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Dolph Lundgren

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Dolph Lundgren im Jahr 2012

Dolph Lundgren (* 3. November 1957 in Stockholm als Hans Lundgren) ist ein schwedischer Kyokushin-Meister sowie Schauspieler und Regisseur von Actionfilmen.

Leben

Frühe Jahre

Dolph Lundgren ist der Sohn des Ingenieurs Karl Johan Hugo Lundgren und der Sprachlehrerin Sigrid Birgitta (geb. Tjerneld). Er wuchs gemeinsam mit zwei Schwestern und einem Bruder im Stockholmer Stadtteil Spånga-Tensta auf. Laut eigenen Angaben wurde Lundgren von seinem Vater regelmäßig misshandelt.[1] Seine Jugend verbrachte er mit seinen Großeltern in Nyland außerhalb Kramfors.

Er besuchte die Königlich Technische Hochschule Stockholm, an der er zum Chemieingenieur graduierte. Es folgten mehrere Aufenthalte im Ausland. Lundgren erhielt Gast-Stipendien für die Washington State University, die Clemson University in South Carolina und 1982 ein Stipendium für die Universität von Sydney, an der er seinen Masterabschluss in Chemieingenieurwesen erreichte. Im darauf folgenden Jahr erhielt er ein Fulbright-Stipendium für das Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge. Nach dem Studium arbeitete der 1,95 Meter große Lundgren in New York als Türsteher im Nachtclub The Limelight, in dem er die Schauspielerin und Sängerin Grace Jones kennenlernte. Sie engagierte den Schweden als Leibwächter, und wenig später begannen die beiden eine Beziehung. Im Jahr 1985 verhalf Grace Jones Lundgren zu einem kleinen Auftritt im Film James Bond 007 – Im Angesicht des Todes.[2]

Sportliche Erfolge

In seiner Jugend spielte Lundgren Eishockey und begann im Alter von 16 Jahren mit Judo. Ein Jahr später wechselte er zum Karate, nach eigener Aussage, um eine größere körperliche Distanz zum Gegner zu haben. Zunächst übte er den traditionellen Stil Gōjū-Ryū aus, bevor er seinen Trainingsschwerpunkt auf das härtere Kyokushin Kaikan verlegte. 1979 nahm Lundgren, damals erst Träger des grünen Gürtels, am zweiten World Open Karate Tournament in Tokio teil.

Zu Beginn der 1980er-Jahre begann seine Siegesserie im Kyokushin-Karate: Lundgren gewann sowohl 1980 als auch 1981 die British Open in der Schwergewichtsklasse, im Jahr 1982 folgte ein Sieg bei den Australian Open. Während seiner Studienzeit in Sydney führte Lundgren zudem einen eigenen Karate-Club und arbeitete gemeinsam mit seinem besten Freund, einem weiteren Karateschüler, als Sicherheitswächter bei Konzerten.

Dolph Lundgren trainierte über die Jahre hinweg regelmäßig mit seinem Freund und Lehrer Shihan Brian Fitkin und erreichte im Jahr 1998 bei einer Prüfung in seinem früheren Dōjō in Stockholm den dritten Dan. Außerdem nahm er an drei Weltmeisterschaften teil und engagiert sich in seiner Wahlheimat Spanien für Kyokushin-Karate.[3][4]

Am 10. Juni 2007 trat er in Russland bei einem Boxkampf gegen den Schauspieler und Mixed-Martial-Arts-Kämpfer der Ultimate Fighting Championship, Oleg Taktarow, an. Taktarow gewann den Fünf-Runden-Kampf knapp nach Punkten.

Karriere beim Film

Lundgren im Jahr 1990
Dolph Lundgren bei der Pressekonferenz zu The Expendables 2 an der San Diego Comic-Con International 2012

Lundgren bewarb sich 1985 für die Rolle des sowjetischen Boxers Ivan Drago in dem Spielfilm Rocky IV – Der Kampf des Jahrhunderts und wurde zunächst abgelehnt. Erst als er dem Regisseur und Hauptdarsteller Sylvester Stallone ein Foto von sich schickte, um sich persönlich zu bewerben, erhielt er die Zusage. Beim Dreh des Boxkampfes verletzte sich Stallone an Kopf und Brust und musste in die Notaufnahme gebracht werden, nachdem er mehrere Male schwer von Lundgren getroffen worden war.[5] Der martialische Auftritt verhalf ihm zu neuer Popularität als Filmstar und die Figur des Ivan Drago erfreut sich in Fankreisen des Rocky-Franchises noch heute großer Beliebtheit.

