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Georg Strauss

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Georg Strauss (geb. 22. August 1896 in Berlin; gest. 1975 in Givʿatajim in Israel) war ein deutsch-jüdischer Unternehmer, Schriftsteller, Verbandsfunktionär und Verleger.[1]

Familie

Georg Strauss war der Sohn des Kaufmanns Moritz Strauss (1860–1946) und seine Ehefrau Elisabeth Strauss geborene Ferber (1873–1940). Sein Bruder war der spätere Hochschullehrer Walter Strauss (* 1895). Verheiratet war er mit der in Teplitz-Schönau geborenen und späterenen Zahnärztin Miriam Scheurer (* 1899).[1]

Beruflicher Werdegang

Seinem Studium in Breslau folgte 1922 die Promotion zum Dr. phil. in Berlin. Ab dem 8. August 1922 war Georg Strauss neben Walter Moses und Martin Bandmann (* 1900), unter dem späteren israelischen Politiker Benno Cohen (1894–1975)[1] Mitglied der Bundesleitung Blau-Weiß, Bund für Jüdisches Jugendwandern in Deutschland.[2] sowie parallel bis 1925 als Unternehmensleiter in Berlin tätig. 1926 folgte die Tätigkeit als Verlagsleiter der Zeitschrift für Textilwirtschaft [3] um danach 1933 die Agriculture et artisanat für jüdische Emigration in Paris mitzugründen. 1934 war er Mitgründer der Gesellschaft zur Förderung wirtschaftlicher Interessen von in Deutschland wohnhaften oder wohnhaft gewesen Juden m. b. H. (F. W. I.)[1] und ab 1935 neben dem Rechtsanwalt Alfred Levi und Ernst Lehmann (1902–1979)[4] als Geschäftsführer tätig.[1]

1924 war er Mitbegründer des Palästinaamtes[1] in Berlin[5] und 1933 der Reichsvertretung der Deutschen Juden und 1933/34 an der Reorganisation beteiligt. Zuvor war Georg Strauss nach Palästina gereist um anschließend Verlagsdirektor der Jüdischen Rundschau zu werden.[1]

Nach einer Reise und Rückkehr aus Amsterdam wurde er wegen Devisenvergehens verhaftet und angeklagt.[1]

Der Emigration 1937 nach Italien folgte seine Forschungstätigkeit im Bereich Kunstgeschichte und Geisteswissenschaften in Florenz um 1939 nach Palästina auszuwandern und 1940 bei der 1902 gegründeten Anglo-Palestine Bank tätig zu sein.[1]

Als Herausgeber der seit 1941 verlegten Monatszeitschrift des Industrieverbandes Hataassiyah, die 1943 in die Israel Periodicals Co. Ltd. aufging, gemeinsam seit 1943 bis 1965 mit dem späteren Politiker Fritz Lewissen (*1906)[1] verkaufte Georg Strauss seinen Geschäftsanteil und wandte sich der Schriftstellerei zu.

Veröffentlichungen

  • 1959: Im Zeichen der Sistina.[6]
  • 1966: Irrlichter und Leitgestirne.[7]
  • 1966: Davida und Griechische Elegie.[8]
  • 1966: Vita Nuova in Kanaan.[9]
  • 1968: Die Magische Kette.[10]
  • 1971: Schön sagenhaft.[11]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 1,8 1,9 Werner Röder und Herbert A. Strauss (Hrsg.): Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band I. Politik, Wirtschaft, öffentliches Leben. K. G. Saur Verlag, München 1980, 875 S. S. 441 und 745, Google Books - Digitalisat (auszugsweise), ISBN 3-598-10087-6
  2. Jehuda Reinharz: Dokumente zur Geschichte des deutschen Zionismus 1882–1933., Mohr, Tübingen 1981 Google Books - Digitalisat, S. 313, ISBN 3-16-743272-1
  3. Zeitschrift für Textilwirtschaft, abgerufen am 26. März 2014
  4. Gesellschaft zur Förderung wirtschaftlicher Interessen von in Deutschland wohnhaften oder wohnhaft gewesen Juden m. b. H. (F. W. I.), abgerufen am 25. März 2014
  5. Zionistische Organisationen in Berlin, abgerufen am 27. März 2014
  6. W. Classen, 1959, 396 S.
  7. 1966, 212 S.
  8. Classen 1966, 96 S.
  9. Kossodo, 1968, 270 S.
  10. Werner Classen, 1971, 702 S.
  11. Werner Classen, 1973, 344 S., ISBN 3717201840
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