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Felix Moeschlin

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Felix Moeschlin (* 31. Juli 1882 in Basel; † 4. Oktober 1969 ebd.) war ein Schweizer Schriftsteller, Journalist und Nationalrat.

Leben

Felix Moeschlin nahm nach dem Schulbesuch in Basel ein Studium der Geologie, Botanik und Ökonomie in Basel und Zürich auf, das er nicht abschloss. 1905 begann er, als Journalist zu arbeiten; 1909 erschien sein erster Roman. Von 1909 bis 1914 lebte er vorwiegend in Schweden; er heiratete die schwedische Malerin Elsa Sophia Hammar.

Von 1915 bis 1920 war er als Vorgänger von Hans Roelli Kurdirektor in Arosa und Redaktor der Monatshefte Schweizerland; später arbeitete er auch für Zeitungen wie die National-Zeitung oder Die Tat. Er wohnte von 1920 bis 1941 in Uetikon am Zürichsee, dann bis 1965 in Brissago. Seit 1924 war er Präsident, ab 1942 Ehrenpräsident des Schweizerischen Schriftstellerverbands (SSV). Von 1939 bis 1947 war er für den Landesring der Unabhängigen im Nationalrat.

Moeschlin ist überwiegend als Autor von Romanen hervorgetreten und gilt als ein Hauptrepräsentant der geistigen Landesverteidigung. Er gab 1923 auch seine Neubearbeitung des Jugendbuch-Klassikers Der Schweizerische Robinson von Johann David Wyss heraus; sie wurde 1944 von der Büchergilde Gutenberg und 1985 vom Fischer Verlag, Münsingen, neu aufgelegt. Sein Roman Wir wollen immer Kameraden sein wurde als Der Mann aus dem Schützengraben bei einem Roman-Preisausschreiben des Hamburger Fremdenblattes und der Münchner Neuesten Nachrichten ausgezeichnet. 1947 erschien seine umfangreiche, quellengestützte Geschichte des Gotthardtunnel-Baus.

Auszeichnungen

Werke

  • Die Königschmieds. Roman. Wiegandt und Grieben, Berlin 1909
  • Hermann Hitz. Roman. Wiegandt und Grieben, Berlin 1910
  • Der Amerika-Johann. Ein Bauernroman aus Schweden. Sarasin, Leipzig 1912; Neuausgabe: Ex Libris (Frühling der Gegenwart), Zürich 1981
  • Grenzbesetzungsverse. Francke, Bern 1914
  • Brigitt Rössler und andere Erzählungen (hg. v. Jakob Bührer). Orell Füssli, Zürich o.J. (1916?)
  • Schalkhafte Geschichten. Huber, Frauenfeld 1916
  • Die Revolution des Herzens. Ein Schweizerdrama 1917. Rascher, Zürich 1918
  • Die vier Verliebten. Roman. Grethlein, Zürich 1919
  • Der glückliche Sommer. Roman. Grethlein, Zürich 1920
  • Wachtmeister Vögeli. Roman. Grethlein, Zürich 1922
  • Wie Hans doch noch ein Lehrling wurde. Schweizer Jugendschriften, Bern 1923
  • Meine Frau und ich und andere Erzählungen. Orell Füssli, Zürich 1925
  • Die Vision auf dem Lofot. Roman. Orell Füssli, Zürich 1926
  • Wir wollen immer Kameraden sein. Roman. Grethlein, Zürich 1926
  • Das erlösende Lächeln. Erzählungen. Gute Schriften (GS 158), Basel 1928
  • Schnee, Winter, Sonne. Text zu 48 Fotos von Albert Steiner. Rotapfel, Erlenbach 1930
  • Amerika vom Auto aus. 20000 km USA. Mit 154 Bildern nach Aufnahmen von Kurt Richter. Rentsch, Erlenbach/Leipzig 1930
  • Barbar und Römer. Roman (über Mussolini). Francke, Bern 1931
  • Die zehnte Frau. Lustspiel in einem Akt. Rascher, Zürich 1931
  • Der auferstandene Heiland. Erzählungen. Orell Füssli, Zürich 1933
  • Weltkolonisation, Auswanderung! Ein Beitrag zum eidgenössischen Arbeitsbeschaffungsprogramm. Der Schweizerische Beobachter, Basel 1934
  • Hans der Ausläufer. Umschlag und Bilder von Elsa Moeschlin. Schweizerisches Jugendschriftenwerk (SJW 38), Zürich 1935
  • Ich suche Land in Südbrasilien. Erlebnisse und Ergebnisse einer Studienreise (mit 203 Fotos). Montana, Horw 1936
  • Der schöne Fersen. Roman. Müller, Rüschlikon/Zürich 1937
  • Wir durchbohren den Gotthard. 2 Bände. Büchergilde Gutenberg, Zürich 1947; 2. umgearb. A. (in einem Band): Artemis, Zürich 1957
  • Wie ich meinen Weg fand. Gute Schriften (GS 116), Basel 1953
  • Wohin gehen wir? Dreiflammen, Zürich 1954
  • Ich bin dein, und du bist mein. Aus dem Briefwechsel (mit Elsa Moeschlin). Artemis, Zürich 1955
  • Morgen geht die Sonne auf. Roman. Artemis, Zürich 1958
  • Wunder in der Christnacht. 6 Weihnachtsgeschichten. F. Reinhardt, Basel 1959
  • Das Blumenwunder. Novellen und Skizzen. F. Reinhardt, Basel 1960

Literatur

  • Tobias Hoffmann-Allenspach: Felix Moeschlin. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Band 2. Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 1256 f.
  • Christof Wamister: Felix Moeschlin. Leben und Werk. Lang (Europäische Hochschulschriften, Reihe 1, Band 489), Bern/Frankfurt 1982
  • Christof Wamister: Moeschlin, Felix. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 17, Duncker & Humblot, Berlin 1994, S. 686 f. (Onlinefassung).
  • Sport? Ja Sport! – Kurdirektor Felix Möschlin erkennt, dass die Zeit der Tuberkulosekranken in Arosa zu Ende geht und die Zukunft im Sport liegt. In: Ueli Haldimann (Hrsg.): Hermann Hesse, Thomas Mann und andere in Arosa – Texte und Bilder aus zwei Jahrhunderten, AS Verlag und Buchkonzept AG, Zürich 2001, ISBN 3-905111-67-5, S. 101-107
  • Jeroen Dewulf: Brasilien mit Brüchen. Schweizer unter dem Kreuz des Südens Zürich: Verlag der Neuen Zürcher Zeitung, 2007. ISBN 978-3-03823-349-7

Weblinks


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Felix Moeschlin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.