Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

Federal Reserve System

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Federal Reserve System
Das „Eccles Building“, Hauptsitz der Federal Reserve in Washington, D.C.
Das „Eccles Building“, Hauptsitz der Federal Reserve in Washington, D.C.
Hauptsitz Washington, D.C., Vereinigte Staaten
Gründung 23. Dezember 1913
Präsident Ben Bernanke
Zentralbank für die Vereinigten Staaten
Währung

US-Dollar

ISO 4217 USD
Basisleihzinssatz 0–0,25 %
Basisanlagezinssatz 3,5 %
Drucker Bureau of Engraving and Printing
Website http://www.moneyfactory.gov/
Münzprägeanstalt(en) United States Mint
Website http://www.usmint.gov/
Website

www.federalreserve.gov/

Vorgänger

Second Bank of the United States (bis 1913)

Liste der Zentralbanken
Vorlage:Wichtige Leitzinsen

Das Federal Reserve System [ˈfɛdə˞əl rɪˈzɜ˞ːv ˈsɪstəm], oft auch Federal Reserve oder kurz Fed (oder eigentlich irrtümlich FED) genannt, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten, das allgemein auch US-Notenbank genannt wird. Es besteht aus dem Board of Governors, zwölf regionalen Federal Reserve Banks. Gefügt wird die Bank durch eine Vielzahl von Mitgliedsbanken (Mitgliedspflicht ab einer bestimmten Größe) und anderen Institutionen. Da die Mitgliedsbanken durch ihre Einlagen dem Wert nach die Eigentümer der Federal Reserve sind, das Direktorium aber vom Präsidenten der Vereinigten Staaten ernannt wird, ist das Federal Reserve System eine Mischform aus privater und staatlicher Struktur.[1]

Das Fed berichtet regelmäßig an den Kongress über ihre Aktivitäten und ihre Pläne zur Geldpolitik. Das Tagesgeschäft und die operativen Entscheidungen der Fed werden von ihr frei und eigenständig entschieden. Der Kongress hat allerdings die Macht, die Gesetze betreffend der Geschäftstätigkeit des Fed zu ändern.[2]

Geschichte

Vorgänger

Banknote 1 US-Dollar

1790 wurde auf Initiative des damaligen US-Finanzministers Alexander Hamilton die „First National Bank of the United States“ gegründet. Die Zentralbank war mit ein Grund für die Gründung der ersten politischen Parteien der USA. Die Federalists befürworteten eine Nationalbank, während Jeffersons Republikaner sie vehement abgelehnten. Der Konzessionsvertrag dieser ersten Zentralbank der USA lief 1811 während der Amtszeit des republikanischen Präsidenten James Madison aus und wurde nicht verlängert.

Madison sah sich durch eine nicht zu kontrollierende Inflation Ende 1815 gezwungen, zusammen mit dem Kongress einen Kompromiss zur Stabilisierung der Währung auszuarbeiten, der 1816 zur Gründung der Second Bank of the United States führte. Die "Second Bank" entsprach in ihrer Aufgabe und Struktur weitestgehend der "First Bank". Die Erneuerung der Charta der "Second Bank" wurde jedoch von Präsident Andrew Jackson durch sein Veto 1832 verhindert, und es setzte ein langsamer Auflösungsprozess ein, der mit dem Auslaufen der Charta 1836 sein Ende fand.

