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Stansstad

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Stansstad
Wappen von Stansstad
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Nidwalden
Bezirk: (Der Kanton Nidwalden kennt keine Bezirke.)w
Gemeindenummer: 1510i1f3f4
Postleitzahl: 6362
Koordinaten: (668494 / 203668)46.9805518.338893436Koordinaten: 46° 58′ 50″ N, 8° 20′ 20″ O; CH1903: (668494 / 203668)
Höhe: 436 m ü. M.
Fläche: 17.11 km²
Einwohner: 4423 (Fehler: Ungültige Zeitangabe)[1]
Website: www.stansstad.ch
Stansstad

Stansstad

Karte
Vorlage:Imagemap Kanton Nidwaldenw

Stansstad ist eine politische Gemeinde des Kantons Nidwalden in der Schweiz.

Geographie

Stansstad liegt an der schmalen Stelle des Vierwaldstättersees, die den Alpnachersee vom restlichen See abtrennt. Das Dorf selber liegt am Westfuss des Bürgenstocks. Zu Stansstad gehören auch die Ortsteile Obbürgen, Fürigen, Kehrsiten und ein Teil des Rotzlochs. Kehrsiten liegt am Südufer des Vierwaldstättersees 3 km östlich von Stansstad. Obbürgen liegt auf einer Hochebene des Bürgenstocks unmittelbar östlich des Dorfs. Fürigen liegt auf einem Hochplateau östlich des Dorf an der Nordflanke des Bürgenstocks. Alle diese drei Ortsteile grenzen an Bürgenstock, welches allerdings zur Stadt Luzern gehört. Rotzloch liegt am Alpnachersee. Vom gesamten Gemeindegebiet kann 33,8 % landwirtschaftlich genutzt werden. Beinahe die Hälfte (49,9 %) sind von Wald oder Gehölz bedeckt. Als Siedlungsfläche nutzt man 14,9 % des Gemeindeareals; weitere 1,4 % sind unproduktive Fläche. Landwirtschaftlich genutzt werden die Ebene zwischen Vierwaldstättersee und Stans und Teile des Bürgenstocks. Der Bürgenstock ist dennoch mehrheitlich bewaldet.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Zwischen 1850 und 1880 stagnierte das Bevölkerungswachstum. In der Zeitspanne von 1850 bis 1900 nahm sie nur um 73 Personen oder 9,4 % zu. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchs die Einwohnerschaft - von der Zeit des Ersten Weltkriegs abgesehen - ständig, aber nur langsam (1900-1950:+54,9 %). Mit der Verbesserung der Verkehrssituation (Achereggbrücke, Bahnverbindung nach Hergiswil-Luzern, Autobahn A2) änderte sich dies. Stansstad senkte zudem den Steuerfuss massiv und wurde zu einer 'Steueroase' wie die Nachbargemeinde Hergiswil. Dies führte zu einem starken Bevölkerungswachstum von 1950 bis 2000 (1950-2000:+228,1 %). Im Jahr 2000 betrug die Einwohnerzahl das Fünffache im Vergleich zu 100 Jahren früher. Seither hat sich der Zuwachs etwas abgeschwächt. 2008 nahm die Zahl der Bewohner allerdings wieder um 86 Personen oder 1,9 % zu.

Bevölkerungsentwicklung
18501860187018801888190019101920193019411950196019701980199020002008
778752755760836851925859103211741318173824693104378543254518

Sprachen

Die Bevölkerung spricht eine hochalemannische Mundart. Nidwaldnerdeutsch wird immer weniger gesprochen. Durch Anpassung der Einheimischen und wegen der zahlreichen Zuzüger spricht der Grossteil eine Mischmundart von Luzerndeutsch mit Einsprengseln anderer Dialekte. Fast die gesamte Einwohnerschaft spricht als tägliche Umgangssprache deutsch. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 90,1 % Deutsch, 2,1 % Italienisch und 1,5 % Albanisch als Hauptsprache an.

Religionen – Konfessionen

Die Bevölkerung war früher vollumfänglich Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche. Die Konfessionsverhältnisse im Jahr 2000 lassen trotz Durchmischung immer noch die ursprüngliche Struktur erkennen. 2969 Personen waren katholisch (68,65 %). Daneben gab es 15,42 % evangelisch-reformierte und 0,95 % orthodoxe Christen, 2,80 % Muslime und 9,16 % Konfessionslose. 108 Personen (2,50 %) machten keine Angaben zu ihrem Glaubensbekenntnis. In Stansstad gibt es neben der katholischen Kirche St. Anna im Dorf (1943 eingeweiht) noch zwei weitere katholische Kirchen in Obbürgen und Kehrsiten. Ausserdem gibt es ein ökumenisches Kirchgemeindehaus. Die Reformierten besuchen normalerweise (abgesehen von ökumenischen Anlässen im Kirchgemeindehaus) das reformierte Gotteshaus in Stans.

