Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

Eisen(III)-oxid

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Eisen(III)-oxid
__ Fe3+      __ O2−
Allgemeines
Name Eisen(III)-oxid
Andere Namen
  • Hämatit (Mineral)
  • rotes Eisenoxid
  • Dieisentrioxid
  • Eisensequioxid
  • Purpurerz/Kiesabbrand, Rückstand Schwefelsäuregewinnung aus Pyrit
  • E 172
Verhältnisformel Fe2O3
CAS-Nummer 1309-37-1
Kurzbeschreibung

rote bis schwarze Kristalle[1]

Eigenschaften
Molare Masse 159,70 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,24 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

1565 °C[2]

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [3]
MAK

1,5 mg·m−3 (Aerosolanteil)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche nicht möglich

Eisen(III)-oxid ist ein stabiles Oxid des Eisens. Es ist unter anderem ein Bestandteil des Rostes und verursacht dessen Farbe.

Herstellung

Es ist möglich, rotes Eisenoxid unter anderem durch Brennen von Eisen(III)-oxidhydroxid zu gewinnen. Dabei wird gelbes Eisenoxid auf über 200 °C erhitzt, wobei sich Wasserdampf bildet.

\mathrm{2 \ FeO(OH)  \ \xrightarrow{\Delta} \ Fe_2O_3 \ + \ H_2O}

Bedeutung und Verwendung

Eisen(III)-oxid, reines Pulver

Eisen(III)-oxid wird als Pigment verwendet und als Eisenoxidrot bezeichnet. Der Farbton variiert dabei etwa zwischen rotorange und tiefrot;[4] auch ist es Hauptbestandteil der natürlichen roten Erden.

Als magnetisierbares Material wird Eisen(III)-oxid als Aufzeichnungsschicht für Tonbänder verwendet. Eisen(III)-oxid ist außerdem Bestandteil von superparamagnetischen Eisenoxid-Nanoteilchen, die in der Magnetresonanztomographie und besonders der molekularen Bildgebung als Kontrastmittel Verwendung finden.

Es wird außerdem beim Thermitverfahren in Verbindung mit Aluminium verwendet:

\mathrm{2 \ Al + Fe_2O_3 \rightarrow 2 \ Fe + Al_2O_3}
Elementares Aluminium setzt sich mit Eisen(III)-oxid zu elementarem Eisen und Aluminium(III)-oxid um.

In der frühen Neuzeit wurde es auch durch Destillation von Eisensulfat (grünem Vitriol) gewonnen (caput mortuum, Totenhaupt) und als rote Malerfarbe verwendet.[5]

Vorkommen

Eisen(III)-oxid kommt als Mineral in der Natur in zwei Modifikationen vor:

  • Hämatit (Blutstein) Fe2O3, trigonales Kristallsystem
  • Maghemit (Maghämit) Fe2O3, kubisches Kristallsystem

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Eisen(III)-oxid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Eisenoxide. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 10. November 2014.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Eintrag zu Eisen(III)-oxid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 3. August 2007 (JavaScript erforderlich).
  3. 3,0 3,1 Datenblatt Iron(III) oxide bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 29. März 2011 (PDF).
  4. etwa DIN 6164 6 bis 8 Kurt Wehlte: Werkstoffe und Techniken der Malerei. Otto Maier, Ravensburg 1967, ISBN 3-473-48359-1 (früher: ISBN 3-473-61157-3) S. 113.
  5. Heinrich Schönemann: Aus der Geschichte der Chemie: Von den Vitriolen zur Schwefelsäure


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Eisen(III)-oxid aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.