1863 und 1864 wurden basierend auf den National Bank Acts Nationalbanken geschaffen, welche durch das US Finanzministerium abgesicherte und gedruckte Banknoten ausgeben durften. Hauptziel dieser Gesetze war die Schaffung einer einheitlichen Währung und die Lösung des Problems, dass Banknoten von verschiedenen Mitgliedsstaaten gleichzeitig in Umlauf waren. [3]

Zustandekommen und Gründung

Ende des 19. Jahrhunderts erlebte die amerikanische Wirtschaft eine der schlimmsten Finanzkrisen, durch Bankzusammenbrüche und mehrfache Geldsystemschwankungen.[4] Um 1900 wurden die Grundlagen für die Errichtung einer privaten Notenbank in den USA geschaffen. Jacob Schiff, Vertreter der Bank Kuhn, Loeb & Co., ließ die New Yorker Handelskammer bei einer Rede 1907 wissen: „Wenn wir keine Zentralbank mit einer ausreichenden Kontrolle über die Kreditbeschaffung bekommen, dann wird dieses Land die schärfste und tiefgreifendste Geldpanik seiner Geschichte erleben.“

Der US-Kongress beschloss 1907, nach dem Ende der Wirtschaftskrise, Rahmenbedingungen für ein sicheres und flexibleres Bankensystem zu schaffen. Daraufhin gründete der Kongress die National Monetary Commission; diese hatte zur Aufgabe, die Lage der US-Bank und Geldsystem zu untersuchen und deren eventuellen Probleme festzustellen. Die National Monetary Commission beantragte die Gründung einer Institution, welche die Banken lenkt, Kreditbeschaffungen kontrolliert und Finanz- und Geldkrisen vorbeugt beziehungsweise diese vermindert. Dies hatte zur Folge, dass 1913 der Federal Reserve Act erlassen und damit die zentrale Bankinstanz – Federal Reserve System – gegründet wurde. Der Federal Reserve Act ermöglicht es der Federal Reserve bis heute, Geld ohne Gegenwert zu schaffen und es beispielsweise der amerikanischen Regierung gegen Zinsen zu leihen (→ fractional-reserve banking).

Das Federal Reserve System wurde am 23. Dezember 1913 vom Kongress der Vereinigten Staaten geschaffen, um ein „Zentralbanksystem zu etablieren, das so gestaltet wurde, dem nationalen Finanzsystem sowohl Flexibilität als auch Stärke hinzuzufügen“.[5] Das Bundesgesetz sah ein System aus mehreren Regionalbanken und einem siebenköpfigen Verwaltungsrat vor. Banken, die auf nationaler Ebene agierten, mussten sich dem Federal Reserve System anschließen, anderen Banken war die Beteiligung freigestellt. Für ihre Anteile erhalten die Mitgliedsbanken eine festgelegte Dividende von 6 %[6], sind jedoch nicht am Gewinn beteiligt, der dem Finanzministerium zufällt.[7]

Das private Geld- und Kreditsystem wurde in den Vereinigten Staaten am 23. Dezember 1913 mit der Unterzeichnung eines Kongressbeschlusses (Federal Reserve Act) durch Präsident Woodrow Wilson gegründet. Dem Federal Reserve Act war eine Untersuchung des Kongresses durch Samuel Untermyer, die Pujo Money Trust Investigation, vorangegangen. Untermyer, als Anwalt Teilhaber der Kanzlei Guggenheimer, Untermyer & Marshall, assistierte auch beim Entwurf des Gesetzes. Der Vorschlag zur Etablierung einer Zentralbank nach europäischem Vorbild stammte von Paul Moritz Warburg, Teilhaber des Bankhauses Warburg in Hamburg und Kuhn, Loeb & Co. in New York. Er wurde auch 1914 auf Vorschlag Präsident Wilsons in den Rat der amerikanischen Zentralbank (Federal Reserve Board) berufen und zu ihrem Vizepräsidenten ernannt.

Weitere Entwicklungen

Durch starke Eingriffe in Folge der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 wurde Kritik am Federal Reserve System geübt.

Ursprünglich waren die Leiter der regionalen Banken berechtigt, Entscheidungen bezüglich der Politik der Fed zu treffen, ohne dabei Rücksicht auf die Beschlüsse des Board of Governors zu nehmen, was natürlich zu einem Konflikt zwischen den beiden Parteien führte. Daraufhin sprach man dem Board of Governors umfangreichere Kontrollrechte durch den Banking Act 1935 zu.

