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Evangelium nach Lukas

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Das Evangelium nach Lukas (gr. εὐαγγέλιον κατὰ Λουκᾶν), abgekürzt Lk, ist das dritte Buch des Neuen Testaments der christlichen Bibel; es wird seit dem Mittelalter in 24 Kapitel unterteilt. Es ist eines der vier kanonischen Evangelien und wird zusammen mit dem Matthäusevangelium und dem Markusevangelium zu den synoptischen Evangelien gezählt.

Autor

Hauptartikel: Lukas (Evangelist)
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Der Stier dient oft als Symbol und Erkennungszeichen für den Evangelisten Lukas, hier dargestellt in der Bamberger Apokalypse
Der Überlieferung nach wurde Lukas im syrischen Antiochia (heutige Türkei) geboren. Einer These nach gehörte er zu den griechischen Bewohnern Antiochias und somit zu den ersten Heidenchristen, die von Paulus im Jahre 40 missioniert wurden. Es heißt, er habe Paulus auf seiner zweiten Missionsreise im Jahre 51 nach Makedonien und Griechenland begleitet. Es wird angenommen, dass er einige Zeit in Philippi, bei der dortigen Christengemeinde, gelebt hat. Etwas später soll er Paulus wieder nach Jerusalem und auch nach Rom gefolgt sein (Jahr 62). Es wird überliefert, dass er nach Paulus Tod wieder in Griechenland lebte. Dort hat er das nach ihm benannte Evangelium geschrieben. Im Alter von 84 Jahren ist er, den Überlieferungen nach, in Achaia/Boeotien gestorben.[1]

Irenäus von Lyon forschte schon in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts wohl als erster nach dem Autor des heute so bezeichneten Lukasevangeliums und dachte dabei auch an Lukas, den Freund und Reisebegleiter des Apostels Paulus. Jener wird in zwei paulinischen Briefen erwähnt:

  • Phlm 1,23-24 EU: „Epaphras lässt dich grüßen, der hier mit mir für Jesus Christus im Gefängnis sitzt, ebenso grüßen meine Mitarbeiter Markus, Aristarch, Demas und Lukas.“
  • Kol 4,14 EU: „Es grüßen euch unser lieber Lukas, der Arzt, und Demas“

Irenaeus stützt sich bei seiner Annahme auf die Schilderungen in der Apostelgeschichte, die nach traditioneller Auffassung vom gleichen Autor stammt wie das heutige Lukasevangelium. Besonders deutet für ihn darauf hin z. B. Apg 16,11 EU: „Wir fuhren von Troas auf dem kürzesten Weg zur Insel Samothrake, und am zweiten Tag erreichten wir Neapolis“ Der Autor wechselt hier die Erzählform zur Wir-Form. Er deutet hier demnach an, dass er selbst Reisebegleiter war.

Manche vermuten auch hinter 2 Kor 8,18 EU: „Mit ihm schicke ich den Bruder, der wegen seines Wirkens für die Gute Nachricht bei allen Gemeinden in hohem Ansehen steht.“ den Evangelisten Lukas.

In Kol 4,14 wird Lukas als Arzt bezeichnet. Da der Autor des Lukasevangeliums vor allem die Heilungsgeschichten von Jesus Christus beschreibt, kann man das Evangelium so lesen, dass es dem Autor nicht um Belehrungen sondern um die Kunst des gesunden Lebens geht. Die Kunst des gesunden Lebens war für Antike Ärzte wohl eine der wichtigsten Aufgaben. Jesus wird im Evangelium als Anführer der Kunst des gesunden Lebens dargestellt. Schlussfolgerung: Man erlangt das gesunde Leben aus dem Glauben an Jesus Christus.

Eine spätere Darstellung zeigt Lukas als Maler. Die malerische Sprache des Verfassers sollte diese Behauptung bestärken. Als Beleg wurde beispielsweise das Hüpfen des Johannes im Mutterleib angeführt. Ebenso soll das erste Marienbildnis aus der künstlerischen Hand des Hl. Evangelisten Lukas stammen. Wahrscheinlich stammt diese Zuschreibung aus der besonderen Marienbeziehung des Schriftstellers, die auch im Evangelium deutlich wird.

Eine Namensangabe in den Überschriften des Evangeliums findet man erst im 2. Jahrhundert. Jenes deutet darauf hin, dass die Überschrift wohl im Rahmen der Kanonisierung zur Unterscheidung der Evangelien vorangestellt wurde. Aus diesem folgt, dass das Evangelium zunächst anonym überliefert wurde. Zwar wendet sich der Autor im Vorwort persönlich an den Leser, eine Vorstellung unternimmt der Autor allerdings nicht. Auch die Anrede „erlauchter Theophilus“ lässt sich nicht etwa mit einer Anrede „Lieber Leser“ gleichsetzen. Theophilus bedeutet so viel wie „der Gott liebt“. Andere Forschungen sehen in Theophilus auch einen römischen Beamten, was vor allem mit der förmlichen Anrede begründet wird.

Setzt man eine enge Beziehung zwischen Paulus und dem Autor des Evangeliums voraus, so muss man erkennen, dass die inhaltlichen Aussagen der Apostelgeschichte (und des Evangeliums) dem eher entgegenstehen. Die Darstellung des Pauluswirkens und das Persönlichkeitsbild der Paulusbriefe und der Apostelgeschichte weisen derart starke Unterschiede auf, dass sich die Annahme aufdrängt, es handle sich um nicht persönlich bekannte Autoren. Somit kann man ziemlich sicher davon ausgehen, dass der Apostelschüler Lukas nicht der Autor des 3. Evangeliums ist. Es handelt sich bei dem Namen Lukas wohl eher um das älteste religiös bedingte Kognomen (=Beiname / ähnlich Ordensname).

