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Francesco Buonagurio

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Francesco Buonagurio (7. Oktober 1907 in Neapel1943 im Konzentrationslager Auschwitz), auch Kid Francis genannt, war ein italienischer Boxer in der Gewichtsklasse Bantam, der im Rahmen des Holocaust vom NS-Regime ermordet wurde.

Leben

Buonagurio lernte das Boxen in Argentinien und gab 1923 im Alter von 16 Jahren sein Profidebüt. Auch sein zwei Jahre jüngerer Bruder Guy Bonaugure wurde Boxer, bekannt als Johnny (Kid) Francis oder Young Kid Francis, als er in den USA kämpfte. Ab 1924 lebte Francesco Buonagurio abwechselnd in Paris und in Buenos Aires und trug auch die Mehrzahl seiner Kämpfe in Frankreich und Argentinien aus. 1924 konnte er den amtierenden Südamerikameister im Fliegengewicht, Humberto Guzman, schlagen, im Jahr darauf wurde er französischer Meister im Bantamgewicht. 1926 verlor er den Kampf um die Europameisterschaft nur knapp nach Punkten, sein Gegner war Henri Scillie. In den folgenden Jahren kämpfte er regelmäßig in den Vereinigten Staaten, weil dort bessere Börsen bezahlt wurden. 1931 bestritt er – vor fast 8.000 Zuschauern im Madison Square Garden von New York – einen Schaukampf gegen Fidel LaBarba und begeisterte Publikum und Presse mit einer „entfesselten Boxvorstellung“, wie die New York Times notierte. Im Juni 1931 wurde er auf der Titelseite der Boxzeitschrift The Ring präsentiert. Er war sehr an Literatur interessiert und empfahl seinen Boxkollegen die Lektüre von Ovid und Kipling. 1932 und 1934 trat er im Kampf um die Weltmeisterschaft gegen den legendären Panama Al Brown an und verlor beide Male nur nach Punkten.

Nachdem die deutsche Wehrmacht 1940 Paris besetzt hatte, wurde Buonagurio als Jude festgenommen und schließlich nach Auschwitz deportiert. Dort musste er an den sonntäglichen Schaukämpfen vor der SS-Mannschaft teilnehmen. Es ist fraglich, ob er überhaupt jüdischer Abstammung war.

1943 wurde er in Auschwitz ermordet.

Quellen


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Francesco Buonagurio aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.