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Else Keren

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Else Keren (geborene Schächter; geb. in Czernowitz; gest. 29. Mai 1995 in Ramat Gan), Schriftstellerin.

Besuchte die Volks- und Mittelschule in Czernowitz. Eine weitere Ausbildung war nach der Besetzung von Czernowitz durch rumänische und deutsche Truppen (1941) nicht mehr möglich. Else Keren bildete sich im Selbststudium fort. 1945 verließ die Familie Czernowitz. Nach zweijährigem Aufenthalt in Bukarest und Kontakten zu zionistischen Kreisen gelang es Else Keren, nach Paris auszuwandern. Dort begann sie Französisch und Englisch zu studieren, malte und zeichnete. Bekanntschaft und Freundschaft mit Paul Celan. Im Dezember 1949 unternahm sie eine Gesellschaftsreise nach Israel und kehrte nicht mehr nach Frankreich zurück. Seit 1979 veröffentlichte sie regelmäßig literarische Beiträge in verschiedenen Zeitungen in Israel und im Ausland: "Die Stimme" (Tel Aviv), "Israel Nachrichten", "Lynkeus" (Wien), "Silhouette" (Berlin), "Mnemosyne" (Klagenfurt) u. a. In "Czernowitz" und "Bukowina" (Czernowitz), beides Zeitschriften in ukrainischer Sprache, erschienen Gedichte von Else Keren in ukrainischer Übersetzung. Sie war Mitglied des Verbandes deutschsprachiger Schriftsteller in Israel und der Deutschen-Haiku-Gesellschaft. Während des Golfkrieges 1991, der die Erinnerung an die Verfolgung und Shoa in der Bukowina aktuell wachrief und sie seelisch stark belastete, verfasste sie ein literarisches Tagebuch und Gedichte (unveröffentlicht).