Diese Annahme wird jedoch in der neueren wissenschaftlichen Literatur, vor allem im angelsächsischen Sprachraum, immer wieder in Frage gestellt. Einige der neueren Exegeten gehen durchaus davon aus, dass Lukas der Freund des Apostels und der Verfasser des 3. Evangeliums ist. Dafür spricht unter anderem, dass es ziemlich wahrscheinlich ist, dass der Titel „Evangelium nach Lukas“ von Anfang an vorhanden war, so zumindest Martin Hengel in seiner Studie Die Evangelienüberschriften.

In der Wissenschaft werden von verschiedenen Forschern beide Thesen (Lukas als Apostelschüler und Lukas als Kognomen) als mögliche vertreten. Mit absoluter Sicherheit kann man keiner beipflichten.

Datierung

Das Lukas-Evangelium entstand nach Auffassung der Mehrzahl der historisch-kritisch arbeitenden Neutestamentler in der Zeit zwischen etwa 80 und 90 n.Chr. Dabei wird für die untere Grenze dieses Zeitraums davon ausgegangen, dass der Verfasser auf die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 bereits zurückblickt. Für das Ende dieses Zeitraums sind die Annahmen weit unsicherer: Das Verhältnis von Kirche und Staat erscheint dem Evangelisten unproblematisch. Demnach dürfte ihm die Christenverfolgung unter Domitian (röm. Kaiser 81-96 n.Chr.) noch nicht bekannt gewesen sein. Lukas blickt auch wahrscheinlich auf den Tod des Paulus zurück und kennt wohl die Sammlung der Paulusbriefe nicht, die etwa um 100 n. Chr. Verbreitung fand.[2] Eine sichere obere Grenze bildet die Didache, die sich in 1,4 auf die lukanische Feldrede (Lk 6,27-30) bezieht.[3] Die Entstehung der Didache wird jedoch auch nur in einem Zeitraum zwischen ca. 100 und 150 vermutet.

Demgegenüber datiert eine Minderheit von Forschern das Evangelium auf ungefähr 60 n.Chr., also vor der Zerstörung des Tempels in Jerusalem.[4] Schon Adolf von Harnack hatte diese Ansicht vertreten.[5] Danach würden die Zerstörungsweissagungen Jesu mit den Geschehnissen um 70 n. Chr. keinesfalls so genau übereinstimmen, wie das zu erwarten wäre, wenn der Autor Jesus diese Worte nach den Geschehnissen in den Mund gelegt hätte. Außerdem würden mehrere Indizien nahelegen, dass der Großteil der Arbeit am Doppelwerk (Lukasevangelium und Apostelgeschichte) während der Gefangenschaft des Paulus in Caesarea geleistet wurde, also um 60 n.Chr.[6] Insbesondere die Ermordung von Jakobus im Jahre 62 sowie von Petrus und Paulus im Zuge der neronischen Christenverfolgung etwa 64-67 n.Chr. werden in der Apostelgeschichte nicht berichtet. Während der Märtyrertod des eher weniger bekannten Stephanus ausführlich geschildert wird, schweigt die Apostelgeschichte ohne jeden Grund über den Tod der drei wichtigsten Persönlichkeiten der Urgemeinde. Dies ist für manche Theologen ein Hinweis, dass die Apostelgeschichte vor diesen Ereignissen, also etwa 62 n. Chr. verfasst wurde. Das Lukasevangelium als erster Teil des lukanischen Doppelwerkes müsse also vor diesem Zeitpunkt entstanden sein.

Text

Datei:Codex Vaticanus end or Luke.jpg
Ende des Lukasevangeliums und Beginn des Johannesevangeliums im Codex Vaticanus

Das Lukasevangelium ist wie alle Schriften des Neuen Testaments in der griechischen Gemeinsprache der Zeit, der Koine verfasst. Dabei fällt auf, dass der Autor teilweise einen sehr ausgefeilten Sprachstil pflegt, der dem klassischen Griechisch nahekommt (so z. B. Lk 1,1-4).

Die ältesten handschriftlichen Textzeugen sind die Papyri \mathfrak{P}75 und \mathfrak{P}4. Die Handschrift \mathfrak{P}75 enthält Lk 3-18;22-24 und damit ca. 80% des Gesamttextes; seine Entstehung wird etwa auf den Zeitraum zwischen 175 und 225 geschätzt. Ebenfalls aus dem ausgehenden 2. Jhdt. bis Anfang des 3. Jhdts. stammt \mathfrak{P}4, der lediglich die Kapitel 1-6 enthält. Die ältesten Handschriften mit dem Gesamttext sind die beiden großen Codices Sinaiticus und Vaticanus aus der ersten Hälfte des 4. Jhdts.

Besonderheiten des Lukasevangeliums

Hauptartikel: Lukanisches Sondergut

Martin Dibelius hat den Lukasevangelisten mit einigem Recht als den „ersten christlichen Historiker“ bezeichnet. Die seit langem erkannte Nähe des Lukasevangeliums zu Gepflogenheiten der hellenistischen Historiographie findet ihren literarischen Niederschlag bereits in dem Vorwort:

„Schon viele haben es unternommen, einen Bericht über all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfüllt hat. 2 Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren. 3 Nun habe auch ich mich entschlossen, allem von Grund auf sorgfältig nachzugehen, um es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben. 4 So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der du unterwiesen wurdest.“

– Lukas  1,1-4 EU

Das Lukasevangelium ist so insbesondere das erste Evangelium, das die verzögerte Wiederkehr Christi, die sogenannte Parusieverzögerung, berücksichtigt. Mk 1,15 EU – „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.“ – ist gestrichen, Lk 21,8 EU warnt vor denen, die sagen, das Ende sei nahe (vgl. Lk  17,20f EU). Der zentrale Inhalt der Botschaft Jesu, das Kommen des Reich Gottes wird zwar beibehalten, aber durch die besondere lukanische Darlegung wird die Erwartung des Gottesreiches von der Terminfrage gelöst; denn es gehe um das Wesen des Gottesreiches vielmehr denn um sein baldiges Kommen (Lk 4,43 EU; 8,1 EU; 9,2 EU; 16,16 EU; Apg 1,3 EU; 8,12 EU; 20,25 EU; 28,31 EU).

