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Gemeindeutsch

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Als Gemeindeutsch wird der standardisierte deutsche Wortschatz bezeichnet, der im gesamten deutschen Sprachraum identisch ist: in der Schweiz, Deutschland, in Österreich, Belgien (Ostbelgien), Italien (Südtirol), Liechtenstein und Luxemburg. Für zahlreiche Sachverhalte existieren jedoch keine gemeindeutschen Begriffe, sondern nur Varianten. Der unvollständige gemeindeutsche Wortschatz kann deshalb weder eine Varietät noch ein übergeordnetes Standarddeutsch generieren.

Gemeindeutsch war in der frühen Neuzeit, im 16. und 17. Jahrhundert, auch ein Synonym für die Oberdeutsche Schreibsprache, die damals im oberdeutschen Sprachraum, vor allem in der Schweiz, in Bayern und Österreich, als Literatursprache verwendet und in Opposition zur ostmitteldeutschen Meißner Kanzleisprache auch ausgebaut und standardisiert wurde, sich jedoch letztlich nicht durchsetzte und im späten 18. Jahrhundert vom Gottsched’schen Hochdeutsch verdrängt wurde.[1] Geprägt wurde der Begriff gemain teutsch schon in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts durch die süddeutschen Buchdruckereien von Augsburg, Nürnberg und Straßburg.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Arno Schirokauer: Zur Bedeutung von „Gemeindeutsch“. In: Proceedings of the Modern Language Association of America (PMLA). Jg. 63, Nr. 2 (Juni 1948), S. 717–719, JSTOR 459438.


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