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Gefege

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Basthaut eines Rothirsches
Fegeschaden an Kirsche durch Rehwild

Das Gefege ist in der Jägersprache die durch Fegen abgeriebene Geweihhaut, der sogenannte Bast, von den nach dem Geweihwachstum ausgebildeten Geweihen der Cerviden (z. B. Reh, Rothirsch, Elch) an Bäumen und Sträuchern.

Entstehung durch Fegen

Zum Abreiben der absterbenden Basthaut wählen sich die Tiere einen ihrer Stärke entsprechende verholzte Pflanze vom schwachen Bewuchs bis zur armstarken Stange, so dass anhand der Dicke der Stange und an der Höhe, bis zu welcher der Hirsch gereicht hat, ungefähr die Stärke des Tieres abgeschätzt werden kann. Die durch das Fegen abgelöste Rinde bleibt in kleinen Fetzen an den Stämmen hängen, während Rindenentblößungen, die durch Fressschäden (Schälen) entstehen, durch die erkennbaren Zahnspuren (Winterschäle) oder große entfernte Bahnen (Sommerschäle) unterscheidbar sind.
Rehböcke wählen zum Fegen nur ganz schwache (daumendick), niedrige Stämmchen und scharren dabei den Bodenüberzug auf („plötzen“, „plätzen“), was bei Hirschen nur selten der Fall ist.
Alle Wildarten, die fegen, wählen sich dazu bevorzugt die selten im Revier vorkommenden Holzarten aus, insbesondere bevorzugen sie Lärchen- oder Douglasienstämme, deren Harz ihnen besonders angenehm zu sein scheint, aber auch Heister von Edellaubhölzern (Ahorne, Kirschen) werden gerne gefegt. Grundsätzlich gilt die Regel „Alt fegt vor Jung“, was bedeutet, das ältere Cerviden bereits um Juni/Juli des Jahres fegen, bei jüngeren Cerviden kann sich der Beginn des Fegens bis in den September verschieben.

Gefegt werden die jungen Bäume, die trotz Verbiss eine dafür ausreichende Höhe erreichten.

Literatur

  • F. Müller und D. G. Müller (Hrsg.), Wildbiologische Informationen für den Jäger: Band 1 Haarwild, Verlag Kessel, Remagen 2004, ISBN 3-935638-51-5


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