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Friedrich von Reitzenstein (SS-Mitglied)

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Friedrich von Reitzenstein

Friedrich „Fritz“ Karl Ernst Sigmund Freiherr von Reitzenstein (geb. 29. November 1888 in Dillingen an der Donau; gest. Juli 1969 in Inning am Ammersee) war ein führender deutscher Nationalsozialist.

Biographie

Friedrich von Reitzenstein wurde als Sohn des königlich bayerischen Oberstleutnants Albert von Reitzenstein (1849–1926) und dessen Frau Sophie geb. Stromer von Reichenbach (1857–1927) geboren. Er schloss seine Schulausbildung mit dem Abitur ab. Er besuchte die Bayerische Kriegsakademie und nahm am Ersten Weltkrieg als Offizier teil. 1919 wurde er zum Hauptmann der Reserve befördert (dann später im Zweiten Weltkrieg 1944 zum Major a. D.). Nach dem Krieg arbeitete er zunächst beim Versorgungsamt der Stadt München. 1923 wurde er Mitglied im Bund Reichskriegsflagge. Später trat er der SS (Mitgliedsnummer 1.643) bei. Am 1. Mai 1928 trat er ebenfalls der NSDAP (Mitgliedsnummer 89.052) bei. In der SS durchlief Reitzenstein folgende Dienstränge:

Reitzenstein wurde in der SS wie folgt verwendet:

  • 22.07.1929 bis 27.11.1933: Führer zur besonderen Verfügung des Reichsführer-SS.
  • 27.11.1933 bis 20.04.1934; Führer z. Di. SS.
  • 20.04.1934 bis 01.04.1936: Führer zur Verfügung Süd.
  • 01.04.1936 bis 01.08.1939: Führer bei der Stammabteilung Süd, Bezirk 34.
  • 01.08.1939 bis Kriegsende: Führer beim Stab I.

1937 wurde er in der NSDAP zum Leiter des Personalamts der Auslandsorganisation der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei.

Reitzenstein war evangelisch und seit dem 28. September 1927 mit Elisabeth geb. von Heimburg (* 10. Januar 1889 in Dresden; † 10. Januar 1964 in Herrsching, Oberbayern; NSDAP-Mitgliedsnummer 25.028) verheiratet. Die Ehe blieb kinderlos. Er sprach neben Deutsch auch Französisch und Englisch.

Auszeichnungen

Reitzenstein erhielt 1914 das Eisernes Kreuz 1. Klasse. Im Zweiten Weltkrieg wurde er mit dem Kriegsverdienstkreuz II. Klasse ausgezeichnet. Für seine Teilnahme am Deutschen Tag in Coburg erhielt er das Koburger Ehrenzeichen und für seine Teilnahme am Hitlerputsch die Medaille zur Erinnerung an den 9. November 1923 (Verleihungsnummer 53). Außerdem war er als sog. „Alter Kämpfer“ (Mitgliedsnummer unter 100.000) Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP. Er war damit Inhaber der drei höchsten Parteiauszeichnungen der NSDAP. Außerdem war er Träger des SS-Totenkopfrings.

Literatur

  • Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser. Reihe A, Band 11 (= Genealogisches Handbuch des Adels, Band 69). C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 1979, S. 325

Quellen


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