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Galgenhumor

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Galgenhumor übt oder besitzt, wer in einer für ihn nachteiligen, bedrohlichen oder ausweglosen Situation ein komisches Element findet und seine Lage oder sich selbst belacht oder verspottet, indem er beispielsweise sein Unglück auf humorige oder ironische Weise in einen Vorteil umdeutet. Wörtlich meint Galgenhumor die Witzeleien eines Verurteilten auf dem Weg zum Galgen.

Beispiele

  • Dem Räuber Mathias Kneißl wird – im Zusammenhang mit der Verkündung seines Todesurteils, die an einem Montag stattfand – der Ausspruch zugeschrieben: „De Woch fangt scho guat o.“ („Die Woche fängt ja schon gut an.“)
  • Dem Berliner Räuber Werner Gladow wird im Zusammenhang mit der Verkündung des Urteils der Ausspruch zugeschrieben: „Wissen Sie, Herr Richter, die dreifache Todesstrafe, einmal lass ich mir das ja gefallen, die Birne abhauen, aber det andere beede Mal würde ich sagen, dat is Leichenschändung.“[1]
  • Am 25. Juli 2008 sprach der in den USA wegen Mordes zum Tode verurteilte Christopher Emmett, nachdem der Gouverneur von Virginia das Gnadengesuch abgelehnt hatte, als letzte Worte vor der Vollstreckung des Urteils durch die Giftspritze: „Tell the governor he just lost my vote.“[2] („Sagt dem Gouverneur, dass er gerade meine Stimme verloren hat.“)

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kalenderblatt/363740/
  2. Verbatim Artikel zu Galgenhumor im Time Magazin (engl.)


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