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Diskussion:Leon Leyson

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Text aus dem tachles-Newsletter vom 16.1.2013:

"In Whittier in Südkalifornien ist Leon Leyson an den Folgen einer schweren Krankheit verstorben. Leyson war der jüngste der 1100 Juden, die der Industrielle Oskar Schindler vor dem Zugriff der Nazis gerettet hatte. Als die Deutschen 1939 nach Polen eingedrungen waren, war Leyson noch keine zehn Jahre alt. Sechs Monate später wurde seine Familie in das Ghetto von Krakow geschickt, wo Leyson eine ganze Reihe von Massenexekutionen und Deportationen überlebte. Er verlor zwei Brüder im Holocaust. Die Rettung kam, als Schindler den damals 13jährigen auf die Liste der Leute nahm, deren Arbeit in seinem Betrieb er als notwendig deklarierte. Leyson war damals so klein, dass er auf einer Kiste stehen musste, um die Maschinen bedienen zu können. Als der Hunger ihn zu schwächen begann, verdoppelte Schindler seine Ration. Er setzte auch Leysons Mutter und überlebende Geschwister auf seine Liste. Leon Leyson, von Schindler «kleiner Leyson» genannt, emigrierte 1949 in die USA, wo er 39 Jahre lang an einer Schule unterrichtete. «Ich habe mein Leben nicht im Schatten des Holocausts gelebt», sagte der Verstorbene in einem Interview im Jahre 1997. «Ich habe meinen Kindern kein Legat der Furcht hinterlassen, sondern ein Legat der Freiheit.» Nach der Verbreitung des Films «Schindlers Liste» baute der an sich publizitätsscheue sich eine zweite Karriere als Redner auf, die ihn durch die ganzen USA und Kanada führte. Seine Spezialität bestand nach der Erinnerung einer seiner Freunde darin, immer frei zu sprechen und die gleiche Rede nie zweimal zu halten."