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Filterpapier

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Mikrofoto eines Papier-Kaffeefilters. Die Cellulose-Fasern sind deutlich zu erkennen. Porenweite des ungeleimten Papiers um 5 µm.
Handelsübliche Rundfilter für den Laborbedarf
… im Einsatz
Faltenfilter gefaltet
Faltenfilter geöffnet

Filterpapier und Filter aus papierähnlichen Materialien werden in vielen Bereichen eingesetzt, um Feststoffe aus Flüssigkeiten oder Gasen abzuscheiden; physikalisch gesehen, um eine feste Phase von einer wässrigen oder gasförmigen zu trennen.

Anwendungsgebiete

Einsatz im Chemielabor

Im chemischen Labor ist Filterpapier wichtig beim präparativen und analytischen Arbeiten.[1] Für die verschiedenen Verwendungszwecke[2] wurden Papiere mit unterschiedlichen Porengrößen entwickelt:[3]

Filterformen und Porengrößen

Filterpapiere werden für die verschiedenen Trichterformen als flache Rundfilter oder als vorgefaltete Faltenfilter ausgeführt.

Je nach Anwendung werden Papiere mit unterschiedlichen Porengrößen eingesetzt, die durch Farbcodes gekennzeichnet sind:

  • Schwarzbandfilter dienen für grobe Niederschläge (schnelle Filtration)
  • Weißbandfilter dienen für feinere Niederschläge (mittelschnelle Filtration)
  • Blaubandfilter dienen für sehr feine Niederschläge (langsame Filtration)

Aschefreies Filterpapier

Aschefreie Filter verglühen beim Trocknen und Veraschen eines abgefilterten Niederschlags praktisch rückstandsfrei und beeinflussen somit bei gravimetrischen analytischen Arbeiten das Probengewicht nicht, wie es bei gewöhnlichen Filtern der Fall ist.

Einsatz im Biologielabor

Hier werden Rundfilter verwendet, jedoch nicht zum Filtrieren, sondern zum Feuchthalten z. B. von klein geschnittenen Pflanzenteilen bei präparativen Arbeiten. In aller Regel werden dafür Rundfilter entsprechender Größe in Petrischalen platziert.

Einzelnachweise

  1. Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 412–413.
  2. Gerhard Meyendorf: Laborgeräte und Chemikalien, Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin, 1965, S. 22–23.
  3. Walter Wittenberger: Chemische Laboratoriumstechnik, Springer-Verlag, Wien, New York, 7. Auflage, 1973, S. 105–107, ISBN 3-211-81116-8.


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