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Esra Atja

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Esra Atja

Raw Esra Atja (geb. 1881[1] in Aleppo; gest. 1970[2] in Jerusalem) war einer der bedeutendsten sefardischen Tora-Gelehrten des 20. Jahrhunderts und jahrzehntelang Rosch Jeschiwat Porat Josef unmittelbar neben der Kotel in Jerusalem. Zu seinen berühmtesten Studenten zählen Ovadia Josef, Mordechai Elijahu, Ben Zion Abba Schaul und Jitzchak Kadouri.

Geboren in Aleppo, zog er im Jahr 1905 zusammen mit seinen Eltern und Brüdern nach Erez Jisrael, wo sie sich in Jerusalem niederliessen und der Vater bald starb. Die Familie lebte zunächst in grosser Armut.

Esra Atja lernte in der von Raw Esra Harari-Raful gegründeten Jeschiwat Ohel Mo'ed, wo sich insbesondere Raw Awraham Adess seiner annahm.

Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs flüchtete Esra Atja, nachdem er zunächst eine Zeit lang versteckt gelebt hatte, nach Ägypten, um der Gefahr zu entgehen, in das türkische Militär eingezogen zu werden. In Kairo gründete er eine Jeschiwa für junge Bachurim unter dem Namen "Ahawa We'achwa" und hatte damit grossen Erfolg, die Jugendlichen strömten ihm nur so zu. Er diente auch im Bet Din der Stadt als Dajan.

Im Jahr 1919, als der Krieg zu Ende war und die Briten in Erez Jisrael an die Macht kamen, kehrte Raw Esra gemeinsam mit anderen Flüchtlingen nach Erez Jisrael zurück und lernte weiter an der Jeschiwa Ohel Mo'ed bis 1923, als die Jeschiwa Porat Josef die Jeschiwa Ohel Mo'ed komplett bei sich aufnahm.

Rosch Jeschiwat Porat Josef war Schlomo Laniado bis zu seinem Tod 1929. Raw Esra Atja folgte Schlomo Laniado im Amt nach und war Rosch Jeschiwat Porat Josef bis zu seinem eigenen Tod im Jahr 1970.

Er war eine ausserordentliche Tora-Persönlichkeit und hob die sefardische Gemeinschaft auf eine hohe Stufe. Für die hervorragende Art, wie er seine Schiurim aufbaute, war er überall bekannt. Ausser seinen Schülern folgten regelmässig Menschen aus ganz Jerusalem seinen Lehrvorträgen, die er im Frage-Antwort-Stil gestaltete.

Ein Teil seiner Werke wurde vernichtet, als die Jordanier und Araber 1947 die Jeschiwa zerstörten und ihm seine Schriften aus den Händen rissen.

Bei seiner Beerdigung hielten viele verschiedene Gedolei Hador einen Hesped und Tausende begleiteten ihn zu seiner Ruhestätte.

Einzelnachweise

  1. Im Jahr 5641
  2. Niftar am 19. Ijar 5730

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