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Diskussion:Harold M. Schulweis

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tachles-Newsletter vom 2.1.2015:

Als Gelehrter, Autor und Aktivist weithin verehrt, hatte Rabbiner Harold M. Schulweis auch für unscheinbare Zeitgenossen ein offenes Ohr. So brachte ihn 1966 die Zufallsbegegnung mit einem Hotelbediensteten in San Francisco auf den Gedanken eine Stiftung zum Andenken an Christen zu gründen, die während des Holocaust Juden gerettet hatten. Sein Gesprächspartner gehörte zu jenen Überlebenden. Aus der Initiative wurde die bis heute wirkende «Jewish Foundation for the Righteous» (https://jfr.org).

Daneben gründete Schulweis die Menschenrechtsorganisation Jewish World Watch (http://www.jewishworldwatch.org) und die Hungerhilfe Mazon (http://mazon.org).

Schulweis ist am 18. Dezember in seiner kalifornischen Heimatstadt Reseda einem Herzversagen erlegen. Er war im April 1925 in der Bronx als Sohn eines Redakteurs beim jiddischen «Forward» geboren worden. Seine Grossvater mütterlicherseits war Rabbiner und brachte ihm den jüdischen Glauben nahe. Schulweis studierte an der Yeshiva University und am Jewish Theological Seminary Theologie und Philosophie, wo der legendäre Geistliche und Denker Abraham Heschel zu seinen Lehrern zählte.

Dessen Einfluss hat Schulweis in seinem lebenslangen Engagement für Bürger- und Menschenrechte bestärkt. So gehörte er nach seinem Umzug an die Westküste dem Vorstand der dortigen, afroamerikanischen Bürgerrechtsorganisation NAACP an. Der konservativen Bewegung verpflichtet, leitete Schulweis 1952-1970 die Gemeinde Beth Abraham in Oakland, ehe er die Valley Beth Shalom Synagoge in Encino übernahm. Diese zählt heute nicht zuletzt dank der Anziehungskraft von Schulweis rund 10.000 Mitglieder.

Trotz seines akademischen Kalibers, war Rabbiner Schulweis keineswegs weltfremd. So beriet der die populäre TV-Serie «The Simpsons» bei einer Episode um den Clown Krusty. Dabei sühnt sich das Idol Bart Simpsons mit seinem Vater aus, einem Rabbiner

Michael Kühntopf (Diskussion) 23:20, 2. Jan. 2015 (CET)