Entsprechend der Wirtschaftslage änderte die Fed ihre Geldpolitik. Auch der ursprüngliche Federal Reserve Act wurde im Laufe der Jahre mehrfach (insbesondere 1978 und 1981) erweitert beziehungsweise nachgebessert, um so mehr Flexibilität und Funktionalität für die Fed zu ermöglichen.

Der Banking Act von 1935

Der Banking Act wurde nach dem Emergency Banking Act am 9. März 1935 durch den Congress erlassen. Das Bankengesetz beinhaltete Folgendes:

  1. Die Federal Reserve Banken bekam die Autorität zugesprochen, die Höhe von Darlehen, die von Member Banks (Verbundbanken) zu Effekten genehmigt wurden, zu regulieren.
  2. Verlangte vom Direktorium, die Auslandsbeziehungen der Federal Reserve Banken zu überwachen.
  3. Liberalisierte die Regelungen für Member Banks (Verbundbanken), Außenstellen zu errichten, vornehmlich durch den Wegfall oder die Reduzierung vorher festgelegter geographischer Grenzen.
  4. Verbot den Verbundbanken den Handel mit Effekten und verlangte die Trennung zu Verbundunternehmen, die mit ebensolchen handelten.
  5. Verbot den Member Banks, Zinsen auf Sichteinlagen zu zahlen.
  6. Verlangte von den Federal Reserve Banken (FRB), Kapital in Höhe von der Hälfte ihrer (FRB) Rückstellungen für die Federal Deposit Insurance Corporation bereitzustellen.
  7. Das Direktorium erhielt die Befugnis, den Zinssatz für Termingerechte- und Spareinlagen in Member Banks zu regulieren.
  8. Stellte eine Sicherung für Bankguthaben ab 2500 $ für eine bestimmte Zeit bereit.[8]

Die Federal Reserve spielte auch während des Zweiten Weltkrieges eine wichtige Rolle. Damit die Regierung ihre Kriegsschulden finanzieren konnte, drückte sie die Zinssätze nach unten (d. h. sie waren niedrig). Die Politik der Fed verfolgte während der Kriegszeiten zwei Ziele:

  • Stabilisierung der Fluktuation, um das Risiko im Bankgeschäft zu verringern bzw. die Sicherheit im Bankgeschäft zu erhöhen; und
  • Zinssätze zugunsten der Unternehmen und des Staates niedrig zu halten.

Federal Reserve Act 1977 und Humphrey-Hawkins Act 1978

Die Verbindung zwischen der Fed und dem US-Kongress war bis Mitte der 1970er-Jahre eher von schwächerer Natur. Dies änderte sich aber durch den Federal Reserve Act 1977 und dem Humphrey-Hawkins Act 1978. Die Unabhängigkeit der Fed wurde durch diese zwei Gesetze eingeschränkt, denn sie waren fortan verpflichtet, zweimal jährlich einen verbindlichen Bericht über ihre Pläne bezüglich des Umfangs verschiedener Geldaggregate abzugeben.

Federal Banking Agency Audit Act 1978

Die Fed unterlag bis zum Jahr 1978 nicht der externen Finanzkontrolle durch den amerikanischen Rechnungshof (United States Government Accountability Office, GAO). Bis dahin wurden nur die Aktivitäten der Fed im Rahmen der Finanzierung des Staates geprüft. Seit dem Jahr 1978 (Federal Banking Agency Audit Act) darf das GAO alles prüfen bis auf folgende Ausnahmen:

  1. Transaktionen für und mit ausländischen Zentralbanken, Regierungen oder nicht privaten internationalen Finanzorganisationen
  2. Verordnungen, Entscheidungen und Aktionen der Geldpolitik, einschließlich Zinsen, Mindestreserven und Offenmarktgeschäfte
  3. Transaktionen des Offenen Markt Ausschusses
  4. Diskussionen und Kommunikation der Zentralbankratsmitglieder und Mitarbeiter der Fed zu den Punkten 1 bis 3

Monetary Control Act 1981

Mit dem Währungskontrollgesetz (Monetary Control Act), das im Juni 1981 in Kraft trat, wurde den Federal Reserve Banks unter anderem die Befugnis gegeben, nicht nur US-Staatsschuldtitel, sondern auch Staatsschuldtitel anderer Länder zu erwerben.

