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Cincinnati

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Cincinnati (Begriffsklärung) aufgeführt.
Cincinnati
Spitzname: The Queen City
Cincinnati (Standpunkt: Covington/Kentucky)
Cincinnati (Standpunkt: Covington/Kentucky)
Siegel von Cincinnati
Siegel
Flagge von Cincinnati
Flagge
Lage in Ohio
OHMap-doton-Cincinnati.png
Basisdaten
Gründung: 1788
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Ohio
County:

Hamilton County

Koordinaten: 39° 8′ N, 84° 30′ W39.136111111111-84.503055555556147Koordinaten: 39° 8′ N, 84° 30′ W
Zeitzone: Eastern Standard Time (UTC−5)
Einwohner:
– Metropolregion:
296.943 (Stand: 2010)
2.104.218 (Stand: 2006)
Bevölkerungsdichte: 1.470 Einwohner je km²
Fläche: 206,1 km² (ca. 80 mi²)
davon 202,0 km² (ca. 78 mi²) Land
Höhe: 147 m
Vorwahl: +1 513
FIPS: 39-15000
GNIS-ID: 1066650
Webpräsenz: www.cincinnati-oh.gov
Bürgermeister: Mark Mallory

Cincinnati [ˌsɪnsɪˈnætɪ] im Bundesstaat Ohio der USA ist eine der bedeutendsten Handels- und Fabrikstädte Amerikas, genannt die „Königin des Westens“. Sie ist Hauptstadt des Hamilton County. Bei der Volkszählung 2010 hatte sie 296.943 Einwohner. Der Großraum Cincinnati reicht bis in die benachbarten Bundesstaaten Kentucky und Indiana und hat annähernd zwei Millionen Einwohner.

Cincinnati, Ohio
Klimadiagramm
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-4
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: National Weather Service, US Dept of Commerce
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Cincinnati, Ohio
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,6 4,9 11,7 17,9 23,3 27,8 29,7 28,9 25,5 18,9 11,8 5,3 Ø 17,4
Min. Temperatur (°C) −6,9 −5,2 0,6 5,7 11,0 15,6 18,2 17,2 13,7 6,8 1,8 −3,7 Ø 6,2
Niederschlag (mm) 65,8 68,3 107,7 95,3 108,7 97,5 107,7 85,1 73,2 72,6 87,9 80,0 Σ 1.049,8
Regentage (d) 8,1 8,1 10,6 10,0 9,7 8,2 8,6 7,6 6,9 6,8 8,8 9,3 Σ 102,7
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Geographie

Cincinnati liegt im Staatendreieck von Ohio, Indiana und Kentucky am rechten Ufer des hier 600 m breiten Flusses Ohio auf zwei Terrassen (16 und 33 m über dem höchsten Wasserstand), von denen die obere allmählich zum Auburnhügel und anderen Hügeln ansteigt, die, von Landhäusern und Weingärten bedeckt, die Stadt in großem Halbkreis einfassen und eine Höhe von 142 m erreichen. Der Mill Creek durchquert das 201,9 km² umfassende Stadtgebiet, wovon 4,1 km² auf Wasserflächen entfallen.

Stadtgliederung

Die Cincinnati Middletown Metropolitan Statistical Area (MSA) umfasst Hamilton, Butler, Warren, Clermont und Brown als Countys von Ohio, von Kentucky werden Boone, Bracken, Campbell, Gallatin, Grant, Kenton und Pendleton dazugezählt, Indiana steuert Dearborn, Franklin und Ohio zu der über zwei Millionen Einwohner zählenden Region bei. Cincinnati selbst gliedert sich in knapp 60 Neighborhoods. Diese entwickelten oft sehr starke eigenständige Charaktere.

  • District One: Downtown, Mount Adams, West End, Over-the-Rhine (stark deutsch geprägt), Pendleton, Queensgate, Mulberry
  • District Two: Evanston, East Walnut Hills, O’Bryanville, Oakley, Hyde Park, Mount Lookout, Kennedy Heights, Pleasant Ridge, Madisonville, East End, Linwood, Mount Washington, California, Columbia-Tusculum
  • District Three: Sayler Park, Riverside, West Price Hill, Millvale, English Woods, East Price Hill, West Price Hill, Westwood, South Cumminsville, Faye Apartments, East Westwood, Sedamsville, Lower Price Hill, North Fairmount, South Fairmount
  • District Four: Corryville, Carthage, Hartwell, Walnut Hills, Paddock Hills, North Avondale, Bond Hill, Roselawn, Avondale, Mount Auburn, Floating
  • District Five: Spring Grove Village, Northside, Mount Airy, Winton Terrace, Findlater Gardens, Silver Oak, Clifton mit Clifton's Gaslight District, Camp Washington, College Hill, The Heights (Clifton Heights, University Heights, Fairview)

Geschichte

Cincinnati wurde 1788 als eine der ersten dauerhaften Ansiedlungen im damaligen Northwest Territory, an der Stelle des früheren Forts Washington unter dem Namen Losantiville gegründet. Die ersten Siedler waren Auswanderer aus Neuengland und New Jersey.

