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Automobil

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Dieser Artikel beschreibt das Automobil im Allgemeinen. Für Geschichte und Entwicklung des Autos siehe Geschichte des Automobils.
Datei:1962 Porsche 911.jpg
Ein automobiler Sportwagen: Porsche 911

Ein Automobil, kurz Auto (auch Kraftwagen, früher Motorwagen), ist ein traditionell mehrspuriges Kraftfahrzeug, das von einem Motor angetrieben wird und zur Beförderung von Personen (PKW und Bus) und Frachtgütern (LKW) dient. Meist bezeichnet man jedoch nur solche Fahrzeuge als Auto, deren Bauart überwiegend zur Personenbeförderung bestimmt ist und die mit einem PKW-Führerschein geführt werden dürfen.

Motorisierte Wagen lösten in nahezu allen Bereichen die von Zugtieren gezogenen Fuhrwerke ab, da sie deutlich schneller und weiter fahren und eine höhere Leistung erbringen können. Durch diesen Vorteil steigerte sich seit der Erfindung des Automobils die Anzahl an Transporten, und dem Straßenverkehr wurde deswegen kontinuierlich mehr Raum zugestanden.

Der massenhafte Betrieb von Verbrennungsmotoren in Autos führt zu Umweltproblemen, einerseits lokal durch Schadstoffemissionen, die je nach Stand der Technik vielfach vermeidbar sind, und andererseits global durch den systembedingten CO2-Ausstoß, welcher zur Klimaerwärmung beiträgt.

Der weltweite Fahrzeugbestand steigt kontinuierlich an und lag im Jahr 2010 bei über 1,015 Milliarden Automobilen. 2011 wurden weltweit über 80 Millionen Automobile gebaut. In Deutschland waren im Jahr 2012 etwa 51,7 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen, davon sind knapp 43 Millionen PKWs.

Herkunft des Worts

‚Automobil‘ ist ein substantiviertes Adjektiv. Es entstand Ende des 19. Jahrhunderts aus dem französischen Begriff für eine mit Pressluft betriebene Straßenbahn: voiture automobile, selbstbewegender Wagen. Es ist aus dem griechischen αὐτό~ ‚selbst~‘ und lateinischen mobilis ‚beweglich‘ abgeleitet und diente zur Unterscheidung von den damals üblichen Landfahrzeugen, die von Pferden gezogen wurden. Diese nominelle Definition würde auch motorisierte Zweiräder und Schienenfahrzeuge einschließen. Im verbreiteten Sprachgebrauch jedoch wird unter einem Automobil seit mehreren Jahrzehnten ein mehrspuriges und nicht schienengebundenes Kraftfahrzeug verstanden.[1] Oft ist auch nur der Pkw, nicht aber der per Definition auch zur Gruppe der Automobile gehörende Lkw gemeint.

Die Geschichte des Automobils

Hauptartikel: Geschichte des Automobils

Aufbau

Hauptartikel: Kraftfahrzeug

Zu den wesentlichen Bestandteilen des Automobils gehört das Fahrwerk mit Fahrgestell und anderen Teilen, ferner Karosserie, Motor, Getriebe und Innenraum.

Automodelle, Verkaufsmodelle

Aufgrund der Variantenvielfalt unterscheiden die Fahrzeughersteller ihre Produkte nach Modellen, was für die Übersichtlichkeit von Vorteil ist. Das Kriterium für die Unterscheidung der Modelle ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich, meist ist es ein Mix aus der Karossenform, der Motorisierung, des Antriebs und der Aussttattungslinie. Auch das KBA hat keine einheitliche Begriffsdefinition vorgeschrieben und folgt den Angaben der Hersteller. Eine allgemein gültige Definition eines Modells auf Basis eines idealen booleschen Verbandes ergibt sich aus der Kombination von einzelnen Aggregate (Basis-Optionen) aus der definierten Menge von Aggregatefamilien (z. B. Karosse, Motor, Getriebe) [2]. .