Organisation

Aufbau des Federal Reserve System

Das Federal Reserve System setzt sich aus den folgenden fünf Bestandteilen zusammen:

  • Board of Governors
    • 7 Mitglieder, welche 14 Jahre dienen
    • werden vom Präsidenten bestimmt und vom Senat ernannt
  • Federal Open Market Committee (FOMC)
    • besteht aus den 7 Mitgliedern des Board of Governors und den Präsidenten der Reserve Banken
  • Federal-Reserve-Banken (Distrikt-Notenbanken)
    • 12 regionale Federal Reserve Banks mit 25 Zweigstellen
  • angehörende Geschäftsbanken (member banks)
  • diverse Beratungsräte
    • sind dem Board of Governors unterstellt und geben diesem verschiedene Empfehlungen

Das Federal Reserve System besteht aus zwölf Bankbezirken, die jeweils eine Federal Reserve Bank besitzen. Dies sind:

Federal Reserve Bank Buchstabe Nummer Zweigstellen Website Präsident
Boston A 1 http://www.bos.frb.org/ Eric S. Rosengren
New York City B 2 Buffalo (per 31. Oktober 2008 geschlossen), New York[9] http://www.newyorkfed.org/ William C. Dudley
Philadelphia C 3 http://www.philadelphiafed.org/ Charles I. Plosser
Cleveland D 4 Cincinnati, Ohio / Pittsburgh, Pennsylvania http://www.clevelandfed.org/ Sandra Pianalto
Richmond E 5 Baltimore, Maryland / Charlotte, North Carolina http://www.richmondfed.org/ Jeffrey M. Lacker
Atlanta F 6 Birmingham, Alabama / Jacksonville, Florida / Miami, Florida / Nashville, Tennessee / New Orleans, Louisiana http://www.frbatlanta.org/ Dennis P. Lockhart
Chicago G 7 Detroit, Michigan / Des Moines, Iowa http://www.chicagofed.org/ Charles L. Evans
St Louis H 8 Little Rock, Arkansas / Louisville, Kentucky / Memphis, Tennessee http://www.stlouisfed.org/ James B. Bullard
Minneapolis I 9 Helena, Montana http://www.minneapolisfed.org/ Narayana R. Kocherlakota
Kansas City J 10 Denver, Colorado / Oklahoma City, Oklahoma / Omaha, Nebraska http://www.kansascityfed.org/ Esther George
Dallas K 11 El Paso, Texas / Houston, Texas / San Antonio, Texas http://www.dallasfed.org/ Richard W. Fisher
San Francisco L 12 Los Angeles, California / Portland, Oregon / Salt Lake City, Utah / Seattle, Washington http://www.frbsf.org/ John C. Williams

Diese Banken bestreiten ihr Finanzkapital aus dem Finanzkapital ihrer privaten Mitgliedsbanken. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um am Markt gehandelte Anteile – vielmehr sind in den USA Banken ab einer bestimmten Größe gesetzlich verpflichtet, Mitglied im Fed zu sein. Die größte Federal Reserve Bank ist in New York City, die auch als einzige unter ihnen Auslandsgeschäfte betreibt.

Gremien des Federal Reserve System

Wichtigstes Gremium des Fed ist das Federal Open Market Committee, das die Geld- und Währungspolitik der Vereinigten Staaten betreibt. Sein Vorsitzender war von August 1979 bis August 1987 Paul Volcker, vom 11. August 1987 bis 31. Januar 2006 Alan Greenspan und am 1. Februar 2006 folgte diesem Ben Bernanke.

