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Bat Schewa Ester Kaniewsky

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Rebbezen Bat Schewa Ester Kaniewsky (geb. ca. 1930 in Erez Jisrael; gest. 2013 in Israel) war die Frau des Gaon Reb Chajim Kanievsky. Sie gehörte zu den angesehenen Persönlichkeiten ihrer Generation. Sie war eine Frau, die sich einerseits voll und ganz dem Toralernen ihres grossen Mannes, Reb Chajim Kaniewsky, gewidmet hatte und bereit war, dafür "Mosser Nefesch" zu sein. Sie verzichtete dafür auf Vieles – sie besuchte während vieler Jahre ihr Elternhaus (Raw Eljaschiw) nicht, damit ihr Mann nicht in seinem Lernen gestört werden sollte. Andererseits widmete sie sich auch dem ganzen Klall und stand vielen Tausenden Frauen mit Rat und Tat zur Seite, in Ruchniut und Gaschmiut. Jeder Frau schenkte sie vollständige Aufmerksamkeit und nahm sie mit Wärme und Bescheidenheit immer freundlich auf.

Leben

"Nimm sie nicht von mir weg!" (Illustration der "Jüdischen Zeitung", siehe Hinweis links)

Sie wuchs in der Mea Schearim-Gegend in Jeruschalajim auf. Ihr Vater war Raw Eljaschiw und ihre Mutter die Tochter von Reb Arje Lewin. Sie erzählte, dass ihre Grossmutter, Rebbetzen Levin, schwerkrank war, als sie ein sechsjähriges Mädchen war. Ihr Zustand wurde immer schlimmer und die Ärzte konnten für sie keine Heilung finden. Da Rebbetzen Kaniewsky ihr äusserst nahe stand und sie sehr liebte, sass sie während einer langen Zeit, sagte Tehillim, weinte und flehte, dass sie von Hkb"H Heilung erfahren solle. Während ihres Gebets schlief sie ein und sah im Traum, wie sie am Krankenbett ihrer Grossmutter stand und Tehillim sagte. Plötzlich kam eine Gestalt von oben und versuchte ihre Grossmutter zu nehmen. Sie erschrak und hielt ihre Grossmutter ganz fest zurück. Die Gestalt zog von oben und sie zog ihre Grossmutter zurück. Als sie das Gefühl hatte, dass sie keine Kraft mehr hatte, schrie sie laut auf: "Nimm sie nicht von mir weg!", woraufhin die Gestalt sofort verschwand. Sie erwachte von ihrem Geschrei mit lautem Weinen und auch ihre Mutter, Rebbezen Eljaschiw, wachte dadurch auf. Sie kam sofort zu ihr und fragte sie, weshalb sie denn so geschrien habe. Das junge Mädchen erzählte ihrer Mutter von ihrem Traum und die Mutter lief daraufhin mitten in der Nacht sofort zum Hause ihrer kranken Mutter, Rebbezen Levin, um nachzuschauen, wie es ihr ging. Als sie dort eintraf, sah sie, wie ihr Vater, Reb Arje, zusammen mit den Ärzten am Bett ihrer Mutter stand und dafür dankte, dass Rebbetzen Levin einige Momente zuvor aus der Lebensgefahr herausgekommen war. Als Reb Arje sich wunderte, woher Rebbezen Eljaschiw davon wusste, dass ihre Mutter sich in einer so grossen Gefahr befunden hatte, erzählte sie ihm den Traum der jungen Bat Schewa. Später kam Reb Arje Levin zum Haus der Eljaschiws und küsste seine Enkelin auf die Stirne mit den Worten: "Danke, dass du unsere Safta gerettet hast!"

Am zweiten Tag Sukkot 5772 (Oktober 2011) ging Rebbezen Kaniewsky zusammen mit ihrem Mann, Reb Chajim, zur Kotel, wo sie zu ihrem Schöpfer dawente. Von dort aus gingen sie ihren Vater, Raw Eljaschiw, besuchen. Während des Besuchs bat sie ihren Vater, er solle ihr eine Bracha geben, dass ihre Brachot Früchte tragen sollen. Raw Eljaschiw antwortete ihr: "Die Tatsache, dass tausende von Frauen zu dir kommen, beweist, dass deine Brachot im Himmel erfüllt werden ... !"

Zwei Jahre danach, am Schabat Chol Hamo'ed, stand sie wie gewöhnlich früh morgens auf, um mit "Watikin" zu dawenen. Dann hatten sie eine Se'uda in Anwesenheit vieler Gäste. Nach der Tefillat Mincha fühlte sie sich plötzlich nicht so gut und bat einen Anwesenden, ihr ein Tehillim zu geben. Sie ging in ihr Zimmer und setzte sich auf ihr Bett. Als ihr das Atmen schwer fiel, legte sie sich hin und starb bald darauf. Versuche, sie wiederzubeleben, halfen nichts. Ihr Sefer Tehillim hatte sie noch in ihrer Hand.

Hinweis

Der Artikeltext beruht in weiten Teilen auf einem Nachruf in der Jüdischen Zeitung, Zürich, Ausgabe vom 18. September 2013, Seite 28 (Autor: S. Roberg).


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