Dem entspricht der im lukanischen Doppelwerk erkennbare Versuch, den Ablauf der Heilsgeschichte dreifach zu gliedern:

  1. Die Zeit Israels, des Gesetzes und der Propheten, bis zu Johannes dem Täufer (Lk 16,16 EU)
  2. Die Zeit Jesu als die „Mitte der Zeit“ (Hans Conzelmann)
  3. Die Zeit zwischen Himmelfahrt und Parusie (Apostelgeschichte)

Quellen des Lukasevangeliums

„Schon viele haben es unternommen, einen Bericht über all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfüllt hat“ (Lukas 1). Schon dieser einleitende Satz im Vorwort des Lukasevangeliums zeigt, dass der Autor sehr wohl andere Evangelien und Texte über die Wirkungs- und Leidensgeschichte Jesu kannte. Sehr wahrscheinlich ist es, dass Lukas vor allem in Kenntnis des Markusevangeliums war und aus diesem auch große Teile übernahm. Hierbei fällt auf, dass der dem Lukas bekannte Markustext unserem heutigen immer noch sehr stark gleicht. Er respektiert die dortige Wortreihenfolge und Wortwahl Jesu. Im Vergleich mit dem Markusevangelium wird jedoch deutlich, dass Lukas seine Quellen weder zergliedert noch verschmilzt, allerdings wechselt er Textblöcke verschiedener Herkunft miteinander ab. Man könnte vereinfacht sagen, dass das Markusevangelium Lukas weder inhaltlich noch sprachlich genügt. Im klaren Gegensatz zu anderen Texten schreibt Lukas ausführlicher über die Zeit vor der Taufe Jesu im Jordan und die Zeit nach seinem Tod. Der Autor verfasst aber auch jene Kapitel nicht ohne Quellen. Man geht davon aus, dass sich Lukas hier vor allem auf Legenden und Sagen seiner Zeit stützt. Man nimmt ebenfalls an, dass die Lieder (Nunc Dimittis – Magnificat – Benedictus) nicht aus der Feder des Evangelisten selbst stammen, sondern eher aus der Täuferbewegung oder dem Gebetsschatz der Urkirche herrühren.

Inhalt und Theologie

Überblick

  • Proömium: 1,1-4
  • Die Vorgeschichte: 1,5-4,13
    • Empfängnis und Geburt Jesu und des Täufers
      („Kindheitsgeschichte Jesu“): 1,5-2,52
    • Vorbereitung des Wirkens Jesu
      (Taufe Jesu durch Johannes, Stammbaum, Versuchung Jesu): 3,1-4,13
  • 1. Teil: Jesu Wirken in Galiläa: 4,14-9,50 u.a.
    • Antrittspredigt in Nazareth: 4,16-30
    • Berufung der Jünger: 5,1-11
    • (galiläische) Streitgespräche: 5,17-6,11
    • „Feldrede“: 6,20-49
    • Wunder: 7,1-17
    • Worte über den Täufer: 7,18-35
    • Begegnung mit der Sünderin: 7,36-50
    • Gleichnisse und Wunder: 8,4-56
    • Die Aussendung der Zwölf: 9,1-10
  • 2. Teil: Auf dem Weg nach Jerusalem („Reisebericht“): 9,51-19,27
    • Aussendung der Siebzig: 10,1-16
    • Gleichnisse vom Verlorenen: 15
    • Zum Thema Reichtum: 16
    • Jüngerunterweisung: 17
  • 3. Teil: In Jerusalem: 19,28-24,53
    • Jesu messianisches Handeln: 19,28-21,4
    • Die eschatologische Rede: 21,5-36
    • Die Passion: 22; 23
    • Verkündigung der Auferweckung: 24,1-12
    • Erscheinungen: 24,13-35.36-49
    • Himmelfahrt: 24,50-53

Die Kindheitsgeschichte

Lukas bietet herausragende narrative Theologie, das heißt er betreibt Theologie, indem er erzählt, statt zu spekulieren. Er setzt das christliche Glaubensbekenntnis erzählerisch um und beginnt seine Erzählung vom Geheimnis der Gottessohnschaft mit einer Beschreibung der Geburt Jesu. Gerade in der Kindheitsgeschichte zeigt sich, wie außerordentlich gut Lukas erzählen konnte. Seine Quellen sind kunstvoll geordnet, so hat Lukas die Geburtsgeschichte des Johannes mit der von Jesus verzahnt und so angeordnet, dass Johannes ganz auf Jesus ausgerichtet ist und auf ihn hinweist. Es geht klar hervor, dass Jesus Johannes überflügelt.

Johannes predigt das Gericht und ruft zur Umkehr auf, während Jesus die gute Nachricht von der Gnade Gottes verkündet. Hier hat Lukas zwei Doppelbilder „gemalt“. Das eine zeigt die Geburtsankündigungen, das zweite die Geburten. Nach beiden Bildern findet man Meditationen über das Geschehene. Nach der Ankündigung der Geburten folgt der Besuch Marias bei Elisabeth. Nach der Geburt Jesu folgt das Zeugnis von Simeon und Hanna über Jesus und die Geschichte des 12-Jährigen im Tempel. Diese Bilder zeigen das Geheimnis des Neugeborenen.

