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Gerda Lerner

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Gerda Lerner

Gerda Lerner, geb. Kronstein (geb. 30. April 1920 in Wien; gest. 2. Januar 2013 in Madison, Wisconsin) war eine US-amerikanische Historikerin österreichischer Herkunft. Sie war eine Pionierin der Frauengeschichte und emeritierte Professorin für Geschichte an der University of Wisconsin. Sie wurde für ihr literarisches und publizistisches Gesamtwerk mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch 2006 ausgezeichnet.[1]

Leben

Gerda Kronstein wuchs als Tochter der Malerin und Zeichnerin Ilona (Ili) Kronstein, geb. Neumann und des Pharmazeuten Robert Kronstein mit einer jüngeren Schwester, Nora, in einer gutsituierten jüdischen Familie in Wien auf. 1938, nach Anschluss Österreichs, wurde sie wegen ihrer antifaschistischen Haltung einige Wochen inhaftiert. 1939 emigrierte sie in die Vereinigten Staaten, wo sie in zweiter Ehe den Theaterdirektor Carl Lerner heiratete. Zwei Kinder gingen aus der Ehe hervor, Stephanie und Daniel. 1966 wurde sie an der Columbia University in New York City zum Ph.D. promoviert.

Gerda Lerner starb im Alter von 92 Jahren in Madison, Wisconsin.[2]

Schriften

  • 1967 The Grimké sisters from South Carolina; rebels against slavery. Illustrated with photos. Boston, Houghton Mifflin, Last Reprint: University of North Carolina Press (2004)
  • 1972 (Hrsg.) Black women in white America: a documentary history, New York: Pantheon Books
  • 1979 The Majority finds its past: Placing Women in History. New York: Oxford University Press, Reprint: University of North Carolina Press (2005)
  • 1981 Teaching Women’s History, American Historical Association
  • 1982 "The Necessity of History and the Professional Historian." Journal of American History 69 (1982, June): 7–20
  • 1986 The Creation of Patriarchy, Oxford University Press, dt. Die Entstehung des Patriarchats, Frankfurt/Main; New York: Campus-Verl. (1991)
  • 1990 Reconceptualizing Differences Among Women. JOURNAL OF WOMEN’S HISTORY 1(3): 106-121
  • 1992 (Hrsg.) The Female Experience: An American Documentary, Oxford University Press
  • 1994 The Creation of Feminist Consciousness: From the Middle Ages to Eighteen-Seventy, Oxford University Press, dt. Die Entstehung des feministischen Bewußtseins: vom Mittelalter bis zur ersten Frauenbewegung, München: Dt. Taschenbuch-Verl., 1998
  • 1995 Frauen finden ihre Vergangenheit: Grundlagen der Frauengeschichte, Frankfurt/Main; New York: Campus-Verlag
  • 1997 Why History Matters: Life and Thought, Oxford University Press, dt. Zukunft braucht Vergangenheit: warum Geschichte uns angeht, Königstein/Taunus: Helmer (2002)
  • 1998 (Hrsg.) The Feminist Thought of Sarah Grimke, Oxford university Press
  • 2001 Ein eigener Tod, Königstein/Ts: Helmer
  • 2003 Fireweed: A Political Autobiography, Paperback edition, Temple University Press, dt. Feuerkraut. Eine politische Autobiographie, Wien: Czernin 2009

Sekundärliteratur

  • Annette Kuhn: Die Historikerin und Feministin Gerda Lerner. In: Lebenswerke. Porträts der Frauen- und Geschlechterforschung, hrsg. von Beate Kortendiek und A. Senganata Münst, Verlag Barbara Budrich, Opladen 2005, S. 80–99.

Weblinks

Einzelnachweise

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Gerda Lerner aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.