In den darauf folgenden Jahren spielte er in mehreren Actionfilmen mit, beginnend mit der Hauptrolle als He-Man in Masters of the Universe. In Red Scorpion porträtierte Lundgren einen sowjetischen Spezialagenten. Es folgten weitere Filme, die aufgrund ihrer expliziten Gewaltdarstellungen höhere Altersfreigaben erhielten oder indiziert wurden, wie etwa The Punisher, Dark Angel oder Showdown in Little Tokyo. Ein weiterer Erfolg war Lundgrens Auftritt als reanimierter Soldat Andrew Scott in dem Film Universal Soldier des Regisseurs Roland Emmerich.

Im Verlauf der 1990er-Jahre folgten zahlreiche weitere Actionfilme wie Silent Trigger und The Sweeper – Land Mines, die überwiegend negative Kritiken erhielten und heute als „B-Movies“ eingestuft werden. Im neuen Jahrtausend spielte Lundgren unter der Regie von Sidney J. Furie in Detention – Die Lektion heißt Überleben! und Direct Action. Außerdem führte er von 2004 bis zuletzt 2021 bei insgesamt sieben Filmen selber Regie und spielte jeweils auch selber die Hauptrolle. Diese wurden meist direkt als DVD veröffentlicht.

2010 wirkte Lundgren als Co-Moderator am Melodifestivalen mit, dem schwedischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest.

Des Weiteren spielt er 2010 die Rolle des psychisch labilen Söldners Gunnar Jensen in Sylvester Stallones Expendables-Franchise. Der erste Teil The Expendables verhalf ihm zu einem Comeback als Kino-Darsteller an der Seite von Jet Li und Jason Statham. 2012 folgte The Expendables 2, in welchem Lundgren als Jensen diverse Referenzen zu seinem echten Leben macht.

Bei Battle of the Damned aus dem Jahr 2013 übernahm er erstmals eine Rolle in einem Zombiefilm. Es folgten vor allem weitere B-Actionfilme, die direkt für den Videomarkt produziert wurden, gelegentlich unterbrochen von Kinoauftritten wie 2018 in Aquaman und Creed II – Rocky’s Legacy.

In deutschen Synchronfassungen wird er überwiegend von Manfred Lehmann gesprochen.

Sonstiges

Lundgren spricht Schwedisch und Englisch und verfügt außerdem über Kenntnisse in Deutsch, Spanisch, Japanisch und Französisch.[6]

Nach Beziehungen mit der Sängerin Grace Jones und dem Model Paula Barbieri in den 1980er-Jahren heiratete Dolph Lundgren 1994 Anette Qviberg, mit der er zwei Töchter hat. Die Familie lebte zwölf Jahre in Marbella in Spanien.[7] Mittlerweile sind Lundgren und Qviberg getrennt.

Lundgren ist Autor des Fitness-Handbuches Fit Forever, das in Schweden veröffentlicht wurde.

Dolph Lundgren unterstützt die Arbeit von CAST (Coalition to Abolish Slavery and Human Trafficking).[1]

Im Musikvideo „Believer“ der Band Imagine Dragons hat Lundgren einen Gastauftritt als Boxer.[8]

Dolph-Lundgren-Stipendium

Im Jahr 2009 wurde an Lundgrens ehemaligem Gymnasium in Kramfors ein „Dolph-Lundgren-Stipendium“ eingeführt. Das Stipendium in Höhe von 25.000 SEK wird an Schüler mit guten Abschlüssen vergeben. Lundgren selbst ging in die Annalen der Ådalsskolan ein, als er das Gymnasium als erster Schüler mit der höchstmöglichen Punktzahl absolvierte.[9]

Filmografie

Weblinks

 Commons: Dolph Lundgren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 TEDx Talks: Dolph Lundgren | On healing and forgiveness | TEDxFulbrightSantaMonica. 28. Oktober 2015, abgerufen am 15. Juli 2018.
  2. Digitalvd.de: Biografie zu Dolph Lundgren (Memento vom 2. April 2013 im Internet Archive)
  3. Wettkampfbilanzen aller Mitglieder des Stockholms Kyokushin Karate Clubs (Memento vom 20. Februar 2008 im Internet Archive)
  4. Official Dolph Lundgren Website – About: Karate (Memento vom 17. Oktober 2012 im Internet Archive)
  5. Moviejones.de: Sylvester Stallone schwer verletzt (Memento vom 28. April 2014 im Internet Archive) (Bericht vom 6. Januar 2010)
  6. Bereitsgesehen.de: 25 famose Dolph Lundgren Fakten (Memento vom 3. September 2010 im Internet Archive)
  7. Monstersandcritics.de: Dolph Lundgren – ‘Ich schaue nicht zurück’ (Memento vom 22. Mai 2012 im Internet Archive)
  8. Sänger Dan Reynolds verarbeitet in dem Track auch seine schwere Erkrankung. 15. März 2017, abgerufen am 3. September 2017.
  9. Dolph Lundgrenstipendiet inrättat. Schwedisch. Online auf Allehanda.se vom 29. April 2009.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Dolph Lundgren aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.