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Gedalja Mosche Goldman

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Reb Gedalja Mosche

Gedalja Mosche Goldman (geb. 1887 in Swhill in der Ukraine; gest. 1950; - Jahrzeit: 24. Cheschwan 5710), Sohn von Schlomke Swiller, war Grossrabbiner von Zvhil. Er war so bescheiden, dass er das Admor-Amt zunächst nicht übernehmen wollte. Er war äusserst belesen in Schass und Posskim und gemäss zeitgenössischen Berichten war er in diesen Schriften und weiteren sattelfest und beging niemals einen Fehler, egal was man ihn fragte. Er wurde von Chajim Brisker mit dem Heter Hora'a geehrt, und Rabbi Mordechai Aschminow, der sich ihm angeschlossen hatte, schrieb über ihn: "Ich bin sicher, dass ihm niemals ein Fehler unterlaufen wird und die Halacha richtet sich jeweils nach ihm!"

Als Reb Gedalja Mosche von den Bolschewiken der Rebellion beschuldigt und inhaftiert wurde, stand er vor dem Richter, der ihn vermutlich zum Tode verurteilen wollte, und antwortete mutig, dass er, der Richter, keine Macht über ihn hätte, die ihm nicht von oben gegeben sei. "Viele Jehudim wurden durch euch ermordet und vielleicht ist auch über mich bestimmt worden, dass ich sterben muss. Falls jedoch im oberen Gericht nicht bestimmt wurde, dass ich sterben muss, dann könnt ihr mir nichts antun." - Schliesslich wurde Reb Gedalja Mosche für sieben Jahre nach Sibirien in die Verbannung geschickt.

Er überlebte die Arbeitslager, die Kälte und die Qualen und kehrte dann zu seiner Familie in Swhill zurück und folgte bald danach seinem Vater nach Erez Jisrael, wo er in bitterer Armut lebte, andererseits aber auch nicht bereit war, seine wirtschaftliche Situation durch die Annahme ihm angebotener Ämter und Ehren zu verbessern.

Als sein Vater starb, war er zunächst nicht dazu zu bewegen, die Führung des Chassidut zu übernehmen, bis ihm klar wurde, dass die Institutionen des Chassidut ansonsten hätten schliessen müssen. Er versuchte aber auch später, sich von allen ehrenvollen Ämtern zu befreien und setzte sich unter keinen Umständen auf den Platz seine Vaters oben am Tisch. Er bat seinen Sohn, Reb Mordche, das Chassidut an seiner Stelle zu führen.

Reb Gedalja war und blieb unendlich bescheiden, bei Meinungsverschiedenheiten wurde er sofort still, "denn es steht in der Gemara, dass die Welt im Verdienst einer Person besteht, die ihren Mund während einem Streit schliesst." Er litt an Asthma und benötigte deshalb immer wieder Sauerstoff. Dennoch war er bereit, seinen restlichen Sauerstoff mit einer anderen Person, die ihn benötigte, zu teilen.

Als er einige Tage vor seinem Tod ins Bikur Cholim-Spital eingeliefert wurde, sagte er seinem Chassid Reb Elje Roth, dass er schrecklich leide und das Gefühl habe, als ob man ihm Steine und Kies in den Mund und Rachen stecke. Wenn es der Sühne seiner eigenen Sünden diene, sei er nicht bereit, diese Leiden weiterhin auf sich zu nehmen. Falls die Leiden hingegen für den Klall Jisrael sind, sei er gerne bereit, die Leiden weiter auf sich zu nehmen!

Reb Gedalja Mosche wurde auf dem provisorischen Friedhof in Givat Ram begraben und sein Grab sank nicht wie alle anderen Gräber ein. Es dient nun nach der Renovierung als Gebetsort und es verbreitete sich hauptsächlich die Segula, dass man dort an bestimmten Wochentage dawent und für seine Institutionen spendet. Viele Geschichten und Wunder werden darüber erzählt.


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