Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

David Halperin

Aus Jewiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

David M. Halperin (* 2. April 1952) ist Professor für englische Literatur an der University of Michigan in Ann Arbor, USA, und an der School of Sociology an der University of New South Wales, Sydney, Australien.

Arbeit

Halperin arbeitet vornehmlich auf dem Gebiet der historischen Rekonstruktion („Genealogie“) der modernen Homosexualität. Insbesondere fokussiert er auf die Formen von Sexualität in der Antike. Sein queertheoretischer Ansatz ist beeinflusst von George Chauncey, Eve Kosofsky Sedgwick und Michel Foucault.

Zusammen mit den Mitherausgebern Henry Abelove und Michele Aina Barale erhielt er für die Anthologie Lesbian and Gay Studies Reader 1994 den Lambda Literary Award.

How to do the History of Male Homosexuality?

Halperin begreift die moderne Homosexualität – sowohl im Sinne eines diskursiven Gegenstands wie auch als sexuelle Subjektivität – als das Ergebnis eines jahrhundertelangen Sedimentationsprozesses, in den im Falle der männlichen Homosexualität im Wesentlichen folgende traditionelle Paradigmata von männlicher Homosozialität und Geschlechtsrolle eingeflossen sind:

  1. Effemination (Verweiblichung, tendenzielle Annahme weiblicher Eigenschaften)
  2. Päderastie/Sodomie (sexueller Verkehr von gesellschaftlich höher gestellten Männern mit niedriger gestellten Männern)
  3. Freundschaft (intensive platonische Beziehung zweier Männer)
  4. Inversion (grundlegende Verkehrung der Geschlechterrolle)

Die Beschreibung dieser Phänomene in historischen Texten ist nach Halperin nicht mit dem modernen Konzept der Homosexualität zu verwechseln, auch wenn sich mitunter große Ähnlichkeiten feststellen lassen. Er wendet sich gegen essentialistische Auffassungen einer epochenübergreifenden (Homo-)Sexualität und kritisiert Autor/innen, die diesen Ansatz verfolgen.

Werke (Auswahl)

  • Zeitschrift: GLQ: A Journal of Lesbian and Gay Studies (Mitherausgeber)

Übersetzungen ins Deutsche:

Weblinks

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel David Halperin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.