Krankheit und Heilung bei Lukas

Wie oben dargelegt wurde Lukas auch als Arzt gesehen, weil er die ärztliche Sprache beherrscht. In keinem anderen Evangelium kommen so häufig die Wörter heilen und gesundmachen vor wie bei Lukas. Christus ist der Mensch, der Heil und Heilung bringt. Heilung bedeutet für Lukas die Herstellung der menschlichen Würde und Harmonie. Dies wird insbesondere deutlich, wenn man sich nur gerade die Heilungsgeschichten anschaut, die nur Lukas beschreibt: die des Wassersüchtigen und die der gekrümmten Frau. Beide dieser Heilungen finden am Sabbat statt, dem Tag, an dem sich Gott eigentlich von der Schöpfung ausruht. Jesus stellt also hier bildlich durch die Heilung wieder die Schöpfung her und vollendet das Werk des Vaters.

Gleichnisse Jesu

Lukas beherrscht nicht nur die Kunst, das therapeutische Wirken Jesu weiterzugeben; ebenso phänomenal beschreibt Lukas die Gleichnisse Jesu Christi. Lukas verdanken wir verschiedene wertvolle Überlieferungen, die sich in den anderen Evangelien nicht finden, darunter die Gleichnisse vom barmherzigen Samariter, vom verlorenen Sohn, vom klugen Verwalter, vom Pharisäer und Zöllner. Hier wird vor allem auffällig, wie schön und malerisch Lukas Jesus während des Erzählens der Gleichnisse beschreibt und wie Jesus sich in den Gleichnissen selbst portraitiert. In den lukanischen Sondergleichnissen benutzt der Autor seinen typischen griechischen Stil, besonders auffällig ist, wie oben erwähnt, der innere Monolog, ein Stilmittel, das vor allem in der antiken Romanliteratur und in griechischen Komödien zu finden war. Ebenso sind im Lukasevangelium auch Gleichnisse für die Frauenwelt zu finden. So gibt es neben dem Gleichnis vom verlorenen Schaf auch das Gleichnis von der verlorenen Drachme.

Jesus – Vorbild des Beters

Lukas hat Jesus auch wie kein anderer als Betenden beschrieben. Er betet immer wieder vor wichtigen Entscheidungen und zieht sich immer wieder an stille Orte zurück, um zum Vater zu beten. Man nimmt an, dass Lukas hier auch den Gläubigen den Weg und die Wichtigkeit des Betens nahebringen will. Lukas zeigt verschiedene Varianten des Gebetes, beispielsweise Jesu Gebet vor der Taufe (Lk 3,21 EU), Jesu Gebet nach der Heilung der Aussätzigen (Lk 5,16 EU) und das Gebet vor der Wahl seiner Jünger (Lk 6,12 EU).

Auferstehungsgeschichten

Als einziger Evangelist berichtet Lukas nicht nur von der Auferstehung, sondern auch von der Himmelfahrt Jesu Christi. Jesus ist vom Himmel herabgestiegen, um mit den Menschen zu wandern und mit uns unsere Wege zu gehen. In seinem Tod und seiner Himmelfahrt kehrt er nun wieder in den Himmel zurück, wo er zur Rechten des Vaters sitzt und für die Gläubigen eintritt. Es sind zwei Botschaften, die uns Lukas wohl darlegen will. Er möchte uns zeigen, dass Jesus nicht im Tod hat bleiben können, da er von Gott erfüllt und dessen Sohn ist. Zum andern wird durch die Himmelfahrt die Kontinuität des Wirkens Jesu zum Ausdruck gebracht. Jesus sendet den Menschen vom Himmel aus seinen Geist, der die Jünger antreibt, die Botschaft des Heils zu verkünden und den Menschen den Weg zum Leben zu zeigen.

Inhaltliche Schwerpunkte

Literatur in Auswahl

Allgemeines
  • Aland, Kurt u. a. (Hrsg.): Text und Textwert der griechischen Handschriften des Neuen Testaments. Bd. 4/3: Das Lukasevangelium. 2 Teilbände. de Gruyter, Berlin/New York 1999. 2. Aufl. 2003 (Teilbd. 1: Handschriftenliste und vergleichende Beschreibung. Arbeiten zur neutestamentlichen Textforschung 30. ISBN 3-11-016420-5; Teilband 2: Resultate der Kollation und Hauptliste sowie Ergänzungen. Arbeiten zur neutestamentlichen Textforschung 31. ISBN 3-11-016420-5)
  • Braumann, Georg (Hrsg.): Das Lukas-Evangelium. Die redaktions- und kompositionsgeschichtliche Forschung. Wege der Forschung 280. Wiss. Buchgesellschaft, Darmstadt 1974 ISBN 3-534-04944-6 (Aufsatzsammlung von wichtigen Beiträgen Mitte des 20.  Jh.)
  • Mills, Watson E.: The Gospel of Luke. Bibliographies for Biblical Research, New Testament Series 3. Mellen Biblical Press, Lewiston u. a. 1994 ISBN 0-7734-2385-0
  • Radl, Walter: Das Lukas-Evangelium. Erträge der Forschung 261. Wiss. Buchgesellschaft, Darmstadt 1988 (Forschungsüberblick)
  • Rese, M.: Das Lukas-Evangelium. Ein Forschungsbericht. In: ANRW II.25.3, Berlin 1985, S. 2258-2328

