Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

Friedhofsgärtnerei

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Friedhofsgärtnerei am Eingang des Ottakringer Friedhofs in Wien

Die Friedhofsgärtnerei ist eine Fachsparte des Gartenbaus. Friedhofsgärtnereien sind spezialisiert auf die Anzucht, Vermehrung, Vermarktung, Pflanzung und Pflege von Stauden und Gehölzen für die Grabbepflanzung auf dem Friedhof.

Geschichte

Der Beruf des Friedhofsgärtners bildete sich um 1850 aus der Personalausstattung der kommunal betriebenen Friedhöfe aus. Der Totengräber begann damals mit der Gestaltung und Bepflanzung der Grabstätten. Im Jahre 2008 beträgt der Umsatz der Branche 1,76 Mrd. Euro. Es gibt in Deutschland Im Jahr 2008 2.200 Betriebe[1], die schwerpunktmäßig Friedhofsgärtnerische Dienstleistungen ausführen.

Tätigkeiten

In der Friedhofsgärtnerei werden Grabanlagen in der Regel per Grabpflegeauftrag bepflanzt und gepflegt. Unterschieden wird hierbei eine Dauerbepflanzung und Wechselbepflanzung der Grabanlage. Weitere Tätigkeiten im Bereich der Friedhofsgärtnerei sind die Beratung von Kunden und der Verkauf von Pflanzen an Friedhofsbesucher.

Berufsständische Organisation

Die Friedhofsgärtner sind in Deutschland im Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau (ZVG) organisiert.

Hauptsächlich mit der Aufgabe, die Gelder aus Grabpflegevorsorgeverträgen zu verwalten und die fachgerechte Ausführung zu überprüfen, gibt es regionale Genossenschaften und Treuhandstellen. Diese übernehmen seit einiger Zeit auf einigen Friedhöfen die Organisation für Gemeinschaftsgrabanlagen in naturnaher Gestaltung.

Ausbildungsberuf Gärtner, Fachrichtung Friedhofsgärtnerei

Im Friedhofsgartenbau ist eine 2- bis 3-jährige Ausbildung zum Gärtner - Fachrichtung Friedhofsgärtnerei möglich. Weitere berufsqualifizierende Maßnahmen im Friedhofsgartenbau führen zum Gärtnermeister, Gartenbautechniker und zu den akademischen Abschlüssen Diplom-Ingenieur Gartenbau, Bachelor, Diplom-Agraringenieur oder Master.[2]

Tag des Friedhofs

Der Bund deutscher Friedhofsgärtner veranstaltet bundesweit den Tag des Friedhofs. Initiiert wurde der Tag des Friedhofs von Floristen, Friedhofsgärtnern, Steinmetzen, Bestattungsunternehmen, den Friedhofsverwaltungen und Kommunen. Dieser findet seit 2001 jährlich statt. Der Tag des Friedhofs wird immer am dritten Wochenende im September durchgeführt und findet in rund 45 Städten in Deutschland statt. Die Gestaltung des Tages obliegt den Friedhöfen und Gemeinden.

Das Ziel dieses Tages ist es, den Friedhof in ein anderes Licht zu rücken und ihn als Lebensraum für Flora und Fauna zu zeigen. Zudem soll der Fokus auf die Wahrnehmung des Friedhofs als Ort der Erholung gelegt werden.[3]

Literatur

  • Lüder Nobbmann: Stauden und Gehölze in der Grabgestaltung. 1. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3800132362
  • Norbert Müller (Hrsg.): Der Gärtner 2 Zierpflanzenbau, Friedhofsgärtnerei, Verkauf. 4. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2005, ISBN 3800164388

Einzelnachweise


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Friedhofsgärtnerei aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.