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Garküche

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der einer Küche unter freiem Himmel, der Artikel zur gleichnamigen Straße in Braunschweig befindet sich hier: Garküche (Braunschweig).
Neapolitanische Garküche um 1800
Garküche in Thailand

Garküchen waren Vorläufer der modernen Gastronomie, es gab sie bereits in der Antike (daher der Begriff, der sich vom römischen Standardgewürz Garum ableitet) und im Mittelalter. Betrieben wurden sie von einem Garkoch, der die Erlaubnis besaß, eine solche Küche zu betreiben und Speisen zu verkaufen. In Pierers Universallexikon von 1857 wird der Garkoch bezeichnet als „Koch in einer Stadt, bei welchem man täglich gekochte oder gebratene Speisen bekommen kann; sein Local (ist die, erg.) Garküche, meist nur von der niederen Klasse benutzt.“ In Wien wurden die mobilen Garküchen als „Bratelbratereien“ bezeichnet und von Metzgern betrieben, die dort heiße Würste und Fleisch verkauften.

Heute bezeichnet man kleine Straßenküchen in Asien und Afrika als Garküchen, teilweise mit Sitzgelegenheiten. Hier wird das Essen aus warm gehaltenen und teils frisch zubereiteten Speisen nach den Wünschen der Gäste serviert, es gibt nur eine begrenzte Auswahl. Es handelt sich meist um einfache Stände, die leicht auf- und abgebaut und transportiert werden können. Die Preise einer Garküche sind wesentlich niedriger als die in einem Restaurant.

Garküchen sind heute primär in Asien zu finden; in Europa und in Nordamerika handelt es sich um Imbissbuden oder Schnellrestaurants, in den USA oft gruppiert um so genannte Gastronomiebereiche (Food-Courts).

Literatur

  • Vatcharin Bhumichitr: Thai Street Food. Thailändische Garküchen und ihre besten Rezepte. Hädecke, Weil der Stadt 2003, ISBN 3-7750-0397-5
  • Leo Vogt: Die Garküche. Kochen, Braten und Backen im Mittelalter. verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher, ISBN 3-929366-31-2
  • Christoph Wagner, Peter Frese: Garküchen. Hugendubel, München 1997, ISBN 3-88034-995-9

Siehe auch


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