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Christoph Landolt

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Christoph Landolt (* 1966 in Zürich) ist ein Schweizer Sprachwissenschaftler und Lexikograph.

Leben

Landolt studierte Vergleichende germanische Sprachwissenschaft, Nordische Philologie und Allgemeine Geschichte an der Universität Zürich[1] und ist langjähriger Mitarbeiter am Schweizerischen Idiotikon.[2] Zusammen mit dem Linguisten Hans Bickel ist er Verfasser des Dudens für Schweizerhochdeutsch, eines Wörterbuchs der Standardsprache in der deutschen Schweiz, ein vom Schweizerischen Verein für die deutsche Sprache herausgegebenes Nachschlagewerk, das zuerst 2012 und 2018 in einer überarbeiteten und erweiterten Auflage erschien.

Eines seiner Themengebiete sind Fragen der Verschriftlichung des Schweizerdeutschen, beispielsweise beim Chatten auf Schweizerdeutsch (siehe seinen Aufsatz Schwyzertütsch tschätte, 2011), wobei er darauf hinweist, dass in den letzten Jahren das Schweizerdeutsche auch die neuen Medien, wie E-Mail, SMS, Internetforen und auch den Chatroom, erobert hätte, und dass in der Deutschschweiz – anders als in Deutschland – 80 bis 90 Prozent aller Chats vollständig oder zumindest in grossen Teilen auf Aargau-, Basel-, Bern-, Luzern-, Ostschweizer-, Walliser-, Zürich- usw.-deutsch stattfänden.[3] Neben den alemannischen Mundarten beschäftigt ihn auch das Jiddische. Landolt beteiligt sich auch an der alemannischen und deutschsprachigen Wikipedia.

Publikationen (Auswahl)

  • (mit Hans Bickel): Duden, Schweizerhochdeutsch. Dudenverlag, Berlin 2018, 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage (Inhaltstext) (1. Auflage: Dudenverlag, Mannheim 2012)
  • Christoph Landolt: Schwyzertüütsch tschätte. In: Alemannisch dunkt üs guet, hrsg. von der Muettersproch-Gsellschaft, Heft 1/2011, S. 19 f. (online)

Literatur

  • Bettina Leinenbach: «Wenn ich sage, ich arbeite beim Idiotikon, grinsen viele.» In: Schweizerischer Beobachter Nr. 6/2012, S. 24 f. (online bei idiotikon.ch)

Weblinks

Einzelnachweise und Fussnoten

  1. Christoph Landolt – idiotikon.ch (abgerufen am 16. Dezember 2018)
  2. «Wenn ich sage, ich arbeite, beim Idiotikon, grinsen viele»
  3. I de letschte zää-füfzä Jaar hät s Schwyzertüütsch aber au di nöie Meedie wie Ymeil, SMS, d Internetfoore und eben au d Tschättrüüm eroberet: I de Tüütschschwyz sind achzg bis nüünzg Prozänt vo alne Tschätt volständig oder zumene groosse Täil uf Aargauer-, Basel-, Bèèrn-, Luzèèrn-, Oschtschwyzer-, Waliser-, Züri-usw.-tüütsch (Alemannisch dunkt üs guet, Heft 1/2011, S. 19).


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