Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

Gerhard Kämpfe

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gerhard Kämpfe (* 1949 in Hamburg als Gerhard Paul Kämpfe) ist ein deutscher Festival-Veranstalter, Musikproduzent und designierter Intendant des Kurt-Weill-Festes.

Leben und Wirken

Kämpfe absolvierte seine schulische Ausbildung in Hamburg und arbeitete dann zunächst als Werbekaufmann in Wien und Paris, wo er auch als Schauspieler und Musiker wirkte.[1] Als Komiker trat Kämpfe in den 1980er Jahren auch unter dem Pseudonym Ignaz Kimme in Erscheinung.[2]

1969 ging er nach Berlin und war seit Anfang der 1970er Jahre als Musikproduzent tätig. Er produzierte bzw. managte unter anderem Detlev, Roland Kaiser, Georg Danzer, Bernhard Brink und Giora Feidman[1] und ist für verschiedene Major Record Companies wie Universal/Polydor, WEA und für Sony BMG in unterschiedlichen musikalischen Genres tätig. Er schrieb zudem Drehbücher für Rundfunk und Fernsehen sowie Bühnenprogramme.[3]

Kämpf engagiert sich insbesondere in der Berliner Musik- und Kulturszene. So erarbeitete er Anfang der 1990er Jahre im Team die neue Struktur des Revuetheaters Friedrichstadt-Palast.[4] Mit dem Ensemble produzierte er die erste Tournee durch die Bundesrepublik und war später u a. Co-Autor der Revue „Classics“.

1992 gründete er das Berliner Festival Classic Open Air am Gendarmenmarkt und ist seitdem Direktor dieses Festivals, das er seit 1998 gemeinsam mit Mario Hempel leitet.[1][5][6] Im Jahr 1994 initiierte Kämpfe zudem das Classic Open Air in Magdeburg.[3][7] Er ist außerdem seit 2006 künstlerischer Leiter der Pyronale[1] und seit 2016 Intendant der Jüdischen Kulturtage Berlin.[1]

Nachdem er bereits 2018 und 2019 Mitglied des künstlerischen Leitungsteams des Dessauer Kurt-Weill-Festes war, wurde er 2020 zum neuen Intendanten des Festivals berufen.[1]

Kämpfe lehrt zudem als Dozent an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin im Fachbereich Kulturmanagement.[3]

Classic Open Air

Das 1992 von Kämpfe gegründete Berliner Classic Open Air ist ein jährlich auf dem Gendarmenmarkt stattfindendes Festival mit klassischen Konzerten sowie auch Pop-, Jazz- und Rockmusik. Es traten bisher zahlreiche international bekannte Künstler auf, unter vielen anderen José Carreras, Montserrat Caballé, Lucia Aliberti, Thomas Quasthoff, José Cura, Ramón Vargas, René Kollo, Marcelo Álvarez, Udo Jürgens, Angelika Milster, Helmut Lotti, Chris de Burgh, Peter Maffay, Paul Kuhn, Till Brönner, Xavier Naidoo, die Scorpions und der Buena Vista Social Club.[3][8][9][10][11]

Es spielten renommierte Orchester wie das Russische Nationalorchester, die Berliner Symphoniker[12] und das Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Christoph Eschenbach, Robert Reimer, Golo Berg und anderen.[3][13][14][15][16] Konzerte des Festivals wurden auch im Fernsehen übertragen.[17][14]

1994 initiierte Kämpfe außerdem das Classic Open Air in Magdeburg.[7]

Diskografie und Veröffentlichungen

Als Mitautor und Arrangeur (Auswahl)

Als Produzent (Auswahl)

  • 1975: Georg Danzer, Nackter Mann Auf Der Reeperbahn / Leo Langbein
  • 1976: Detlev, Komm' Unter Meine Decke (Schwulitätenversion)
  • 1977: Georg Danzer, Unter Die Haut
  • 1979: Dunja Rajter, Ich Überleb's (I Will Survive-Cover)
  • 1981: Veronika Fischer, Halt Mich Fest
  • 1990: Ines Paulke, Ich Wollt' Es Wäre Nacht
  • 2002: Erkan Aki, Songs For Lovers
  • 2003: Thomas Wohlfahrt & Die Berliner Symphoniker, Amazing
  • 2016: Danzer, Lass Mi Amoi No D'Sunn Aufgeh' Segn, Konzert-Höhepunkte

Als Herausgeber

  • 2002: Classic Open Air am Gendarmenmarkt. Die Geschichte eines Festivals. Bostelmann & Siebenhaar, Berlin, ISBN 3-934189-77-6

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Kurt-Weill-Fest Dessau: Unser erstes Online-Konzert. In: Kurt Weill Fest Dessau. 16. September 2020, abgerufen am 16. November 2020.
  2. I. Kimme bei Discogs
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 First Music: Gerhard Kämpfe. Abgerufen am 15. November 2020.
  4. Claudia von Duehren: Jetzt wird's ernst für den Chef der Jüdischen Kulturtage! In: bz-berlin.de. 20. Oktober 2016, abgerufen am 16. November 2020.
  5. Das sind die Macher des Classic Open Air. In: gendarmenmarkt.de. 6. Juni 2014, abgerufen am 15. November 2020.
  6. Die Welt: Leute von Welt: Festivaldirektor Gerhard Kämpfe will heiraten. 2007-03-04 (https://www.welt.de/welt_print/article746120/Festivaldirektor-Gerhard-Kaempfe-will-heiraten.html).
  7. 7,0 7,1 Berlin-Macher. In: berlin-visavis.de. 4. September 2009, abgerufen am 16. November 2020.
  8. Allein am Klavier fesselte Udo Tausende. Abgerufen am 16. November 2020.
  9. Berliner Morgenpost: „Ich lebe nur für die Musik“ - Freizeit & Kultur - Berliner Morgenpost. Abgerufen am 16. November 2020.
  10. Berliner Zeitung: Als Quasthoff sang, vergaßen die Wolken zu regnen. 8. Juli 2008, abgerufen am 16. November 2020.
  11. Presseinformation: Classic Open Air 4. bis 8. Juli 2019. Das Classic Open Air – Eine Erfolgsgeschichte
  12. Berliner Symphoniker: Classic Open Air. Abgerufen am 16. November 2020.
  13. Classic Open Air am Gendarmenmarkt. Abgerufen am 16. November 2020.
  14. 14,0 14,1 programm ARD de-ARD Play-Out-Center Potsdam, Potsdam Germany: Classic Open Air 2019. Abgerufen am 16. November 2020.
  15. Open Air-Konzert am 20. und 21. Juni am Gendarmenmarkt. In: konzerthaus.de. Abgerufen am 16. November 2020.
  16. Musikalischer Genuss der Extra-Klasse beim Classic Open Air 2017: mit Till Brönner, René Kollo, Angelika Milster & Senta Berger. Abgerufen am 16. November 2020.
  17. RBB: Classic Open Air 2019: "First Night - Berlin, Berlin" im rbb Fernsehen. Abgerufen am 16. November 2020.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Gerhard Kämpfe aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.