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Friedrich Laupheimer

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Bezirksrabbiner Dr.Friedrich Elias Laupheimer

Friedrich Laupheimer (geb. 26. Juli oder 27. Juli 1890 in Bad Buchau/Federsee (Schwaben); gest. 17. Januar 1965 in Jerusalem), war von 1932 bis 1939 Bezirksrabbiner in Bad Ems [1].

Leben

Dr. Friedrich (Fritz) Elias Laupheimer, Sohn des Rabbiners Jonas Laupheimer, studierte in Heidelberg Jura und schloss dieses Studium 1913 mit einer Dissertation ab. Danach arbeitete er als Nationalökonom in einer Bank. Von 1928 bis 1931 studierte er am Rabbiner-Seminar JTS in Breslau; sein vorheriges Studium und seine berufliche Tätigkeit verkürzte diese theologischen Studien von üblichen 7 Jahren auf 3 Jahre. Nach Abschluss dieser Studien kam er nach Bad Ems, wo er das Amt des orthodoxen Distriktsrabbiners Bad Ems-Weilburg von Dr. Laser Weingarten übernahm. Er war Mitglied im Misrachi, in der Reichsvertretung und im ADR. 1939 wurde er in das KZ Dachau eingewiesen, unterschrieb er für sich und seine Familie - bestehend aus Ehefrau Lotte, jüngste Tochter (*1902) von Henriette Fürth, dem Sohn Rafael, den Töchtern Miriam und Channanjah [2]) eine Ausreise-Einwilligung für Palästina. Die Ausreise erfolgte unmittelbar nach seiner Freilassung. Von 1940 bis 1961 war er Leiter des Allgemeinen Altersheims in Jerusalem. [3] [4]

Veröffentlichungen

  • Der strafrechtliche Schutz gegen geschlechtliche Infektion; 1913, Diss., Heidelberg, Berlin, 1913.
    • Auch veröffentlicht in der Bibliothek für soziale Medizin, Hygiene und Medizinstatistik und Grenzgebiete von Volkswirtschaft, Medizin und Technik, Band 9, Berlin, 1914.
  • Die außerpentateuchischen Quellen der Sabbatgesetze, einschließlich der Apokryphen und Pseudoepigraphen, verglichen mit der Halacha, JJLG 22, 1931/32, Seiten 161 bis 212.
  • Grabrede für Eva Putziger, gehalten am 6. September 1935 in Frankfurt a.M., Archiv des Jüdischen Museums Frankfurt/M.

Dokumentationen

  • CJA Berlin, 1, 75 C Ra 1 Nr. 18, fol.205.[5]

Literatur

  • Kisch, Breslauer Seminar, S.425.
  • Walk, Kurzbiografien, S.217.
  • PK Hessen, s.377ff.

Einzelnachweise

  1. Biographisches Handbuch der Rabbiner, Artikel 2334, Seite 366, ISBN 978-3-598-24874-0
  2. Waltraud Becker-Hammerstein, Werner Becker: Julius Israel Nassau, Juden in einer ländlichen Kleinstadt im 19. und 20. Jahrhundert, ISBN 3-87066-857-1
  3. Vortrag von Monika Graulich am 23. November 2011 im Rahmen der Veranstaltungen des Geschichtsvereins, Bad Ems, zum Lebenswerk von Henriette Fürth
  4. http://www.alemannia-judaica.de/bad_ems_synagoge.htm
  5. Abkürzungen und Akronyme, s. Diskussion


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