Gremien des Federal Reserve System

Vorstand des Fed ist der Board of Governors of the Federal Reserve System (Bundesbankrat) in Washington, D.C. Er besteht aus sieben vom Präsidenten der Vereinigten Staaten benannten und mit Zustimmung des Senats für 14 Jahre gewählten Mitgliedern. Die Mitglieder des Vorstands können im unmittelbaren Anschluss an ihre Amtszeit nicht wiedergewählt werden. Gegenwärtig setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen:[10]

Nach der Genehmigung der Nominierung von Janet Yellen und Sarah Bloom Raskin durch den Senat war für einen der freien Sitze in dem siebenköpfigen Gremium der Wirtschaftsprofessor Peter Diamond vorgesehen. Am 6. Juni 2011 gab Diamond bekannt, dass er nicht mehr für einen Sitz kandidieren werde. Ein Nachfolger für den am 10. Februar 2011 zurückgetretenen Kevin M. Warsh wurde bisher nicht nominiert. Somit sind aktuell zwei der sieben Sitze nicht besetzt.

Am 27. Dezember 2011 nominierte Barack Obama den Harvard Professor Jeremy Stein und den ehemaligen Staatssekretär im Finanzministerium Jerome Powell für die zwei freien Sitze in dem siebenköpfigen Gremium. Beide Kandidaten müssen noch durch den Senat bestätigt werden.

Aufgabe des Boards ist die Umsetzung der Entscheidungen, die vom Federal Open Market Committee (FOMC) beschlossen werden. Abgesehen von seinen wirtschaftspolitischen Kompetenzen ernennt der Rat auch je drei Direktoren für die zwölf Federal Reserve Banks. Die restlichen sechs Direktoren jeder Federal Reserve Bank werden von den Mitgliedsbanken ernannt.

Das wirtschaftspolitisch wichtigste Gremium des Fed ist das Federal Open Market Committee (FOMC). Seine Aufgaben bestehen u. a. in der Durchführung von Offenmarktgeschäften. Somit entscheidet das Gremium, ob der US-Leitzins (die Target Rate der Federal Funds Rate) geändert wird. Darüber hinaus kann das Gremium auch über Eingriffe in den Devisenmarkt entscheiden und somit den Wechselkurs des US-Dollar zu anderen Währungen beeinflussen. Aus diesem Grund werden Sitzungen des FOMC und Aussagen seiner Mitglieder von den Finanzmärkten als äußerst wichtige wirtschaftspolitische Entscheidungen wahrgenommen.

Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern: dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York, den sieben Mitgliedern des Board of Governors und vier Mitgliedern, die im jährlichen Wechsel aus den zwölf Vorsitzenden der regionalen Federal Reserve Banks ausgewählt werden. Zu diesem Zweck sind elf der zwölf Banken nach geografischen Aspekten zu vier Gruppen zusammengefasst, die jeweils ein Mitglied des FOMC stellen. Innerhalb der Gruppen erfolgt eine Rotation zwischen den einzelnen Federal Reserve Banks. Aus historischen Gründen nimmt die Federal Reserve Bank of New York an diesem Rotationsverfahren nicht teil - sie hat ein ständiges Stimmrecht im FOMC. Außerdem nehmen die einzelnen Reserve Bank Präsidenten an den Sitzungen teil, sind jedoch nicht stimmberechtigt. Das Gremium tagt acht Mal pro Jahr.

Dem Board untersteht die Federal Reserve Police.

