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Büren an der Aare

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Büren an der Aare
Wappen von Büren an der Aare
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Bern
Verwaltungskreis: Seeland
Gemeindenummer: 0383i1f3f4
Postleitzahl: 3294
Koordinaten: (594964 / 221036)47.1402827.372237443Koordinaten: 47° 8′ 25″ N, 7° 22′ 20″ O; CH1903: (594964 / 221036)
Höhe: 443 m ü. M.
Fläche: 12,70 km²
Einwohner: 3444 (Fehler: Ungültige Zeitangabe)[1]
Website: www.bueren.ch
Holzbrücke

Holzbrücke

Karte
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Über dieses Bild
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Büren an der Aare (frz. Buron sur Aar) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Seeland des Kanton Bern in der Schweiz.

Geographie

Büren grenzt an Meienried, Safnern, Meinisberg, Rüti bei Büren, Lengnau BE, Grenchen, Oberwil bei Büren, Schnottwil, Diessbach bei Büren und Dotzigen.

Im Südwesten von Büren gibt es einen kleinen Berg, dessen höchster Punkt von 596 m ü. M. auf Gemeindegebiet liegt. Die Bürener sprechen von Stedtiberg, während er für die Bewohner von Dotzigen auf der "Hinterseite" der Dotzigenberg ist.

Geschichte

Büren wurde im 12. Jahrhundert von den Freiherren von Strassberg gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1185 zurück. 1260 erhielt der Ort das Stadtrecht, das 1288 noch einmal bestätigt wurde.[2] 1398 eroberte Bern das Städtchen.

1911 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Reiben mit Büren an der Aare fusioniert. In den Jahren 1940 bis 1946 befand sich in Büren an der Aare das grösste Internierungslager der Schweiz, das als Folge der deutschen Besetzung Südfrankreichs für die Angehörigen einer polnischen Division des 45 französischen Armeekorps eingerichtet wurde. Das Internierungslager Büren an der Aare war für 5.000 bis 6.000 Insassen ausgelegt. Es war von allen Seiten von der Aare umflossen und lag abseits des Städtchen. Das Lager mit seinen 120 Baracken, einer Kommandantur, Lagerbüros, Materialmagazinen sowie Unterkünften für das Bewachungs- und Betreuungspersonal war von einem Stacheldrahtzaun und maschinengewehrbestückten Wachturmen eingefasst. Im März 1942 wurde das Lager als militärisches Internierungslager aufgegeben, in der Folge wurden dort jüdische Flüchtlinge, italienische Militärflüchtlinge und später entflohene sowjetische Zwangsarbeiter untergebracht

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1764 1850 1880 1900 1930 1950 1980 1990 2000
Einwohner 579 1419 1643 1963 2119 2171 2761 3125 3077

Politik

Nebst der Politischen Gemeinde gibt es in Büren auch eine Burgergemeinde mit den Familien Stotzer, Sutter, Kocher, Kuster, Maeschi, Witschi, Gribi, Chiti, Schmalz und Scheurer (nicht abschliessend). 15 % aller Wahlberechtigten in der politischen Gemeinde sind auch Burger.

In Büren gibt es eine Gemeindeversammlung.

Die Wähleranteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen: SVP 28.7 %, BDP 19.1 %, SP 18.4 %, FDP 9.5 %, GPS 7.0 %, glp 6.5 %, EVP 4.0 %, EDU 2.5 %, CVP 1.4 %.[3]

Verkehr

Büren an der Aare liegt an der Bahnstrecke Busswil–Solothurn. 1994 wurde auf dem Streckenteil Büren an der Aare-Solothurn der Bahnverkehr eingestellt bzw. auf einen Busverkehr umgestellt. Von Büren an der Aare aus gibt es im Stundentakt Züge Richtung Busswil BE-Lyss, wo es gute Anschlüsse nach Biel/Bienne und Bern gibt. Die Züge fahren weiter über Aarberg nach Kerzers.

Ab Büren an der Aare gibt es auch stündliche Postautoverbindungen in Richtung Schnottwil-Münchenbuchsee-Zollikofen und Solothurn.

Sehenswürdigkeiten

Büren besitzt eine mit Ausnahme der im 18. Jahrhundert abgebrochenen Stadtbefestigung gut erhaltene Altstadt. An der Hauptgasse liegt das ehemalige Schloss der Berner Landvögte, heute Sitz der Bezirksverwaltung.

Die 1821 erbaute gedeckte Holzbrücke über die Aare wurde 1991 nach einem Brandanschlag im Jahre 1989 wieder aufgebaut.


Bilder

Brauchtum

Büre-Nöijoor jeweils am 1./2. Januar: über 400 Jahre alter, dauernd sich wandelnder Brauch, eine der ersten Fasnachten in der Schweiz mit «Chesslete» und kostümiertem Umzug der «jungen Knaben»; am 2. Januar wird die Figur des «Nimmerselig», Symbol für den Winter, auf dem Marktplatz verbrannt.

Literatur

  • Hornerblätter, der Vereinigung für Heimatpflege Büren, ZDB-ID 2363985-4.
  • Max Gribi: Büren an der Aare. Kleinstadt im Seeland. Haupt, Bern 1988, ISBN 3-258-03963-1 (Berner Heimatbücher 138).

Weblinks

 Commons: Büren an der Aare – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ungültiger Metadaten-Schlüssel Quelle
  2. Ernst Theodor Gaupp. Deutsche Stadtrechte im Mittelalter, mit rechtgeschichtlichen Erläuterungen. Zweiter Band, Breslau 1852, S. 116, online.
  3. http://www.nawa.apps.be.ch/nawa/action/NAWAInternetAction.do?method=read&sprache=d&typ=21&gem=383 abgerufen am 1. Februar 2012
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Büren an der Aare aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.