bei der Verleihung des Deutschen Buchpreises 2012 auf der Longlist.

Werke

  • 1967: Frenos económicos y sociales para la educación
  • 1973: Die Entwicklungshilfe der BRD für Lateinamerika
  • 1973: Entwicklungshilfe und Abhängigkeit in Lateinamerika
  • 1976: Wissenschaftlich-technologische Entwicklung und internationale Zusammenarbeit in Lateinamerika
  • 2012: Scherbengericht

Weblinks

Einzelnachweise


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