Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

Financial Times Deutschland

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Financial Times Deutschland
Logo der Financial Times Deutschland
Beschreibung deutsche Wirtschaftszeitung
Fachgebiet Wirtschaft, Finanzen, Politik
Sprache Deutsch
Verlag G+J Wirtschaftsmedien GmbH & Co. KG
Erstausgabe 21. Februar 2000
Erscheinungsweise Montag bis Freitag
Reichweite (MA 2011 I) 0,33 Mio. Leser
Chefredakteur Steffen Klusmann
Weblink ftd.de
ISSN 1615-4118

Die Financial Times Deutschland (FTD) ist eine börsentäglich erscheinende Wirtschaftszeitung und Schwesterblatt der Financial Times (FT) mit Hauptsitz in Hamburg, die sich im Besitz des Verlagshauses Gruner + Jahr und somit indirekt im Mehrheitseigentum des Medienkonzerns Bertelsmann AG befindet. Sie erreicht eine verkaufte Auflage von Exemplaren.[1]

Zeitungsprofil

Die Financial Times Deutschland besteht aus vier Zeitungsbüchern: Unternehmen, Politik, Finanzen und Agenda (Kommentar, Analyse, Sport, Kultur und „Out of Office“, eine Art „bunte Seite“). In der Freitagsausgabe kam ein fünftes Buch (Weekend) hinzu, dieses ist jetzt aber in den Agenda-Teil integriert. Dazu kommen über das Jahr verteilt etwa 100 Sonderbeilagen mit einem besonderen Schwerpunktthema (Finanz- oder Wirtschaftsthemen, Darstellung einer Wirtschaftsregion). Außerdem liegen der FTD monatlich die Existenzgründerzeitschrift Enable und das Luxusmagazin How to spend it bei.

Äußerlich unterscheidet sich die FTD von anderen deutschen Blättern, da sie auf orangefarbenes Papier gedruckt wird. Dieses wird offiziell als „lachsfarben“ bezeichnet, wobei der Farbton dunkler ist als bei der lachsfarbenen Financial Times. Das Papier hat der Verleger 1893 eingeführt, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

Seit Anfang 2001 ist die FTD ebenfalls überregionales Pflichtblatt der acht deutschen Wertpapierbörsen und ein anerkanntes Veröffentlichungsorgan für die gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtmitteilungen börsennotierter Unternehmen.

Geschichte

Die erste Ausgabe der Financial Times Deutschland erschien am 21. Februar 2000 unter der Aufsicht des britischen Gründungschefredakteurs Andrew Gowers und unter Geschäftsführung von Michael Rzesnitzek.

Im Oktober 2001 wechselte Andrew Gowers an die Spitze der Financial Times (FT) in London, worauf ihm Christoph Keese und Wolfgang Münchau als Chefredakteure folgten. Münchau wechselte im Sommer 2003 als Kolumnist zur FT nach London.

Die FTD sorgte im September 2002 für Aufsehen und Kritik, als sie – wie in der angelsächsischen Presse üblich – vor der Bundestagswahl 2002 eine Wahlempfehlung aussprach: Sie empfahl, die CDU zu wählen. Auch im September 2005 sprach sie eine Wahlempfehlung aus, diesmal zugunsten der FDP.

Im Mai 2004 wechselte Keese als neuer Chefredakteur zur Welt am Sonntag; sein Nachfolger wurde am 1. August 2004 Steffen Klusmann.

Ab 1. Februar 2003 erhielten ICE-Reisende in der ersten Klasse mit der FTD-Kompakt eine kostenlose Tageszeitung. Das zwölfseitige Blatt wurde in einer Auflage von 8.000 Exemplaren gedruckt und morgens an zwölf Bahnhöfen an 130 ICE-Züge geliefert.[2]

2005 wechselte der Gründungsgeschäftsführer Michael Rzesnitzek zum britischen Mutterverlag. Ein Jahr später erreichte die Zeitung erstmals eine verkaufte Tagesauflage von etwas mehr als 100.000 Exemplaren.

Seit 1. März 2007 ist Christoph Rüth alleiniger Geschäftsführer der Financial Times Deutschland (FTD). Zuvor teilte er sich den Posten mit Christoph Weger, der zum 1. März 2007 zum Geschäftsführer der New Media Ventures GmbH, einer G+J-Tochter, berufen wurde.

Bis 2008 war die FTD ein Gemeinschaftsunternehmen des Verlags Gruner+Jahr und der britischen Pearson Publishing Group (Financial Times). Zum 1. Januar 2008 übernahm Gruner + Jahr die 50 Prozent FTD-Anteile der Pearson Publishing Group und wurde damit Alleineigentümer. Die Zeitung wird den Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien zugeschlagen, zu der noch die Magazine Capital, Börse Online und Impulse gehören.[3]

Im November 2008 entschied Gruner + Jahr, die Redaktionen der vier Wirtschaftstitel zusammenzulegen.[4] Es wurde ein Chefredakteurskollegium unter Leitung von FTD-Chefredakteur Steffen Klusmann eingerichtet. Wenige Monate später wird der Wechsel von Geschäftsführer Christoph Rüth zu Axel Springer AG bekanntgegeben[5]. Geschäftsführerin der Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien ist Ingrid M. Haas. Klaus Max Smolka ist FTD-Redakteur und schreibt regelmässig Artikel über das deutsche und europäische Börsengeschehen, welche auch Online gratis zur Verfügung stehen.

Bei der Europawahl in Deutschland 2009 gab die FTD eine Wahlempfehlung für Bündnis 90/Die Grünen heraus. Vor der Bundestagswahl im gleichen Jahr empfahl sie die Union, als Wunschkoalition wurde eine Tendenz zu Schwarz-Grün deutlich.

Der Onlineauftritt wurde im September 2009 überarbeitet. Im Onlinearchiv sind Artikel bis ein Jahr nach dem Ersterscheinen kostenlos abrufbar.

Verleger und Eigentümer

Die FTD wird von der G+J Wirtschaftsmedien GmbH & Co. KG publiziert. Diese Gesellschaft befindet sich zu 100 Prozent im Eigentum der Gruner + Jahr AG & Co. KG. Der Verlag gehört wiederum zu 74,9 Prozent der Bertelsmann AG und zu 25,1 Prozent den Nachkommen von John Jahr. Die Nachkommen von John Jahr besitzen eine Sperrminorität bei wichtigen Entscheidungen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. laut IVW, viertes Quartal 2014, (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  2. Meldung ICE-Zeitung. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 3/2003, ISSN 1421-2811, S. 98.
  3. [1]
  4. Pressemitteilung von Gruner+Jahr vom 19. November 2008
  5. [2]


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Financial Times Deutschland aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.