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Georgi Nikolajewitsch Munblit

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Georgi Nikolajewitsch Munblit (russisch Георгий Николаевич Мунблит; wiss. Transliteration Georgij Nikolaevič Munblit; geboren am 11. August 1904 in Zürich; gestorben 1994) war ein sowjetischer Schriftsteller, der als Drehbuchautor und Literaturkritiker bekannt wurde.

Leben und Wirken

Georgi Munblit wurde in Zürich in der Schweiz geboren.[1] Wann und warum seine Eltern nach Russland gingen, ist unbekannt. Seine Jugend verbrachte er in Tiflis, wo auch seine literarischen Aktivitäten begannen. Sein Studium an der Historisch-Ethnologischen Abteilung der Literarischen Fakultät der Moskauer Staatlichen Universität (MSU) schloss er 1929 ab. Er veröffentlichte seit 1925. Während des Krieges arbeitete er als Journalist und Publizist. Munblit arbeitete mit Ilf, J. Petrow, Bagrizki, Schklowski und Soschtschenko zusammen. Jewgeni Petrow (1903-1942) schrieb nach dem Tod seines Partners Ilf einige Drehbücher zusammen mit Georgi Munblit. Munblits Lebenserinnerungen erschienen unter dem Titel Geschichten von Schriftstellern (zuerst 1962). Für das Schwarzbuch[2] über den Holocaust und die Verbrechen der Wehrmacht in der Sowjetunion bereitete er einige Schilderungen für den Druck vor.[3]

Literaturkritische Artikel schrieb er über I. E. Babel, B. A. Pilnjak, W. A. Kawerin, W. S. Grossman, I. Ilf und J. Petrow, L. M. Leonow und andere. Sammlungen von Kurzgeschichten und Essays erschienen unter den Titeln Dewjaty kwartal ("Neuntes Quartal", 1958) und Simni den ("Wintertag", 1964).

Georgi Munblit starb 1994. Er ist in Moskau begraben.[4]

Werke (Auswahl)

Prosa

  • Rasskasy o pissateljach / Рассказы о писателях / Rasskazy o pisateljach "Geschichten von Schriftstellern" (1962)
  • Dewjaty kwartal / Девятый квартал (Neuntes Quartal) (1958)
  • Simni den / Зимний день (Wintertag) (1964)

Filmographie

  • Musykalnaja istorija / Музыкальная история / Muzykal'naja istorija Film-Skript "Eine musikalische Geschichte" (1940, Co-Autor von Jewgeni Petrow)
  • Bespokoiny tschelowek / Беспокойный человек / Bespokojnyj čelovek[6] "Ein unruhiger Mensch" (1940, Co-Autor von Jewgeni Petrow)
  • Anton Iwanowitsch serditsja / Антон Иванович сердится / Anton Ivanovič serditsja[7] "Anton Iwanowitsch ärgert sich" (1941, Co-Autor von Jewgeni Petrow)
  • Poloschenije objasywajet / Положение обязывает / Položenie objazyvaet (Co-Autor mit A. Galitsch)
  • Kenterwilskoje priwidenije / Кентервильское привидение / Kentervil'skoe prividenie[8] "Das Gespenst von Canterville" (1970) - Zeichentrickfilm. (kinopoisk.ru)

Einzelnachweise und Fußnoten

  1. livelib.ru: Georgi Munblit (abgerufen am 13. Februar 2017)
  2. Das Schwarzbuch über die verbrecherische Massenvernichtung der Juden durch die faschistischen deutschen Eroberer in den zeitweilig okkupierten Gebieten der Sowjetunion und in den faschistischen Vernichtungslagern Polens während des Krieges 1941–1945. Ilja Ehrenburg, Wassili Grossman (Hrsg.). Deutsche Übersetzung der vollständigen Fassung, herausgegeben von Arno Lustiger: Rowohlt, Reinbek 1994. ISBN 3-498-01655-5.
  3. Im Einzelnen:
    • Der 13. Oktober 1941 (Bericht von A.. Burzewa / Erzählung von I. A. Rewenskaja / Erzählung von B. J. Tartakowskaja)
    • Bericht von F. M. Gontowa
  4. moscow-tombs.ru: Munblit, Georgi Nikolajewitsch (1904-1994) (Foto des Grabsteins) – abgerufen am 13. Februar 2017
  5. Горизонт (russisch)
  6. Музыкальная история (russisch)
  7. Антон Иванович сердится (russisch)
  8. Кентервильское привидение (russisch)

Literatur

  • Arno Lustiger: Rotbuch: Stalin und die Juden. Berlin 1998 (TB 2. A. 2002)
  • Benedikt Sarnow: Perestante udiwljatsja! (Перестаньте удивляться!) «Аграф» 2006. ISBN 5-7784-0334-8
    • englisch unter dem Titel: Stop Being Surprised! Vignettes from Soviet Literary and Other Life. 2013

Weblinks


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