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Focșani

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Focșani
Wappen von Focșani
Focșani (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Westmoldau
Kreis: Vrancea
Koordinaten: 45° 42′ N, 27° 11′ O45.69361111111127.18583333333355Koordinaten: 45° 41′ 37″ N, 27° 11′ 9″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 55 m
Fläche: 48,15 km²
Einwohner: 73.868 (20. Oktober 2011)
Bevölkerungsdichte: 1.534 Einwohner je km²
Postleitzahl: 620xxx
Telefonvorwahl: (+40) 02 37
Kfz-Kennzeichen: VN
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Munizipium
Gliederung: 2 Gemarkungen/Katastralgemeinde: Mândrești-Moldova, Mândrești-Munteni
Bürgermeister: Decebal Gabriel Bacinschi (USL)
Postanschrift: Bul. Dimitrie Cantemir, nr. 1
loc. Focșani, jud. Vrancea, RO–620098
Webpräsenz:
Focșani (rotes Viereck) - Rumänien - Nachbarorte: Bârlad, Galați, Brăila, Buzău, Sfântu Gheorghe

Focșani (Audio-Datei / Hörbeispiel /fok'ʃanʲ/?/i, deutsch Fokschan, ungarisch Foksány) ist eine Großstadt im Osten Rumäniens.

Geographische Lage

Focșani liegt in 55 m Höhe am Fluss Milcov, an der Ostspitze des Karpatenbogens 160 km nordöstlich von Bukarest und ist die Hauptstadt des Kreises Vrancea.

Sie hatte im Jahr 2007 ungefähr 100.000 Einwohner.

Geschichte

Nachdem die Gegend im Altertum zunächst von den Geten und dann von den Westgoten besiedelt war, denen Walachen und Slawen folgten, gehörte sie zum Bulgarischen Reich; nach dessen Unterwerfung durch die Byzantiner im 11. Jh. fielen hier zunächst die Petschenegen und dann die Kumanen ein, ehe sich um 1350 das Fürstentum Moldau bildete, an dessen Südgrenze zur Walachei sich Focșani befand. 1387 geriet Moldau in polnische Abhängigkeit, zu Beginn des 16. Jhs. in die der Osmanen. Nachdem Siebenbürgen im 17. Jh. in die Hände der Habsburger fiel, blieb Moldau ein strategisch wichtiger Vorposten, wobei Focșani die Rolle zukam, die nahe Donaumündung abzusichern. 1772 fand nahe der Stadt ein Gesandtenkongress russischer und türkischer Diplomaten statt. 1789 erlitten türkische Streitkräfte bei Focșani eine schwere Niederlage gegen vereinte habsburgisch-russische Truppen (unter Prinz Friedrich Josias von Sachsen-Coburg bzw. Alexander Wassiljewitsch Suworow). Dennoch verblieb Moldau bei den Türken, bis sich Moldau und Walachei 1859 zum Staat Rumänien zusammenschlossen, der 1878 mit russischer Hilfe unabhängig wurde. Am 9. Dezember 1917 fand hier die Unterzeichnung des Waffenstillstandes zwischen Rumänien und den Mittelmächten, der sogenannte Waffenstillstand von Focșani, statt.

Sehenswürdigkeiten

Theater in Focșani

Die Stadt verfügt über ein städtisches Theater und ein Volkskundemuseum. Sehenswert sind einige Kirchen aus dem 17. Jh., das Mausoleum für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges sowie verschiedene Denkmäler, die an die Vereinigung von Moldau und Walachei erinnern.

Wappen

Die Lage an der alten walachisch-moldauischen Grenze wird im Wappen der Stadt durch einen Händedruck symbolisiert.

Wirtschaft

Die Gegend um Focșani ist traditionelles Weinanbaugebiet. Daneben hat die Textilwirtschaft einige Bedeutung.

Verkehr

Die Stadt liegt sowohl an der Bahnstrecke, wie an der Nationalstraße, die am Ostrand der Karpaten entlang von Ploiești über Bacău nach Suceava führen.

Büste von Ion Mincu in Focșani

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Felicia Antip (1927–2013), Schriftstellerin[1]
  • George Enacovici (1891–1965), Komponist
  • Leibu Goldstein (1902–1977), Schriftsteller, unter dem Pseudonym Camil Baltazar bekannt[1]
  • Ion Mincu (1852–1912), Architekt
  • Cilibi Moise geb. Froim Moise (1812–1870), Volksschriftsteller[2]
  • Solomon Schechter (1847–1915) Hebraist, Rabbiner
  • Gheorghe Tăttărescu (1818–1894), Maler[3]
  • Adrian Voinea (* 1974), Tennisspieler

Mit der Stadt verbunden

  • Gina Gogean (* 1977), Kunstturnerin[4]
  • Anghel Saligny (1854–1925), Konstrukteur, Studium hier in Focșani[5]

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Focșani – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Focșani aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.