Sicherheit

Nach Zahlen der WHO sterben 1,2 Millionen Menschen jährlich an den direkten Folgen von Verkehrsunfällen den Verkehrstod.[3]

Die Sicherheit von Insassen und potenziellen Unfallgegnern von Kraftfahrzeugen ist unter anderem abhängig von organisatorischen und konstruktiven Maßnahmen sowie dem persönlichen Verhalten der Verkehrsteilnehmer. Zu den organisatorischen Maßnahmen zählen zum Beispiel Verkehrslenkung (Straßenverkehrsordnung mit Verkehrsschildern oder etwas moderner durch Verkehrsleitsysteme), gesetzliche Regelungen (Gurtpflicht, Telefonierverbot), Verkehrsüberwachung und straßenbauliche Maßnahmen.

Die konstruktiven Sicherheitseinrichtungen moderner Automobile lassen sich grundsätzlich in zwei verschiedene Bereiche gliedern. Passive Sicherheitseinrichtungen sollen, wenn ein Unfall nicht zu vermeiden ist, die Folgen abmildern. Dazu zählen beispielsweise der Sicherheitsgurt, die Sicherheitskopfstütze, der Gurtstraffer, der Airbag, der Überrollbügel, deformierbare Lenkräder mit ausklinkbaren Lenksäulen, die Knautschzone, der Seitenaufprallschutz sowie konstruktive Maßnahmen zum Unfallgegnerschutz. Aktive Sicherheitseinrichtungen sollen einen Unfall verhindern oder in seiner Schwere herabsetzen. Beispiele hierfür sind das Antiblockiersystem ABS sowie das elektronisches Stabilitätsprogramm ESP.

Zu den persönlichen Maßnahmen zählen Verhaltensweisen wie eine defensive Fahrweise, korrektes Einhalten der Verkehrsvorschriften oder Training der Fahrzeugbeherrschung, beispielsweise bei einem Fahrsicherheitstraining. Diese sowie die Verkehrserziehung speziell für Kinder helfen das persönliche Unfallrisiko zu vermindern.

Alle Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zusammen können dazu beitragen, dass die Zahl der bei einem Verkehrsunfall getöteten Personen reduziert wird. In den meisten Industrienationen sind die Opferzahlen seit Jahren rückläufig. In Europa spielen Verkehrsunfälle als Todesursache heute eine geringere Rolle als vor einigen Jahrzehnten, die Zahl der Todesopfer liegt unter den Zahlen der Drogentoten oder Suizidenten. So fielen in Deutschland, Österreich, den Niederlanden oder der Schweiz die Opferzahlen seit den 1970er Jahren, trotz kaum rückläufiger Zahlen der Verkehrsunfälle, auf ein Drittel. 2011 ist in Deutschland die Zahl der Verkehrstoten zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder gestiegen,[4] in Österreich und der Schweiz allerdings auf dem historisch tiefsten Stand.

Nach längerer freiwilliger Aktion wurde das Fahren mit eingeschaltetem Licht am Tag in Österreich am 15. November 2005 verpflichtend eingeführt und 2007 auch per Strafe eingefordert. Zum 1. Januar 2008 wurde die Lichtpflicht allerdings wieder abgeschafft.[5] Ziel dieser Kampagne war es, die menschlichen Sinneseindrücke auf die Gefahrenquellen zu fokussieren und damit die Zahl der Verkehrstoten zu verringern. Schätzungen des Bundesministeriums zufolge wurden jährlich 15 Verkehrstote weniger erwartet. Allerdings zeigte sich nicht der erwartete Effekt, da vermehrt die Aufmerksamkeit von unbeleuchteten Gefahrenquellen (Hindernisse oder andere Verkehrsteilnehmer etwa Fußgänger) weg zu den bewegten und beleuchteten Fahrzeugen gelenkt wurde. Auch in Norwegen wurden in den Jahren nach der Einführung der Lichtpflicht 1985 deutlich mehr Verkehrstote gezählt, als in den Jahren davor.[6] Trotzdem wird in einigen Ländern (etwa Deutschland) weiterhin die Einführung einer solchen Maßnahme in Erwägung gezogen.

