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Fedor Haenisch

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George Fedor Haenisch (geb. 21. August 1874 in Berlin; gest. 24. Dezember 1952 in Hamburg) war ein deutscher Radiologe.

Der Architektensohn studierte in Straßburg im Elsass Medizin. Die Approbation und Promotion erfolgten 1901, anschließend arbeitete er als Hochschulassistent in Kiel und Straßburg. 1906 wurde er Volontärarzt im AK St. Georg in Hamburg und Teilhaber des privaten Röntgeninstituts von Heinrich Albers-Schönberg. Von 1911 bis 1913 war er Röntgenologe im Allgemeinen Hafenkrankenhaus Hamburg. Von 1913 bis 1945 leitete er die Röntgenabteilung des AK Barmbek. 1919 wurde er Privatdozent an der Universität Hamburg und trug durch Senatsbeschluss den Professorentitel, 1931 wurde er ao. Professor.

Haenisch war in vielen Ärztegremien in Hamburg und Deutschland tätig: Von 1927 bis 1933 war er „Ständiger Sekretär“ der Deutschen Röntgen-Gesellschaft und vertrat sie in fließendem Englisch auf den internationalen Kongressen. Er war Ehrenmitglied des American College of Radiology. Von 1920 bis 1930 war er in der DVP, nach 1933 in der NSDAP. Im November 1933 unterzeichnete er das Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler.

Haenisch war ein Wegbereiter der Hochvolttherapie, die er 1937 in den USA kennengelernt hat. Eine Musteranlage in Hamburg wurde bis zum Kriegsausbruch 1939 nicht mehr fertiggestellt.

Schriften

  • Einführung in die Röntgenologie. Ein Lehrbuch, Thieme, Stuttgart 1951
  • Ueber die röntgenologische Lagebestimmung von Geschossen zwecks operativer Entfernung: (Interessante Steckschafsbefunde) (Mit 15 Abbildungen.), in: Festschrift Herrn Geheimrat Professor Dr. Otto Wilhelm Madelung in Strassburg zu seinem 70. Geburtstage (15. Mai 1916) überreicht von Freunden und Schülern, S. 76 - 105

Literatur

  • Christine Pieper: Die Sozialstruktur der Chefärzte des Allgemeinen Krankenhauses Hamburg-Barmbek, LIT, Münster u.a. 2003 (bes. S. 200ff)

Weblinks


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