Aufgaben und Verantwortlichkeiten

Die Hauptaufgaben der Federal Reserve sind:

Geldpolitische Ziele der Federal Reserve

Die Ziele der Geldmarktpolitik der Fed sind im Federal Reserve Act definiert:

  • Hoher Beschäftigungsstand
  • Preisniveaustabilität
  • moderate langfristige Zinsen

Geldpolitische Instrumente

  • Offenmarktgeschäfte
  • Diskontkredite
  • Mindestreserve

Kritik

Das Federal Reserve System ist seit seiner Konzeption im Jahre 1913 verschiedener Kritik ausgesetzt. Das System war der dritte Versuch, eine Zentralbank in den USA zu schaffen. Der Federal Reserve Act, welcher die gesetzliche Grundlage schaffen sollte, war ein heiß diskutiertes Thema und wurde als reine Parteipolitik erst nach erheblichen politischen Manipulationen der Kongressabgeordneten durch Woodrow Wilson durchgesetzt.[11] Wilson kommentierte die Folgen dieser Entscheidung selbst- und geradezu systemkritisch so:

„I am a most unhappy man. I have unwittingly ruined my country. A great industrial nation is controlled by its system of credit. Our system of credit is concentrated. The growth of the nation, therefore, and all our activities are in the hands of a few men. We have come to be one of the worst ruled, one of the most completely controlled and dominated Governments in the civilized world no longer a Government by free opinion, no longer a Government by conviction and the vote of the majority, but a Government by the opinion and duress of a small group of dominant men.“[12]

Außerdem wird dem Federal Reserve System vorgeworfen, für die Great Depression von 1929 und später für die weltweite Finanzkrise ab 2007 Schuld zu tragen. Bei Letzterem soll das Fed Zinsen nach der Rezession 2001 zu niedrig gehalten haben und so für die Krise mitverantwortlich sein.[13]

Einzelnachweise

  1. Federal Reserve System: Who owns the Federal Reserve? (engl.) abgerufen am 3. November 2011
  2. http://www.frbsf.org/publications/federalreserve/fedinbrief/organize.html
  3. http://en.wikipedia.org/wiki/National_Bank_Act
  4. [Flaherty, Edward. "A Brief History of Central Banking in the United States". University of Groningen, Netherlands]
  5. „[…] established a new central bank designed to add both flexibility and strength to the nation’s financial system“, Federal Reserve Act of 1913
  6. http://www.federalreserve.gov/generalinfo/faq/faqfrs.htm#5 FAQ der Federal Reserver (englisch)
  7. http://www.law.cornell.edu/uscode/12/usc_sec_12_00000290----000-.html United States Code 12/290 (englisch)
  8. [Carl H. Moore:The Federal Reserve System A History of the First 75 Years S. 87]
  9. New York Fed Announces Closing of Buffalo Branch, Effective October 31 - Federal Reserve Bank of New York
  10. FRB: Board Members
  11. Historical Anfänge ... Die Federal Reserve (PDF) Federal Reserve Bank von Boston. Abgerufen am 2009.06.21.
  12. [1]
  13. WSJ.com:The Fed and the Crisis: A Reply to Ben Bernanke

Literatur

  • Robert Latham Owen: The Federal Reserve Act. Century Co., New York 1919.
  • Jerry Voorhis: Out Of Debt, Out Of Danger. Public Action Committee, 1943, erneuerte Auflage 1991.
  • Gertrude Coogan: Money Creators. Bound Money Press, Chicago 1935.
  • J. Lawrence Broz: The International Origins of the Federal Reserve System, Cornell University Press, 1997, ISBN 0-8014-3332-0, ISBN 978-0-8014-3332-0
  • Carl H. Moore:The Federal Reserve System A History of the First 75 Years ISBN 0-89950-503-1
  • The Federal Reserve System: Purposes and Functions
  • Gabler Bank Lexikon, 10. Auflage
  • Flaherty, Edward. "A Brief History of Central Banking in the United States". University of Groningen, Netherlands
  • Eustace Mullins: "The Secrets of the Federal Reserve ", 1952. Reprinted in 1983, ISBN 0-9656492-1-0

Weblinks


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Federal Reserve System aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.