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Franzi Groszmann

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Franzi Groszmann (geb. 27. Dezember 1904; gest. 20. September 2005 in Manhattan, N.Y.) war eine Überlebende des Holocaust und das letzte überlebende Elternteil im Zusammenhang mit dem Kindertransport.

Leben

Franzi Groszmann gehörte zu denjenigen Eltern, die ihre Kinder zwischen Dezember 1938 und dem 1. September 1939 nach Großbritannien einreisen lassen konnten, die so der Deportation durch die Nationalsozialisten entgehen konnten. Sie konnte danach mit ihrem Mann Ignaz, einem Wiener Bankbeamten, der nach dem Anschluss Österreichs entlassen worden war, ebenfalls noch nach England fliehen, doch kam sie mit ihrer Tochter Lore erst nach Kriegsende wieder zusammen. Ignaz war 1945 in einem Internierungslager für „feindliche Ausländer“ auf der Isle of Man an Herzschlag gestorben. [1] Franzi Groszmann wanderte 1951 mit der Tochter Lore in die USA aus.

Der Begriff der Kindertransporte ist heute noch mit dieser Aktion verbunden. Franzi Groszmann und ihre Tochter Lore Segal wirkten 2000 im Film Kindertransport - In eine fremde Welt mit. Der Film wurde mit dem Oscar 2001 als beste Dokumentation ausgezeichnet.

Im Juni 1999 wurde im britischen House of Commons eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Kindertransporte aus dem Machtbereich der Nationalsozialisten nach Großbritannien enthüllt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Nachruf in der New York Times, 2. Oktober 2005


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