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Demetrios von Phaleron

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Demetrios von Phaleron (Demetrios Phalereus) (geb. um 350 v. Chr.; gest. um 280 v. Chr.[1]) war ein antiker griechischer Philosoph und Politiker.

Leben

Er wurde in niedrigem Stand um 345 v. Chr. geboren, war Schüler des Theophrastos von Eresos und gewann in Athen als Redner so großen Einfluss, dass ihn König Kassander 318 v. Chr. an die Spitze der Verwaltung der Stadt erhob. Seine zehnjährige Verwaltung war die glücklichste Periode in der späteren athenischen Geschichte, was die Athener dadurch anerkannten, dass sie ihm 360 Statuen – so viele, wie sie Tage im Jahr zählten – errichteten. Als 307 v. Chr. Demetrios Poliorketes gegen Athen rückte, ging Demetrios von Phaleron, von den wankelmütigen Athenern zum Tod verurteilt, nach Alexandria, wo er, von Ptolemaios I. ehrenvoll aufgenommen, diesen bei der Errichtung der Bibliothek unterstützte. Dessen Nachfolger Ptolemaios II. Philadelphos schickte ihn jedoch nach Oberägypten ins Exil, wo er nach 283 v. Chr. angeblich am Biss einer Schlange starb.

Demetrios gehörte als Philosoph zur peripatetischen Schule und hinterließ zahlreiche Schriften, von denen aber keine bis in die Neuzeit erhalten blieb. Das Werk "Über den Ausdruck", das sich mit Rhetorik beschäftigt, wird ihm zwar gelegentlich zugeschrieben; wahrscheinlicher ist jedoch, dass es vom Sophisten Demetrios aus Alexandria stammt, der zur Zeit Mark Aurels Herrschaft lebte (herausgegeben u.a. im 9. Teil der "Rhetores graeci" von Walz, Stuttgart 1836). Vgl. Ostermann, De Demetrii Phalerei vita etc. (2 Tle., Hersfeld 1847 u. Fulda 1857).

Seinem Lehrer, der Philosoph und Botaniker Theophrastos von Eresos schenkte er einen Garten, der auch ein Heiligtum und eine Bibliothek beinhaltet.[2]. Dieser liegt heute im Nationalgarten in Athen.

Sein Heimatort Phaleron in der Nähe Athens existiert bis heute als Paleo Faliro ("Alt Phaleron").


Meyers Konversationslexikons logo.png Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist.

Quelle

Eine Kurzbiographie über ihn hatte Diogenes Laertios im fünften Buch (Zeilen 75-85) seiner Leben und Lehren berühmter Philosophen verfasst.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Alfred Gudemann, Grundriss der Geschichte der klassischen Philologie. Leipzig: B.G. Teubner, 1909, p. 25.
  2. Hans Rupprecht Goette, Jürgen Hammerstaedt: Das antike Athen: ein literarischer Stadtführer. Beck, München 2004, ISBN 3-406-51665-3, S. 215.

Weblinks


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