Kommentare

  • Bock, Darrell L.: Luke. Baker Exegetical Commentary on the New Testament 3A-B. Baker, Grand Rapids 1994-1996 (wichtiger Kommentar; 2148 Seiten)
  • Bovon, François: Das Evangelium nach Lukas. EKK. Zürich/Neukirchen-Vluyn 1989ff
  • Eckey, Wilfried: Das Lukasevangelium unter Berücksichtigung seiner Parallelen 2 Teilbände; Neukirchen-Vluyn 20062; Bd. 1: ISBN 3-7887-2041-7; Bd. 2: ISBN 3-7887-2043-3
  • Green, Joel B.: The Gospel of Luke. The New International Commentary on the New Testament. Eerdmans, Grand Rapids u. a. 1997 ISBN 0-8028-2315-7
  • Just, Arthur A. (Hrsg.): Ancient Christian Commentary on Scripture. New Testament. 3. Luke. InterVarsity Press, Chicago u. a. 2003
  • Klein, Hans: Das Lukasevangelium. KEK 1,3. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 10. Aufl. 2006 ISBN 3-525-51500-6
  • Kremer, Jacob: Lukasevangelium. Die neue Echter-Bibel 3. Echter-Verl., Würzburg 3. Aufl. 1992 ISBN 3-429-01178-7
  • Levine, Amy-Jill; Blickenstaff, Marianne (Hrsg.): A Feminist Companion to Luke. Feminist Companion to the New Testament and Early Christian Writings 3. Sheffield Academic Press, London u. a. 2002
  • Marshall, I. Howard: The Gospel of Luke. A Commentary on the Greek Text. The New International Greek Testament Commentary 3. Paternoster Press u. a., Exeter Reprint 1998 ISBN 0-8028-3512-0
  • Müller, Paul-Gerhard: Lukas-Evangelium. Stuttgarter kleiner Kommentar. NT N. F. 3. Verl. Kath. Bibelwerk, Stuttgart 5. Aufl. 1995 ISBN 3-460-15331-8 (knapp)
  • Nolland, John: Luke. Word Biblical Commentary 35A-C. 3 Bände. Word Books, Waco u. a. 1989-1993
  • Petzke, Gerd: Das Sondergut des Evangeliums nach Lukas. Zürcher Werkkommentare zur Bibel. Theol. Verl., Zürich 1990 ISBN 3-290-10090-1
  • Schmithals, Walter: Das Evangelium nach Lukas; Zürcher Bibelkommentare. Neues Testament 3.1; Zürich: TVZ, 1980
  • Schneider, Gerhard: Das Evangelium nach Lukas. Kapitel 1–10; Ökumenischer Taschenbuch-Kommentar 3/1; Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 19842
  • Schürmann, Heinz: Das Lukasevangelium. Herders theologischer Kommentar zum Neuen Testament 3. Herder, Freiburg i. Br. u. a.
  • Wolter, Michael: Das Lukasevangelium (HNT 5) Tübingen 2008. ISBN 3-16-149525-X

