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Beth Shalom (München)

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Beth Shalom (hebräisch בַּיִת שָׁלוֹם „Haus des Friedens“) ist eine liberale jüdische Gemeinde in München.

Die Liberale Jüdische Gemeinde München Beth Shalom e. V. entstand aus einer Gruppe überwiegend amerikanischer jüdischer Familien, die ab 1990 für ihre Kinder Religionsunterricht und jüdische Gottesdienste nach liberaler Ausrichtung organisierten. Im März 1995 wurde die Gemeinde als eingetragener und gemeinnütziger Verein gegründet; heute zählt sie rund 80 Familien mit etwa 300 Mitgliedern. Sie gehört der Union progressiver Juden in Deutschland an.

Beth Shalom ist im Sommer 2011 in größere gemietete Gemeinderäume in Sendling umgezogen.[1] Mittelfristig ist geplant, ein eigenes Gemeindezentrum mit Hilfe des Architekten Daniel Libeskind zu bauen. Die neue Reformsynagoge ist im Stadtteil Lehel vorgesehen auf einem ungebauten Platz „Am Gries“. Beth Shalom hält regelmäßig Gottesdienste, in denen die Liturgiesprache Hebräisch und Deutsch ist, teilweise aber auch Englisch. Frauen und Männer sind darin in jeder Hinsicht gleichberechtigt. Beth Shalom erteilt staatlich anerkannten Religionsunterricht und bietet Bildungsveranstaltungen für Erwachsene an. Dabei werden der jüdische Glaube und die Gebote im Geist des liberalen Judentums vermittelt.

Unter der Aufsicht von Beth Schalom steht der Neue Jüdische Friedhof. Oberrabbiner ist Walter Jacob in Pittsburgh. 2006 trat Tomáš Kučera die Nachfolge von Walter Rothschild als Gemeinderabbiner an. Kučera ist Absolvent des Abraham-Geiger-Kollegs an der Universität Potsdam. Er wurde im September 2006 in der Neuen Synagoge Dresden ordiniert und ist damit einer der ersten drei Rabbiner, die nach der Schoa in Deutschland ausgebildet wurden.

Quellen

  1. Gemeinderäume in Sendling

Weblinks

48.1432111.59407


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