Kosten

Kostens seitens des Autofahrers

Die Gesamtbetriebskosten eines Autos setzen sich zusammen aus Fixkosten (auch „Unterhaltskosten“ genannt) und variablen Kosten (auch „Betriebskosten“ genannt), hinzu kommt der Wertverlust des Autos. Die Kosten werden von vielen Menschen unterschätzt.[7]

Fixkosten

Die Fixkosten fallen unabhängig davon an, ob das Auto tatsächlich genutzt wird. Die Höhe der Fixkosten variiert je nach jährlicher Kilometerleistung nur geringfügig. Sie setzen sich zusammen aus

Betriebskosten

Die Betriebskosten hängen direkt von der jährlichen Kilometerleistung ab. Sie setzen sich zusammen aus

Wartung ist je nach Zeit und Kilometern erforderlich. Typische Zeitintervalle liegen bei 1 bis 2 Jahren, typische Kilometerintervalle bei 10.000km bis 30.000km. [8] Werden die Wartungsintervalle nicht eingehalten, kann dies außerdem zu Schwierigkeiten mit Garantieansprüchen bei Defekten führen.

Anschaffungskosten

Beispielwerte

Statistisches Bundesamt und ADAC veröffentlichen vierteljährlich einen Autokosten-Index. Dieser gibt an, um wie viel Prozent sich verschiedene Kostenbestandteile verteuert oder verbilligt haben.[9]

Unabhängig von der Fahrleistung fallen Fixkosten und Wertverlust bzw. Reparaturkosten von – in Abhängigkeit von der Fahrzeugklasse – etwa 200 Euro im Monat an. Bei jährlicher Fahrleistung von 15.000 Kilometern bzw. 30.000 Kilometern ist mit monatlichen Gesamt-Betriebskosten von über 320 Euro bzw. über 430 Euro zu rechnen.[10]

Externe Kosten

Der PKW-Verkehr bringt externe Nutzen (siehe Abschnitt Auswirkungen der Automobilisierung) und externe Kosten mit sich (diese werden oft zusammen, unter dem Begriff Externe Effekte, betrachtet bzw. diskutiert. Viele der dabei betrachteten Größen sind kaum bzw. nur sehr ungefähr zu quantifizieren).

In Deutschland wurde die Mineralölsteuer (seit Sommer 2006: Energiesteuer) von 1991 bis 2003 um 83 % erhöht.[11] Damit wurden externe Kosten internalisiert.

Gemäß Umweltbundesamt betrugen die externen Kosten im Straßenverkehr in Deutschland im Jahr 2005 insgesamt 76,946 Mrd. Euro, wovon 61,2 Mrd. auf den Personen- und 15,8 Mrd. auf den Güterverkehr entfielen. Die Unfallkosten machten dabei 52 % (entspricht 41,7 Mrd. Euro) der externen Kosten aus.[12] Das Umweltbundesamt berechnete 2007, dass PKW in Deutschland durchschnittlich etwa 3 Cent pro Kilometer an Kosten für Umwelt und Gesundheit verursachen, die hauptsächlich durch Luftverschmutzung entstehen. Das ergibt rechnerisch Kosten von 3000 Euro für einen PKW mit 100.000 Kilometern Laufleistung. Für LKW betragen diese Kosten sogar 17 Cent pro Kilometer.[13] Diese externen Kosten werden nicht oder nur teilweise durch den Straßenverkehr getragen, sondern u.a. durch Steuern sowie Krankenkassen- und Sozialversicherungsbeiträge finanziert. Die Kostenunterdeckung des Straßenverkehrs (also alle durch den Straßenverkehr direkt und indirekt verursachten Kosten abzüglich aller im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr geleisteten Steuern und Abgaben) beziffert das Umweltbundesamt für das Jahr 2005 auf rund 60 Mrd. Euro.[14]

Der österreichische PKW-Verkehr trug im Jahr 2000 nur einen Teil der von ihm verursachten Kosten: Ein großer Teil der Kosten für die Errichtung und Erhaltung der Straßen sowie der Sekundärkosten wie Unfall- und Umweltkosten (Lärm, Luftschadstoffe) aller Verkehrsteilnehmer werden von der Allgemeinheit übernommen. Während der PKW-Verkehr für 38 % der durch ihn verursachten Kosten aufkam, trugen Busse die eigenen Kosten zu 10 % und LKWs zu 21 %.[15]

Auswirkungen der Automobilisierung

Wirtschaft

Der PKW-Verkehr ist Forschungsgegenstand der Volkswirtschaft, namentlich der Verkehrswissenschaft. Das Automobil als industrielles Massenprodukt hat den Alltag der Menschheit verändert. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts hat es mehr als 2.500 Unternehmen gegeben, die Automobile produzierten. Viele Unternehmen, die im 19. Jahrhundert Eisenwaren oder Stahl produzierten, fingen Mitte des Jahrhunderts mit der Fertigung von Waffen oder Fahrrädern an und entwickelten so die Kenntnisse, die Jahrzehnte später im Automobilbau benötigt wurden.