Historische Studien

  • Gregory, Andrew: The Reception of Luke and Acts in the Period before Irenaeus. Looking for Luke in the Second Century. WUNT  II/169. Mohr Siebeck, Tübingen 2003 ISBN 3-16-148086-4
  • Jung, Chang-Wook: The Original Language of the Lukan Infancy Narrative. JSNTSup 267. T. & T. Clark Intl., London 2004 ISBN 0-567-08205-9
  • Loveday, Alexander: The Preface to Luke’s Gospel. Literary Convention and Social Context in Luke 1.1-4 and Acts 1.1. MSSNTS 78. University Press, Cambridge u. a. 1993 ISBN 0-521-43444-0
  • Meiser, Martin: Lukas und die römische Staatsmacht. In: Michael Labahn, Jürgen Zangenberg (Hrsg.): Zwischen den Reichen: Neues Testament und Römische Herrschaft. Vorträge auf der Ersten Konferenz der European Association for Biblical Studies. Texte und Arbeiten zum neutestamentlichen Zeitalter 36. Francke, Tübingen/Basel 2002, S. 175-193.
  • Mittelstaedt, Alexander: Lukas als Historiker. Zur Datierung des lukanischen Doppelwerkes. Texte und Arbeiten zum neutestamentlichen Zeitalter 43. Francke, Tübingen 2006
  • Neyrey, Jerome H. (Hrsg.): The Social World of Luke-Acts. Models for Interpretation. Hendrickson, Peabody MA 2. Aufl. 1993 ISBN 0-943575-48-6 (sozialgeschichtlich)
  • Palmer Bonz, Marianne: The Past as Legacy. Luke-Acts and Ancient Epic. Fortress Press, Minneapolis 2000 ISBN 0-8006-3225-7
  • Pokorný, Petr: Der Evangelist Lukas als Interpret älterer Bekenntnistraditionen. Nachrichten der Akademie der Wissenschaften in Göttingen I. Philologisch-Historische Klasse 2004,1. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004
  • Reinmuth, Eckart: Pseudo-Philo und Lukas. Studien zum Liber Antiquitatum Biblicarum und seiner Bedeutung für die Interpretation des lukanischen Doppelwerks. WUNT 74. Mohr, Tübingen 1994 ISBN 3-16-146174-6
  • Rothschild, Clare K.: Luke-Acts and the Rhetoric of History. An Investigation of Early Christian Historiography. WUNT  II/175. Mohr Siebeck, Tübingen 2004
  • Shellard, Barbara: New Light on Luke. Its Purpose, Sources and Literary Context. JSNTSup 215. Sheffield Acad. Press, London u. a. 2002 ISBN 1-84127-236-1
  • Stegemann, Wolfgang: Zwischen Synagoge und Obrigkeit. Zur historischen Situation der lukanischen Christen. FRLANT 152. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1991 ISBN 3-525-53816-2 (sozialgeschichtlich)
  • Talbert, Charles H.: Reading Luke-Acts in Its Mediterranean Milieu. Supplements to Novum Testamentum 107. Brill, Leiden u. a. 2003 ISBN 90-04-12964-2
  • Ytterbrink, Maria: The Third Gospel for the First Time. Luke within the Context of Ancient Biography. Lund Univ., Lund 2004 ISBN 91-628-6066-6
Studien zur Theologie des Lukasevangeliums
  • Baum, Armin Daniel: Lukas als Historiker der letzten Jesusreise. Monographien und Studienbücher 379. Brockhaus, Wuppertal 1993 ISBN 3-417-29379-0
  • Bendemann, Reinhard von: Zwischen Doxa und Stauros: Eine exegetische Untersuchung der Texte des sogenannten Reiseberichts im Lukasevangelium. BZNW 101. de Gruyter, Berlin u. a. 2001 ISBN 3-11-016732-8
  • Bieberstein, Sabine: Verschwiegene Jüngerinnen – vergessene Zeuginnen. Gebrochene Konzepte im Lukasevangelium. Novum testamentum et orbis antiquus 38. Univ.-Verl. Freiburg (CH) u. a. 1998 ISBN 3-7278-1180-3 (feministische Exegese)
  • Bieringer, R.; Belle, G. van; Verheyden, J. (Hrsg.): Luke and His Readers. Festschrift A. Denaux. BEThL 182. Leuven Univ. Press u. a., Leuven u. a. 2005 ISBN 90-429-1561-7
  • Böhlemann, Peter: Jesus und der Täufer: Schlüssel zur Theologie und Ethik des Lukas. MSSNTS 99. Univ. Press, Cambridge u. a. 1997 ISBN 0-521-59421-9
  • Bormann, Lukas: Recht, Gerechtigkeit und Religion im Lukasevangelium. Studien zur Umwelt des Neuen Testaments 24. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001 ISBN 3-525-53378-0
  • Bovon, François: Lukas in neuer Sicht. Gesammelte Aufsätze. Biblisch-theologische Studien 8. Neukirchener Verl., Neukirchen-Vluyn 1985 ISBN 3-7887-0738-0
  • Braumann, Georg: Das Mittel der Zeit. Erwägungen zur Theologie des Lukasevangeliums, in: ZNW 54 (1963), S. 117-145
  • Bridge, Steven L.: “Where the Eagles are Gathered”. The Deliverance of the Elect in Lukan Eschatology. JSNTSup 240. Sheffield Academic Press, London u. a. 2003 ISBN 0-8264-6217-0
  • Burchard, Christoph: Der dreizehnte Zeuge. Traditions- und kompositionsgeschichtliche Untersuchungen zu Lukas' Darstellung der Frühzeit des Paulus. FRLANT 103. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1970
  • Coleridge, Mark: The Birth of the Lukan Narrative. Narrative as Christology in Luke 1-2. JSNTSup 88. JSOT Press, Sheffield 1993 ISBN 1-85075-447-0
  • Conzelmann, Hans: Die Mitte der Zeit. Studien zur Theologie des Lukas (1954). Beiträge zur historischen Theologie 17. Mohr, Tübingen 7. Aufl. 1993 ISBN 3-16-145946-6 (grundlegende Studie zur Theologie des LkEv)
  • Crump, David Michael: Jesus the Intercessor. Prayer and Christology in Luke-Acts. WUNT II/49. Mohr, Tübingen 1992 ISBN 3-16-145821-4
  • Diefenbach, Manfred: Die Komposition des Lukasevangeliums unter Berücksichtigung antiker Rhetorikelemente. Frankfurter theologische Studien 43. Knecht, Frankfurt  a. M. 1993 ISBN 3-7820-0667-4
  • Doble, Peter: The Paradox of Salvation. Luke’s Theology of the Cross. MSSNTS 87. University Press, Cambridge u. a. 1996 ISBN 0-521-55212-5
  • Ernst, Josef: Lukas – Ein theologisches Portrait. Patmos Verl., Düsseldorf 1985 ISBN 3-491-77627-9
  • Flender, Helmut: Heil und Geschichte in der Theologie des Lukas. BEvTh 41. Kaiser, München 1965
  • Fletcher-Louis, Crispin H. T.: Luke-Acts. Angels, Christology, and Soteriology. WUNT II/94. Mohr Siebeck, Tübingen 1997 ISBN 3-16-146764-7
