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Federica Mogherini

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Federica Mogherini

Federica Mogherini (* 16. Juni 1973 in Rom) ist eine italienische Politikerin der Demokratischen Partei (Partito Democratico/PD). Vom 22. Februar bis zum 31. Oktober 2014 war sie italienische Außenministerin. Am 1. November 2014 trat sie die Nachfolge von Catherine Ashton als Außenbeauftragte der Europäischen Union an.[1]

Ausbildung

Mogherini ist die Tochter des Regisseurs Flavio Mogherini. Sie studierte Politikwissenschaft an der Universität La Sapienza in Rom, wo sie mit einer Arbeit über das Verhältnis zwischen Religion und Politik im Islam abschloss.[2] Danach absolvierte sie einen Erasmus-Aufenthalt an der ehemaligen Universität Aix-en-Provence in Frankreich.

Politische Karriere

Mogherini als Vorsitzende der italienischen Delegation bei der Parlamentarischen Versammlung der NATO
Die italienische Außenministerin Mogherini trifft auf dem Ministerkomitee des Europarates Österreichs Außenminister Sebastian Kurz

Ihre politische Laufbahn begann 1996 mit der Mitgliedschaft in der Jugendorganisation der Linksdemokraten (kurz DS, ital. Democratici di Sinistra). Von 1999 bis 2001 war sie stellvertretende Vorsitzende des Europäischen Zusammenschlusses Junger Sozialisten (kurz ECOSY, European Community Organisation of Socialist Youth). Ab 2001 war sie Mitglied im Parteirat der Linksdemokraten. Mogherini war dort schließlich für außenpolitische Angelegenheiten zuständig und pflegte unter anderem die Beziehungen zu den US-amerikanischen Demokraten. Ab Februar 2009 war sie im Parteivorstand des PD (Nachfolgepartei der Linksdemokraten) für Gleichberechtigung zuständig, ab Dezember 2013 für Europapolitik.

Parlament

2008 zog sie für die Demokratische Partei in die italienische Abgeordnetenkammer ein, wo sie nach ihrer Wiederwahl 2013 in den Ausschüssen für Äußeres und Verteidigung tätig war. Am 1. August 2013 übernahm sie den Vorsitz in der italienischen Delegation bei der Parlamentarischen Versammlung der NATO.

Außenministerin Italiens

Am 22. Februar 2014 wurde Mogherini zur italienischen Außenministerin ernannt. Sie war nach Susanna Agnelli und Emma Bonino die dritte Frau, die dieses Amt bekleidete, und die mit Abstand jüngste.

Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik

Am 2. August 2014 bestätigte der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi formell die Kandidatur Italiens mit Federica Mogherini.[3] Am 30. August 2014 wurde bekannt gegeben, dass sie die Nachfolge von Catherine Ashton im Amt der Hohen Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik antreten soll. Am 22. Oktober 2014 wurde sie mit den anderen Mitgliedern der Kommission Juncker vom Europaparlament gewählt, sie trat ihr Amt am 1. November an.

Privates

Mogherini ist mit Matteo Rebesani verheiratet und hat zwei Töchter, Caterina und Marta.[4]

Auszeichnungen

Weblinks

 Commons: Federica Mogherini – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Junckers Team geht an den Start. MDR, 1. November 2014, abgerufen am 1. November 2014.
  2. Agli esteri Federica Mogherini: europeista, pacifista, antirazzista, filo-Usa, filo-Ong. In: ImolaOggi.it. 21. Februar 2014, abgerufen am 11. Juli 2014 (ital.)
  3. Renzi scrive a Juncker e candida ufficialmente Federica Mogherini al Pesc
  4. Federica Mogherini, ministro degli Esteri. In: QN Quotidiano.net. 21. Februar 2014, abgerufen am 11. Juli 2014 (ital.)
VorgängerAmtNachfolger
Catherine AshtonHoher Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik
VorgängerinAmtNachfolger
Emma BoninoItalienische Außenministerin
22. Februar 2014–31. Oktober 2014
Paolo Gentiloni


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Federica Mogherini aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.