Herkunft – Nationalität

Von den Bewohnern waren Ende 2008 3882 (86,69 %) Schweizer Staatsangehörige. Die Zugewanderten stammen mehrheitlich aus Mitteleuropa (Deutschland und Österreich), aus Südeuropa (Italien und Portugal) und dem ehemaligen Jugoslawien (Serbien, Montenegro, Kosovo und Bosnien-Herzegowina). Bei der Volkszählung 2000 waren 3768 Personen (87,12 %) Schweizer Bürger; davon besassen 211 Personen eine doppelte Staatsbürgerschaft.

Altersstruktur

Die Gemeinde verfügt über eine ausgewogene Bevölkerungsstruktur. Während der Anteil der Personen unter zwanzig Jahren 19,56 % der Ortsbevölkerung ausmacht, sind 18,77 % Senioren (60 Jahre und älter). Die grösste Altersgruppe stellen die Personen zwischen 30 und 44 Jahren.

Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 ergab sich folgende Altersstruktur:

Alter 0–6 Jahre 7–15 Jahre 16–19 Jahre 20–29 Jahre 30–44 Jahre 45–59 Jahre 60–79 Jahre 80 Jahre und mehr
Anzahl 269 391 186 512 1179 976 671 141
Anteil 6,22 % 9,04 % 4,30 % 11,84 % 27,26 % 22,57 % 15,51 % 3,26 %

Wirtschaft

Hauptberufe waren in früherer Zeit Bauer (meist Viehzucht), Käser, Schiffer, Holzhändler und Fischer. Bis ins 19. Jahrhunderts blieb dies so. Die drehbare Achereggbrücke von 1860 liess den Anteil der Schiffer stark zurückgehen. Heute bieten nebst kleinen Dienstleistungsunternehmen eine Waschmittelfabrik, ein Kies- und Betonwerk, ein Hartsteinwerk, die Bauindustrie, Sägereien, Holz-, Metall- und Bootsbau, die Elektronikbranche, die Zentralbahn und das Logistikunternehmen Intergate Arbeitsplätze an.
In Stansstad gab es (2005) 2245 Beschäftigte in 320 Betrieben. 3,6 % der Beschäftigten in Stansstad arbeiten im Bereich Landwirtschaft/Forstwirtschaft/Fischerei, 16,7 % in Industrie und Gewerbe und 79,9 % in Dienstleistungsunternehmen. Die Arbeitslosenquote betrug 2007 1,49 %.
Im Jahr 2000 gab es 1486 Erwerbstätige in Stansstad. Davon waren 696 (46,84 %) Einheimische und 790 Zupendelnde. Die Zupendelnden kamen zur Hälfte aus der engeren Region. Das grösste Kontingent stellten Leute aus den anderen Nidwaldner Gemeinden (63 %); 16 % kamen aus dem Kanton Luzern und 10 % aus Obwalden. Im gleichen Jahr waren 2577 Menschen aus Stansstad erwerbstätig. Somit arbeiteten 1881 Personen in anderen Gemeinden. In die Stadt Luzern pendelten 449 Personen (=23,9 % aller Wegpendelnden), nach Stans 385 Personen (20,5 %), nach Hergiswil 145 Personen (7,7 %). Insgesamt 36,7 % pendelten in andere Nidwaldner Gemeinden. Dagegen 42,5 % in den Kanton Luzern. Weiter arbeiteten 6 % im Kanton Zug und 5 % im Kanton Obwalden (v.a Sarnen und Alpnach).

Verkehr

Das Dorf wurde bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts für grosse Güter hauptsächlich mit Booten von Hergiswil oder Luzern aus angefahren. Auf dem Landweg gab es den Allweg zwischen Ennetmoos und Kerns. Nach der erstmaligen Erschließung Stansstads in den 1860er-Jahren durch den Bau der drehbaren Achereggbrücke bestand Anschluss an die Brünigstraße und daher nach Alpnach und Richtung Stadt Luzern. Erste Schienenverbindung innerhalb des Engelbergertals war die Strassenbahn Stansstad-Stans , welche 1893 eröffnet wurde. 1898 wurde die elektrifizierte Stansstad-Engelberg-Bahn eröffnet. Der Wunsch nach einer Verbindung Richtung Luzern erfüllte sich 1964. Die Eisenbahngesellschaft StEB hiess von da an Luzern-Stans-Engelberg-Bahn . Seit dem Bau der neuen Achereggbrücke und dem Bau der A2 ist Stansstad verkehrstechnisch ausserordentlich gut erschlossen.

Sehenswürdigkeiten

Bilder

Literatur

  • Stefan Länzlinger, Martin Lengwiler: Die Festung Fürigen. Bern 2001, ISBN 3-85782-689-4 (Schweizerische Kunstführer GSK, Band 689)
  • Christoph Berger: Das kleine Buch vom Stanserhorn. Odermatt, Dallenwil 2005, ISBN 3-907164-12-1
  • Geschichte über "Bucher & Durrer", Erbauer der "Elektrischen Strassenbahn Stansstad-Stans", inklusive Zusammenfassung der Geschichte dieser elektrischen Strassenbahn.

Weblinks

 Commons: Stansstad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ungültiger Metadaten-Schlüssel Quelle


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