  • Forbes, Greg W.: The God of Old. The Role of the Lukan Parables in the Purpose of Luke's Gospel. JSNTSup 198. Acad. Press, Sheffield 2000 ISBN 1-84127-131-4
  • Ganser-Kerperin, Heiner: Das Zeugnis des Tempels. Studien zur Bedeutung des Tempelmotivs im lukanischen Doppelwerk. Neutestamentliche Abhandlungen 36. Aschendorff, Münster 2000
  • Green, Joel B.: The Theology of the Gospel of Luke. New Testament Theology. Repr. Univ. Press, Cambridge u. a. 1997 ISBN 0-521-46529-X
  • Hagene, Sylvia: Zeiten der Wiederherstellung. Studien zur lukanischen Geschichtstheologie als Soteriologie. Neutestamentliche Abhandlungen 42. Aschendorff, Münster 2003
  • Heil, Christoph: Lukas und Q. Studien zur lukanischen Redaktion des Spruchevangeliums Q. BZNW 111. de Gruyter, Berlin/New York 2003
  • Heusler, Erika: Kapitalprozesse im lukanischen Doppelwerk. Die Verfahren gegen Jesus und Paulus in exegetischer und rechtshistorischer Analyse. Neutestamentliche Abhandlungen 38. Aschendorff, Münster 2000
  • Horn, Friedrich Wilhelm: Glaube und Handeln in der Theologie des Lukas. Göttinger theologische Arbeiten 26. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1983, 2. Aufl. 1986 ISBN 3-525-87377-8
  • Heininger, Bernhard: Metaphorik, Erzählstruktur und szenisch-dramatische Gestaltung in den Sondergutgleichnissen bei Lukas. Neutestamentliche Abhandlungen N. F. 24. Aschendorff, Münster 1991 ISBN 3-402-04772-1
  • Janzen, Anna: Der Friede im lukanischen Doppelwerk vor dem Hintergrund der Pax Romana. Europäische Hochschulschriften 23/752. Lang, Frankfurt a. M. u. a. 2002
  • Jeremias, Joachim: Die Sprache des Lukasevangeliums. Redaktion und Tradition im Nicht-Markusstoff des dritten Evangeliums. KEK Sonderband. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1980 ISBN 3-525-51619-3
  • Kimball, Charles A.: Jesus’ Exposition of the Old Testament in Luke’s Gospel. JSNTSup 94. JSOT Press, Sheffield 1994 ISBN 1-85075-464-0
  • Klein, Hans: Lukasstudien. FRLANT 209. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2005 ISBN 3-525-53073-0
  • Klinghardt, Matthias: Gesetz und Volk Gottes. Das lukanische Verständnis des Gesetzes nach Herkunft, Funktion und seinem Ort in der Geschichte des Urchristentums. WUNT  II/32. Mohr, Tübingen 1988 ISBN 3-16-145298-4
  • Korn, Manfred: Die Geschichte Jesu in veränderter Zeit. Studien zur bleibenden Bedeutung Jesu im lukanischen Doppelwerk. WUNT  II/51. Mohr, Tübingen 1993 ISBN 3-16-145893-1
  • Kügler, Joachim: Pharao und Christus? Religionsgeschichtliche Untersuchung zur Frage einer Verbindung zwischen altägyptischer Königstheologie und neutestamentlicher Christologie im Lukasevangelium. Bonner biblische Beiträge 113. PHILO, Bodenheim 1997 ISBN 3-8257-0072-0
  • Kurth, Christina: „Die Stimme der Propheten erfüllt“. Jesu Geschick und „die“ Juden nach der Darstellung des Lukas. BWANT 148. Kohlhammer, Stuttgart 2000
  • Lane, Thomas J.: Luke and the Gentile Mission. Gospel Anticipates Acts. European University Studies 23/571. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1996 ISBN 3-631-49999-X
  • März, Claus-Peter: Das Wort Gottes bei Lukas. Die lukanische Worttheologie als Frage an die neuere Lukasforschung. Erfurter Theologische Studien 11. St. Benno-Verlag, Leipzig 1974
  • Mayer, Edgar: Die Reiseerzählung des Lukas (Lk 9,51–19,10). Entscheidung in der Wüste. EHS 23/554. Lang, Frankfurt a. M. u. a. 1996 ISBN 3-631-49638-9
  • Méndez-Moratalla, Fernando: The Paradigm of Conversion in Luke. JSNTSup 252. T. & T. Clark Intl., London 2004 ISBN 0-8264-6982-5
  • Morgenthaler, Robert: Lukas und Quintilian: Rhetorik als Erzählkunst. Gotthelf-Verl., Zürich 1993 ISBN 3-85706-280-0
  • Müller, Christoph Gregor: Mehr als ein Prophet. Die Charakterzeichnung Johannes des Täufers im lukanischen Erzählwerk. Herders biblische Studien 31. Herder, Freiburg  i. Br. u. a. 2001 ISBN 3-451-27622-4
  • O’Toole, Robert F.: Luke’s Presentation of Jesus. A Christology. Subsidia biblica 25. Ed. Pontificio Istituto Biblico, Roma 2004 ISBN 88-7653-625-6
  • Peterson, Erik: Lukasevangelium und Synoptica. Ausgewählte Schriften 5. Hrsg. von Reinhard von Bendemann. Echter, Würzburg 2005 ISBN 3-429-02747-0
  • Prieur, Alexander: Die Verkündigung der Gottesherrschaft. Exegetische Studien zum lukanischen Verständnis von basileia tu theu. WUNT  II/89. Mohr, Tübingen 1996 ISBN 3-16-146574-1
  • Radl, Walter: Der Ursprung Jesu. Traditionsgeschichtliche Untersuchungen zu Lukas 1-2. Herders biblische Studien 7. Herder, Freiburg  i. Br. u. a. 1996 ISBN 3-451-23940-X
  • Ravens, David: Luke and the Restoration of Israel. JSNTSup 119. Academic Press, Sheffield 1995 ISBN 1-85075-565-5
  • Rusam, Dietrich: Das Alte Testament bei Lukas. BZNW 112. de Gruyter, Berlin/New York 2003 ISBN 3-11-017524-X
  • Sánchez, Héctor: Das lukanische Geschichtswerk im Spiegel heilsgeschichtlicher Übergänge. Paderborner Theologisches Studien 29. Schöningh, Paderborn u. a. 2002
  • Scheffler, Eben: Suffering in Luke’s Gospel. AThANT 81. Theol. Verl., Zürich 1993 ISBN 3-290-10921-6
  • Schneider, Gerhard: Lukas, Theologe der Heilsgeschichte. Aufsätze zum lukanischen Doppelwerk. Bonner Biblische Beiträge 59. Hanstein, Königstein i. Ts. 1985 ISBN 3-7756-1073-1
  • Squires, John T.: The Plan of God in Luke-Acts. MSSNTS 76. Univ. Press, Cambridge u. a. 1993 ISBN 0-521-43175-1
  • Tucker, Jeffrey T.: Example Stories. Perspectives on Four Parables in the Gospel of Luke. JSNTSup 162. Academic Press, Sheffield 1998 ISBN 1-85075-897-2
  • Weissenrieder, Annette: Images of Illness in the Gospel of Luke. Insights of Ancient Medical Texts. WUNT  II/164. Mohr Siebeck, Tübingen 2003 ISBN 3-16-147915-7

