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Gefangenenlager Voves

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Das Lager Voves (frz. camp de Voves) bei Chartres (Departement Eure-et-Loir, Frankreich war zeitweise ein französisches Internierungslager (auch: Centre de séjour surveillé de Voves), das vom 5. Januar 1942 bis zum 6. Mai 1944 benutzt wurde.

Geschichte

Das Internierungslager entstand aus dem Frontstalag Nr. 202, nachdem dieses vom deutschen Militär nicht mehr benötigt wurde. Die namensgebende Gemeinde Voves liegt 22 km südlich von Chartres und 50 km von Orléans entfernt. Die französischen Behörden suchten zu dieser Zeit eine Möglichkeit, das Lager von Aincourt, Val-d'Oise, zu verlegen, wo seit Oktober 1940 aktive Kommunisten aus Paris gefangen gehalten wurden. Zusätzlich wurden Gefangene aus Rouillé (Vienne), Ecrouves, Gaillon (Eure), Châteaubriant und Pithiviers hierher transportiert.

Als es am 5./6. Mai 1944 zu einer Flucht von 42 Gefangenen durch einen Tunnel kam, übernahm die Schutzstaffel (SS) die Leitung des Lagers. Es folgte der Transport der übrigen 406 Gefangenen durch die SS über Compiègne (KZ Royallieu) ins KZ Neuengamme. Nur wenige Überlebende kamen nach dem Krieg zurück.

Nach 1944

Nach der Befreiung Frankreichs wurde hier ein amerikanisches Kriegsgefangenenlager für deutsche Soldaten eingerichtet. Das Lager mit der Bezeichnung PG 502 bestand von September 1944 bis April 1947.

Gedenkort

Von einem Comité du souvenir wird das Lager heute als Ort der Erinnerung bewahrt. Es gibt eine Baracke, ein Denkmal, ein Eisenbahnwagon und ein Arboretum.

Literatur

  • Etienne Egret: Ami entends-tu ? Histoire d’un camp de concentration en terre de Beauce, Comité du Souvenir du Camp de Voves, 2001
  • Stéphane Fourmas: Le Centre de séjour surveillé de Voves (Eure-et-Loir), janvier 1942 à mai 1944, 1999, 220 Seiten. (Mémoire de maîtrise d'histoire an der Université de Paris I-Sorbonne, 1999)

Weblinks

48.2727781.627222


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