Heute gibt es – noch oder wieder – viele kleine Betriebe, die als Automanufaktur – zumeist exklusive – Fahrzeuge produzieren, beispielsweise Morgan (GB).

Siehe auch: Automobilindustrie und Liste der Automobilmarken

Mobilität

Datei:PKWBestandDeutschland.svg
Personenkraftwagen in Deutschland seit 1975
Datei:PW-Entwicklung in der Schweiz.svg
Personenkraftwagen in der Schweiz seit 1910

Die Bedeutung des Automobils basiert auf der Mobilität und der Flexibilität, die es seinen Nutzern ermöglicht. Bis ins 19. Jahrhundert gab es nur wenige Fortbewegungsmittel, zum Beispiel die Kutsche oder das Pferd. Die Verbreitung der Eisenbahn steigerte zwar die Reisegeschwindigkeit, aber man war an Fahrpläne und bestimmte Haltepunkte gebunden. Mit dem Fahrrad stand ab Ende des 19. Jahrhunderts erstmals ein massentaugliches Individualverkehrsmittel zur Verfügung, allerdings ermöglichte erst das Automobil individuelle motorisierte Fortbewegung sowie den flexiblen und schnellen Transport auch größerer Lasten. In den 1960er Jahren herrschte eine regelrechte Euphorie, woraus eine vorherrschende Meinung entstand, der gesamte Lebensraum müsse der Mobilität untergeordnet werden („Autogerechte Stadt“). Schon in den 1970er Jahren wurden einige solche Projekte jedoch gestoppt. Die Emissionen aus dem Verkehr steigen auch im Jahre 2011 immer noch und im Gegensatz zu den Brennstoffen können die vereinbarten Ziele zum Klimaschutz bei den Treibstoffen (in der Schweiz) nicht erfüllt werden.[16]

Insgesamt waren zum 1. Januar 2004 49.648.043 Automobile in Deutschland zugelassen. Im Vergleich mit Fußgängern und Fahrrädern, aber auch mit Bussen und Bahnen hat das Auto einen höheren Platzbedarf. Im ländlichen Raum ist dies meist unproblematisch, in Ballungsgebieten führt dies jedoch zu Problemen durch Staus und Bedarf an öffentlichen Flächen, wodurch sich einige der Vorteile des Automobils auflösen.

Der Güterverkehr auf der Straße ist ein elementarer Bestandteil der heutigen Wirtschaft. So erlaubt es die Flexibilität der Nutzfahrzeuge, leicht verderbliche Waren direkt zum Einzelhandel oder zum Endverbraucher zu bringen. Mobile Baumaschinen übernehmen heute einen großen Teil der Bauleistungen. Die Just-in-time-Produktion ermöglicht einen schnelleren Bauablauf. Beton wird in Betonwerken gemischt und anschließend mit Fahrmischern zur Baustelle gebracht, mobile Betonpumpen ersparen den Gerüst- oder Kranbau.

Umwelt und Gesundheit

Datei:Auto scrapyard 1.jpg
Verschrottete KFZ

Die Luftverschmutzung durch die Abgase der Verbrennungsmotoren nimmt, gerade in Ballungsräumen, oft gesundheitsschädigende Ausmaße an (Smog, Feinstaub). Die Kraftstoffe der Motoren beinhalten giftige Substanzen wie Xylol, Toluol, Benzol sowie Aldehyde. Noch giftigere Bleizusätze sind zumindest in Europa und den USA nicht mehr üblich.

Auch der überwiegend vom Automobil verursachte Straßenlärm schädigt die Gesundheit. Hinzu kommt, dass das Autofahren, besonders über längere Zeit, teilweise mit Bewegungsmangel verbunden sein kann.

