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Georg Arnhold

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Georg Arnhold (geb. 1. März 1859 in Dessau; gest. 25. November 1926 in Innsbruck) war ein deutscher Bankier und Pazifist.

Leben und Wirken

Er wurde 1859 in Dessau als Sohn des jüdischen Arztes Adolph Arnhold (1808–1872) und dessen Ehefrau Mathilde, geb. Cohn (1826–1905) geboren. Eduard Arnhold war sein Bruder.

Georg Arnhold wurde 1881 Inhaber der 1864 von seinem Bruder Max gegründeten Bank, die sich sodann Bankhaus Gebrüder Arnhold nannte und bis zu ihrer „Arisierung“ und Übernahme durch die Dresdner Bank 1935 eine der führenden deutschen Privatbanken war.

Geheimrat Arnhold war Mitglied zahlreicher Vereine[1] und unterstützte ideell und finanziell z. B. die Friedensbewegung und die Esperanto-Bewegung. 1925 wurde er zum Ehrensenator der Technischen Universität Dresden ernannt.[2]

Er war seit 1882 verheiratet mit Anna, geb. Beyer (1860-1917). Das Paar hatte sechs Kinder: Ella, verheiratete Lewenz (1883-1954), Adolf (1884-1950), Heinrich (1885-1935), Kurt (1887-1951), Hans (1888-1966), und Ilse, verheiratete Maron (1890-1974). Die Söhne übernahmen gemeinschaftlich das Bankhaus und führten es bis zur erzwungenen Arisierung. Alle emigrierten aus Deutschland.

Arnholds Grab befindet sich auf dem Neuen Israelitischen Friedhof in Dresden.[3]

Stiftungen

Georg-Arnhold-Bad hinter dem Rudolf-Harbig-Stadion (heute neu errichtetes Glücksgas-Stadion)

Das 1926 eröffnete Georg-Arnhold-Bad in Dresden finanzierte Georg Arnhold zu drei Vierteln. Um den Namen des jüdischen Stifters zu tilgen, wurde die Badeanstalt 1934 in Güntzwiesenbad umbenannt. 1948 erhielt es den ursprünglichen Namen zurück. An der 1994 bis 1997 durchgeführten Modernisierung beteiligten sich Arnholds Enkel finanziell.

Das Museum für Völkerkunde Dresden zeigt 2006 bis 2008 in einer Sonderausstellung unter dem Titel „Schätze aus Afrika, Indonesien und der Südsee – Die Schenkungen Baessler und Arnhold“ zahlreiche Objekte, die der Anthropologe Otto Schlaginhaufen auf einer von Georg Arnhold finanzierten Studienreise an den Sepik in Neuguinea gesammelt hatte.[1]

Literatur

  • Simone Lässig: Kultur und Kommerz - Das Beispiel der Bankiersfamilie Arnhold. In: Dresdner Geschichtsverein e.V. (Hrsg.): Sammler und Mäzene in Dresden. Nr. 49, Dresden 1997, S. 39ff. (online, abgerufen am 15. Februar 2013).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Schätze aus Afrika, Indonesien und der Südsee. Die Schenkungen Baessler und Arnhold (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive)
  2. 175 Jahre TU Dresden, Band 3: Die Professoren der TU Dresden 1828 - 2003. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien, S. 9
  3. http://juden-in-mittelsachsen.de/shalom/index_neuer_friedhof_dresden.html


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