Der Heilige Geist als Schwerpunktthema des LkEv

  • Hur, Ju: Dynamic Reading of the Holy Spirit in Luke-Acts. JSNTSup 211. Academic Press, Sheffield 2001
  • Kim, Hee-Seong: Die Geisttaufe des Messias. Eine kompositionsgeschichtliche Untersuchung zu einem Leitmotiv des lukanischen Doppelwerks. Ein Beitrag zur Theologie und Intention des Lukas. Studien zur klassischen Philologie 81. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1993 ISBN 3-631-45484-8
  • Menzies, Robert P.: Empowered for Witness. The Spirit in Luke-Acts. Journal of Pentecostal Theology. Supplement Series 6. Academic Press, Sheffield Rev. ed. 1994 ISBN 1-85075-721-6
  • Wenk, Matthias: Community Forming Power. The Socio-Ethical Role of the Spirit in Luke-Acts. Journal of Pentecostal Theology. Supplement Series 19. Academic Press, Sheffield 2000
  • Woods, Edward J.: The “Finger of God” and Pneumatology in Luke-Acts. JSNTSup 205. Academic Press, Sheffield 2001

Geld und Besitz, Armut und Reichtum als Schwerpunktthema des LkEv

  • Gradl, Hans-Georg: Zwischen Arm und Reich. Das lukanische Doppelwerk in leserorientierter und textpragmatischer Perspektive. Forschung zur Bibel 107. Echter, Würzburg 2005
  • Held, Heinz Joachim: Den Reichen wird das Evangelium gepredigt. Die sozialen Zumutungen des Glaubens im Lukasevangelium und in der Apostelgeschichte. Neukirchener, Neukirchen-Vluyn 1997 ISBN 3-7887-1641-X
  • Krüger, René: Gott oder Mammon. Das Lukasevangelium und die Ökonomie. Ed. Exodus, Luzern 1997 ISBN 3-905577-19-4
  • Mineshige, Kiyoshi: Besitzverzicht und Almosen bei Lukas. Wesen und Forderung des lukanischen Vermögensethos. WUNT  II/163. Mohr Siebeck, Tübingen 2003 ISBN 3-16-148078-3
  • Petracca, Vincenzo: Gott oder das Geld. Die Besitzethik des Lukas. Texte und Arbeiten zum neutestamentlichen Zeitalter 39. Francke, Tübingen u. a. 2003 ISBN 3-7720-2831-4
  • Stettberger, Herbert: Nichts haben – alles geben? Eine kognitiv-linguistisch orientierte Studie zur Besitzethik im lukanischen Doppelwerk. Herders biblische Studien 45. Herder, Freiburg  i.  Br. u. a. 2005
  • Varkey, Saji: Den Armen gehört das Reich Gottes. Lukanische Impulse für eine Dalit-Theologie. Theologische Studien. Shaker, Aachen 2001 ISBN 3-8265-9525-4
Allgemeinverständlich und anwendungsorientiert
  • Dillmann, Rainer: Das Lukas-Evangelium. Ein Kommentar für die Praxis. Kath. Bibelwerk, Stuttgart 2000 ISBN 3-460-33126-7
  • Johne, Karin: Die Kraft des Glaubens. Meditationen zum Lukasevangelium. TOPOS-plus-Tb. 332. Verl. Styria, Graz u. a. 2000 ISBN 3-7867-8332-2
  • Kosch, Daniel; Schäfer, Brigitte; Zanetti, Claudia: Jesus im Alltag begegnen. Lebenssinn und Lebensstil nach Lukas. Kath. Bibelwerk, Stuttgart 2001 ISBN 3-460-08501-0
  • Maier, Gerhard: Lukas-Evangelium. 2 Bde. Edition C Bibelkommentare 4/5. 1991-1992 (Bd. 1, 1991: ISBN 3-7751-1614-1; Bd. 2, 1992: ISBN 3-7751-1785-7) (allgemeinverständlich, anwendungsorientiert)
  • Rienecker, Fritz: Das Evangelium des Lukas. Wuppertaler Studienbibel. NT 3. Brockhaus, Wuppertal 1994 (allgemeinverständlich, anwendungsorientiert)
  • Schweizer, Eduard: Das Evangelium nach Lukas. Das Neue Testament deutsch 3. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 20. Aufl. (3. Aufl. der Neubearb.) 1993 ISBN 3-525-51362-3 (allgemeinverständlich)
  • Venetz, Hermann-Josef: Der Evangelist des Alltags. Streifzüge durch das Lukasevangelium. Paulusverlag, Freiburg (CH) 2000 ISBN 3-7228-0499-X
  • Wilkes, André: Lukas für Teens. Das Evangelium – erfrischend neu erzählt. Oncken, Wuppertal u. a. 2004 ISBN 3-7893-8057-1

Einzelnachweise

  1. Josef Ernst: Lukas. Ein theologisches Portrait; Düsseldorf: Patmos, 19912; ISBN 3-491-77627-9
  2. Paul-Gerhard Müller: Lukas-Evangelium; Stuttgarter kleiner Kommentar. Neues Testament N. F., 3; Stuttgart: Katholisches Bibelwerk, 19955; ISBN 3-460-15331-8; S. 20.
  3. Ingo Broer, Einleitung in das Neue Testament, Würzburg 2006, S. 137
  4. So z.B. Donald A. Carson, Douglas J. Moo: Einleitung in das Neue Testament. Brunnen, Gießen 2010 (engl. 2.Aufl. 2005), S.247: „die frühen 60er Jahre“; John A. T. Robinson: Wann entstand das Neue Testament? Bonifatius, Paderborn und R. Brockhaus, Wuppertal 1986 (engl. 4.Aufl. 1981), S. 363: ca. „57-60“; Gerhard Hörster: Bibelkunde und Einleitung in das Neue Testament. R. Brockhaus, Wuppertal 1998, S. 94: „Mitte der 60er Jahre“. Erich Mauerhofer: Einleitung in die Schriften des Neuen Testaments. Bd.1, Hänssler, Neuhausen-Stuttgart, 2.Aufl. 1997, S. 169: „57-59 … oder ganz kurz danach“; Karl Jaroš: Das Neue Testament und seine Autoren. Eine Einführung. Böhlau, Köln u.a. 2008, S. 99: „Ende der 50er Jahre“.
  5. Etwa in seinem Klassiker Die Mission und Ausbreitung des Christentums in den ersten drei Jahrhunderten. Leipzig, 4.Aufl. 1924, S. 89, 554.
  6. Alexander Mittelstaedt: Lukas als Historiker

Weblinks

 Commons: Evangelium nach Lukas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Das Lukasevangelium im Internet lesen oder anhören

 Wikisource: Lutherbibel von 1522 – Quellen und Volltexte

Übersichten und weiterführende Darlegungen


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