Der Verbrauch von Mineralöl, einem fossilen Energieträger zum Betrieb konventioneller Automobile erzeugt einen CO2-Ausstoß und trägt damit zum Treibhauseffekt bei. Die Ökobilanz des Automobils ist die schlechteste aller fahrenden Verkehrsmittel, sie wird nur vom Flugzeug übertroffen.[17]

Nach Planungen der EU-Kommission sollen bis zum Jahr 2050 Autos mit Verbrennungskraftmaschinenantrieb aus den Innenstädten Europas gänzlich verbannt werden.[18]

Datei:Zaschka Threewheeler (1929) Auto.jpg
Das Zaschka-Faltauto: Engelbert Zaschka demonstriert die Zerlegung des faltbaren Stadtautos, 1929

Der enorme Flächenverbrauch für Fahrzeuge und Verkehrswege verringert den Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen. Das Platz- und Parkplatzproblem der Ballungsgebiete zeigte sich bereits in den 1920er Jahren und schon 1929 verfolgte der deutsche Ingenieur und Erfinder Engelbert Zaschka in Berlin den Ansatz des zerlegbaren Zaschka-Threewheelers (Faltauto). Dieses Stadtauto-Konzept hatte das Ziel, kostengünstig und raumsparend zu sein, indem sich das Fahrzeug nach Gebrauch zusammenklappen ließ.[19][20][21]

Die Fertigung des Automobils verbraucht darüber hinaus erhebliche Mengen an Rohstoffen, Wasser und Energie. Greenpeace geht von einem Wasserverbrauch von 20.000 l für einen Mittelklassewagen aus.[22] Die Zeitschrift Der Spiegel berechnet für die Herstellung eines Pkw der oberen Mittelklasse (etwa: Mercedes E-Klasse) gar 226.000 l Wasser.[23] Die Wasserwirtschaft sieht branchenpositive 380.000 l für ein Fahrzeug als notwendig an.

Einen Überblick zur Umweltfreundlichkeit von jeweils aktuellen PKW-Modellen veröffentlicht der Verkehrsclub Deutschland (VCD) jährlich in der Auto-Umweltliste.

Zu den Gefahren des Kraftfahrzeugverkehrs beziehungsweise zu den durch dessen Umwelteinwirkungen verursachten Kosten siehe die Kapitel Sicherheit bzw. Externe Kosten.

Pkw-Verbrauchskennzeichnungsverordnung

Seit 1. Dezember 2011 sind in Deutschland Neuwagen mit einer Energieverbrauchskennzeichnung zu versehen. Die Klassen reichen von A+ bis G. Der Verbrauch wird auf das Fahrzeuggewicht bezogen, womit faire Vergleiche nur innerhalb einer Gewichts-Klasse zu machen sind. Dass ein Kleinstwagen für den Transport wesentlich weniger Energie benötigt als ein SUV lässt sich an den Labels nicht erkennen.

Interessenverbände in Deutschland

In Deutschland sind eine Reihe von Verbänden entstanden, die anfangs Dienstleistungen für Autofahrer auf Gegenseitigkeit organisierten, vor allem Pannenhilfe. Heute arbeiten sie zunehmend auch als Lobby-Verbände und vertreten die Interessen der Autofahrer gegenüber Politik, Industrie und Medien.

Bereits 1899 wurde der Automobilclub von Deutschland (AvD) gegründet, der ein Jahr später die erste Internationale Automobilausstellung organisierte. 1911 war der Allgemeine Deutsche Automobil-Club, der ADAC, aus der 1903 gegründeten Deutschen Motorradfahrer-Vereinigung entstanden. Er ist heute mit 15 Millionen Mitgliedern Europas größter Club. Weitere Verbände in Deutschland sind der Auto Club Europa (ACE), der 1965 von Gewerkschaften gegründet wurde, sowie seit 1986 der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland (VCD), der zusätzlich auch die Interessen von anderen Verkehrsteilnehmern (Radfahrer, Fußgänger, ÖPNV-Benutzer) vertritt.

Die Interessen der Automobilhersteller und deren Zulieferunternehmen vertritt der Verband der Automobilindustrie (VDA).

