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Günter Heuzeroth

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Günter Heuzeroth (* 1934 im Westerwald (Rheinland-Pfalz)) ist ein deutscher Religionspädagoge, Heilpädagoge und Historiker.

Leben

Günter Heuzeroth wuchs im Westerwald auf. Er lebt seit 1970 in Oldenburg. Nach dem Studium der Religions- und der Heilpädagogik machte er eine Ausbildung zum Gestalttherapeuten und arbeitete anschließend als Religionspädagoge, Heilpädagoge und Drogentherapeut. Zugleich erarbeitete er sich die Zeitgeschichte sowohl seiner Herkunfts- als auch seiner Wahlregion und publizierte dazu zahlreich. U. a. veröffentlichte er eine mehrbändige Buchreihe zum Nationalsozialismus im Bezirk Weser-Ems.[1]

Mit seiner "monumentalen Sammlung" zur NS-Geschichte der Zwangsarbeiter in Nordwestdeutschland deckte er "zahllose Naziverbrechen" auf.[2] Ende der 1980er-Jahre gründete er die „Bürgerinitiative Sinti in Oldenburg“. Erfolgreich warb die Gruppe, zu der auch zahlreiche Angehörige betroffener Familien zählten, bei der Stadt um Unterstützung für ihr Vorhaben. Ein Mahnmal des Bildhauers Eckart Grenzer konnte im November 1989 eingeweiht werden, das an die 74 Opfer erinnert.[3]

Schriften (Auswahl)

  • Jüdisch-deutsche Mitbürger unserer Heimat, Altenkirchen 1978
  • Der Westerwald unter dem Nationalsozialismus. Vom Aufstieg und Fall einer Wahnsinnsidee, Oldenburg 1983, 2., erw. Aufl.
  • gemeinsam mit Werner Schwarz/Sylvia Wille (Hrsg.), Unter der Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus, Bd. 3, Verfolgte aus religiösen Gründen dargestellt an den Ereignissen im Oldenburger Land, Osnabrück 1985
  • gemeinsam mit Karl-Heinz Martinß/Sylvia Wille(Hrsg.), Unter der Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus, Bd. 2, Verfolgte aus rassischen Gründen dargestellt an den Ereignissen im Oldenburger Land, Osnabrück 1985
  • gemeinsam mit Klaus Klattenhoff/Friedrich Wissmann (Hrsg.), Unter der Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus, Bd. 5, Lehrer und Schule im Jahre 1933 dargestellt an den Ereignissen im Oldenburger Land und in Ostfriesland, Osnabrück 1985ff., mehrere Aufl.
  • Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter 1939-1945 im Westerwald, Oldenburg 1987
  • gemeinsam mit Johannes Petrich (Hrsg., Bearb.), Unter der Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus, Bd. 1, Verfolgte aus politischen Gründen. Widerstand und Verfolgung der regionalen Arbeiterbewegung in Dokumenten, Lebensberichten und Analysen dargestellt an den Ereignissen in Weser-Ems, Osnabrück 1989
  • gemeinsam mit Peter Szynka (Hrsg.), Unter der Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus, Bd. 4, Die im Dreck lebten. Ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und die Lager in den Landkreisen Ammerland, Wesermarsch und Friesland, Osnabrück 1993ff., mehrere Aufl.
  • ... viel solches bleibt mir ungetan. Hedwig : das stürmische Leben einer Westerwälderin, Hedwig Schäfer-Eichbauer ; die "Freusburg-Arbeitsgemeinschaft für Lebenserneuerung" 1924 bis 1934, Osnabrück 1998
  • Humanitäre Hilfe für Deutschland nach den beiden Weltkriegen. Die Quäkerhilfsdienste im Einsatz, Oldenburg 2009

Einzelnachweise

  1. Günther Heuzeroth, Leben in der französischen Besatzungszone. 1945-1951, Oldenburg 2010, siehe auch: [1]; Claus Bernet, Rezension von: Günter Heuzeroth, Humanitäre Hilfe für Deutschland nach den beiden Weltkriegen. Die Quäkerhilfsdienste im Einsatz, Oldenburg 2009, in: Meldungen aus dem weltweiten Quäkertum, siehe auch: [2].
  2. Gedenkstätte und Gedenkkreis Wehnen, Erinnerungsarbeit und dargestellte Geschichte, siehe: [3].
  3. Oliver Bloch, Stein gibt Anstoß zum Nachdenken. Mahnmal am Friedhofsweg erinnert seit 25 Jahren an Verbrechen gegen Oldenburger Sinti, in: Nord-West-Zeitung, 10. Januar 2015, siehe: [4].


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Günter Heuzeroth aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.