Der heutige Name der Ansiedlung leitet sich von der von vielen deutschen Söldneroffizieren 1783 gegründeten Society of the Cincinnati ab, deren Mitglied und erster Präsident George Washington war; die Kriegsveteranen wählten den Namen in Gedenken an Lucius Quinctius Cincinnatus (519–430 vor Chr.), einen vorbildlichen Militärführer des alten Roms.

1814 erhielt der Ort eine städtische Verfassung. Während der Sklaverei und des Bürgerkrieges war Cincinnati eine bedeutende Transitstation der Underground-Railroad-Bewegung, welche es sich zum Ziel gesetzt hatte, „flüchtigen“ Sklaven den Weg nach Kanada zu ermöglichen.

Seit Eröffnung des Miamikanals (1830) und dem Bau von Eisenbahnen (1840) wuchs die Bevölkerung bis 1850 rasch auf 115.436 Einwohner.

Seit 1850 kamen sehr viele Einwanderer aus Nordwestdeutschland nach Cincinnati, was an den Familiennamen noch zu erkennen ist. Im frühen 20. Jahrhundert hatte die Stadt einen deutschen Einwohneranteil von 60%. [1] [2]

Historische Objekte

  • Auf Nummer 1326 der Hopple Street steht die historische Eighteenth District School (auch bekannt als Camp Washington Public School). Das Gebäude wurde 1980 als Denkmal im NRHP aufgenommen (NRHP 80003051).

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner¹
1810 2.540
1850 115.435
1870 216.239
1900 325.902
1910 363.591
1920 401.247
1930 451.160
1940 455.610
1950 503.998
1960 502.550
1970 452.524
1980 385.457
1990 364.114
2000 331.285
2010 296.943

¹ 1980 bis 2010: Volkszählungsergebnisse. 1810 bis 1970: physics.bu.edu.

Wirtschaft und Infrastruktur

Unter anderem sind hier die Firmen General Electric mit ihrem Zentrum für Luftfahrtantriebe, Procter & Gamble, die bereits 1837 in Cincinnati gegründet wurden, und Chiquita sowie zahlreiche große nationale Unternehmen wie Kroger und Fifth Third Bank ansässig.

Bildung

Die University of Cincinnati besitzt eine beachtliche Sammlung von Schriften, die für die deutsch-amerikanischen Beziehungen, besonders auch für die Geschichte der Einwanderung aus Deutschland nach Cincinnati, wichtig sind. (Lit.: Tolzmann)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Das Oktoberfest von Cincinnati ist das größte in den ganzen USA und der wohl am deutlichsten spürbare Ausdruck der deutschamerikanischen Kultur.
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Bauwerke

John-A.-Roebling-Hängebrücke bei Nacht

Sport

Cincinnati ist die Heimat der Cincinnati Bengals (American Football, NFL), der Cincinnati Reds (Baseball, MLB), der Cincinnati Cyclones (Eishockey, ECHL) und der Cincinnati Kings (Fußball, USL Second Division). Außerdem findet in Cincinnati jährlich das Masters Cincinnati, ein ATP-Tennis-Turnier der Masterserie, statt. In den 70er Jahren spielte mit den Cincinnati Stingers ein Team in der World Hockey Association.

Söhne und Töchter der Stadt

Einzelnachweise

  1. Vollmar: Cincinnati-River Metro im Herzland. Eine Stadtbiographie von 1788-2000 mit deutschen Beiträgen zum urbanen Leben. Frankfurt a. Main, London 2005, 410 S. ISBN 3-88939-779-4 (IKO-Verlag für Interkulturelle Kommunikation)
  2. Cincinnati: Our German History
  3. NRIS

Literatur

  • Helmut Schmahl: Bayerische und deutsche Einwanderer in Cincinnati/Ohio im 19. Jahrhundert. In: Konrad Amann (u. a. Hg.): Bayern und Europa. Festschrift für Peter Claus Hartmann zum 65. Geburtstag. Frankfurt am Main (u. a.) 2005, S. 305-320.
  • Don Heinrich Tolzmann: Die Deutsch-Amerikana-Sammlung an der Universität von Cincinnati. In: Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik, Nr. 423. Stuttgart: Hans-Dieter Heinz 2004 [2005], S. 447-458, ISBN 3-88099-428-5
  • Rainer Vollmar: Cincinnati-River Metro im Herzland. Eine Stadtbiographie von 1788-2000. Frankfurt am Main, London 2005, 410 S. ISBN 3-88939-779-4

Sonstiges

Cincinnati ist auch der Spitzname des Pokerspielers Cincinnati Kid im gleichnamigen Spielfilm.

Unter der Innenstadt liegen seit den 1920er Jahren die Tunnel einer nie fertiggestellten U-Bahn, der Cincinnati Subway.

Partnerstadt in Deutschland ist München.

Seit den 1930er Jahren war Cincinnati Heimat vieler bekannter Country-Shows, vor allem des auf WLW laufenden Boone County Jamborees und des Midwestern Hayrides.

Weblinks


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