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Gabriele Lesser

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Gabriele Alexandra Lesser (* 16. Mai 1960 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Historikerin und Journalistin. Sie lebt in Berlin und Warschau.

Leben

Lesser studierte osteuropäische Geschichte, politische Wissenschaften und Philosophie in Köln, Mainz, Frankfurt am Main und Krakau in Polen. 1990 erhielt sie für ihr Buch „Leben als ob. Die Untergrunduniversität Krakau im Zweiten Weltkrieg“ den Fritz Theodor Epstein-Preis des Verbandes der Osteuropahistoriker Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.

Danach arbeitete Lesser sechs Jahre lang als Assistentin am Seminar für Osteuropäische Geschichte an der Universität zu Köln bei Prof. Andreas Kappeler und Prof. Manfred Alexander. Sie spezialisierte sich auf das Zwanzigste Jahrhundert in Osteuropa, das Dritte Reich, den Zweiten Weltkrieg und die Nazi-Okkupation in Polen und der Ukraine. Für die geplante Dissertation über Hans Frank, den Generalgouverneur in Polen während der deutschen Besatzung (1939–45), reiste Lesser zwei Jahre lang durch Polen, Deutschland, Großbritannien und Israel, sprach mit Zeitzeugen und sammelte Material in Archiven.

Seit 1995 ist Lesser ständige Polen-Korrespondentin der taz in Berlin sowie weiterer Tages- und Wochenzeitungen in Deutschland (u. a. Badische Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Rheinpfalz), in Österreich (Der Standard), der Schweiz (Der Bund) und in Luxemburg (Das Luxemburger Wort).

Als Autorin und Herausgeberin etlicher Publikationen beschäftigt sich Lesser mit der polnischen Geschichte und Gegenwart, mit Kultur und Wirtschaft, insbesondere auch mit den polnisch-deutschen und polnisch-jüdischen Beziehungen. Darüber hinaus schreibt sie auch über die östlichen Nachbarländer Polens.

Publikationen

Bücher

  • Masurische Seen, von Gabriele Lesser, Eva Krafczyk und Thoralf Plath, Mair Dumont Marco Polo, Ostfildern 2007
  • Zwischen den Polen. Politischer Reiseführer für den östlichen Nachbarn, hrsg. von Randy Kaufman, (die tageszeitung), Berlin 2006 (mehrere taz-Autoren, die meisten Artikel stammen von der Polen-Korrespondentin der taz Gabriele Lesser)
  • Heller, Edith: Macht Kirche Politik. Der Briefwechsel zwischen den polnischen und deutschen Bischöfen im Jahre 1965, hrsg. von Gabriele Lesser, Köln 1992
  • Polen heute. Zeitgenössische polnische Kultur, Kunst und Wirtschaft, hrsg. von Gabriele Lesser, Köln 1991
  • Leben als ob. Die Untergrund-Universität Krakau im Zweiten Weltkrieg, Freiburg 1979, 2. Auflage Köln 1980 (Auszeichnung mit dem Fritz-Theodor-Epstein Preis des Verbandes der Osteuropahistoriker Deutschlands, Österreichs und der Schweiz)

Aufsätze

  • "Wir kämpften für die Freiheit", Adam Michnik im Gespräch mit Gabriele Lesser über das Jahr 1968, in: Die letzte Chance? 1968 in Osteuropa. Analysen und Dokumente über ein Schlüsseljahr, hrsg. von Angelika Ebbinghaus, Hamburg 2008, S. 76–83
  • Dem Tod einen Sinn verleihen – Ghettoaufstand von Warschau, in Tachles (Zürich), 11. April 2003
  • Die Rechnung ist noch immer offen. Der März 1968 im Spiegel der polnischen Presse 30 Jahre später, in: Die Vertreibung der Juden aus Polen 1968 – Antisemitismus und politisches Kalkül, hrsg. von Beate Kosmala, Berlin 2000, S. 173–190
  • Die „Jedwabne-Diskussion“ in antisemitischen und rechtsextremen Medien, in: TRANSODRA – Polnisches Informationsbulletin Nr. 23, 2001, S. 363–379
  • Ein Pogrom von 1941 wird Wahlkampfthema in Polen, in: Illustrierte Neue Welt, Nr.2, 2001

Internet

  • Janusz Korczak. Der König der Kinder [1]
  • Schönheit in Melancholie. Historisches Zentrum von Lwiw (Lemberg) [2]
  • Die Stadt des Kopernikus. Stadt Torun (Thorn)[1]
  • Von Mantel- und Degenspielen. Burg Malbork (Marienburg)[2]
  • Kathedralen unter Tage. Salzbergwerk von Wieliczka[3]
  • Engel über Krakau. Eine Reisereportage[4]
  • Die Enkel der Marranen sind zurückgekehrt, Gespräch mit Konstanty Gebert, dem Gründer der in Warschau erscheinenden jüdischen Kulturzeitschrift Midrasz [3]

Weblinks

Belege


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Gabriele Lesser aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.