Forschungseinrichtungen zum Thema Automobil

  • Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS)
  • Institut für Kraftfahrwesen Aachen (ika) der RWTH Aachen

Kritiker des Automobils

Statistische Wirtschaftsdaten zum Automobil

Siehe auch

Literatur

  • Weert Canzler, Gert Schmidt (Hrsg.): Zukünfte des Automobils. Aussichten und Grenzen der autotechnischen Globalisierung. Edition Sigma, Berlin 2008, ISBN 978-3-89404-250-9.
  • Weert Canzler: Das Zauberlehrlings-Syndrom : Entstehung und Stabilität des Automobil-Leitbildes. Edition Sigma, 1996, ISBN 3-89404-162-5.
  • Hannes Krall: Das Automobil oder Die Rache des kleinen Mannes : Verborgene Bedeutungen des Internationalen Golf-GTI-Treffens. DRAVA Verlags- und Druckgesellschaft, 1991, ISBN 3-85435-138-0.
  • Wolfgang Sachs: Die Liebe zum Automobil : Ein Rückblick in die Geschichte unserer Wünsche. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-498-06166-6.
  • Daniela Zenone: Das Automobil im italienischen Futurismus und Faschismus : Seine ästhetische und politische Bedeutung. WZB, Forschungsschwerpunkt Technik, Arbeit, Umwelt, Berlin 2002.
  • Arnd Joachim Garth: das dialogomobil : Marketing und Werbung rund um das Automobil. 2001, ISBN 3-00-006358-7.
  • Peter M. Bode, Sylvia Hamberger, Wolfgang Zängl: Alptraum Auto : Eine hundertjährige Erfindung und ihre Folgen. Raben Verlag von Wittern, 1986.
  • Hermann Knoflacher: Virus Auto. Die Geschichte einer Zerstörung. Ueberreuter Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-8000-7438-9.
  • Susanne Böhler-Baedeker, Jürgen Dispan, Heinz-Rudolf Meißner u. a.: Zukunft der deutschen Automobilindustrie. Herausforderungen und Perspektiven für den Strukturwandel im Automobilsektor. Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin 2010, ISBN 978-3-86872-585-8.
  • Herlyn: PPS im Automobilbau – Produktionsprogrammplanung und -steuerung von Fahrzeugen und Aggregaten. Hanser Verlag, München 2012, ISBN 978-3-446-41370-2.

Weblinks

 Commons: Automobile – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Automobil – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Automobil – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Der Darmstädter Dozent für Kraftwagen, Freiherr Löw von und zu Steinfurth, versuchte sich in seinem Standardwerk Das Automobil - sein Bau und sein Betrieb über alle Ausgaben ab 1909 hinweg an möglichst exakten Definitionen von „Automobil“. In der 5. Auflage von 1924 schreibt er: „Das Automobil ist ein Fahrzeug, das 1. durch Maschinenkraft bewegt wird, 2. die zu seiner Ortsveränderung dienende Energiequelle in sich trägt, 3. gewöhnliche Strassenfahrdämme benutzt, und 4. die zu befördernden Personen oder Güter - wenigstens zum Teil - selbst aufnimmt.“ Um diese strenge Klassifizierung zu beleuchten, lässt er beispielsweise Forderung 2 weg und kommt damit „zu den sogenannten gleislosen Bahnen, die aus elektrischen Wagen bestehen, denen durch eine Oberleitung die Energie zugeführt wird.“ Aus: v. Löw, Das Automobil, C. W. Kreidel's Verlag Berlin, S. 1.
  2. Herlyn: PPS im Automobilbau, Hanser Verlag, München, 2012, S. 94 ff.
  3. WHO warnt: Tödliche Verkehrsunfälle nehmen zu. auf: science.orf.at
  4. Mehr Tote bei Verkehrsunfällen. auf: aerztezeitung.de, 23. April 2012.
  5. ÖAMTC , Die gesetzliche Lichtpflicht fällt.
  6. Welt Online , Licht aus! Nachteile des Tagfahrlichts überwiegen.
  7. Ein günstiges Auto kann zur Kostenfalle werden. - Ist das Auto wirklich billig? Wer beim Kauf nicht richtig nachrechnet, macht womöglich ein schlechtes Geschäft. Die Gesamtbetriebskosten werden oft unterschätzt. auf: Zeit online. 26. April 2011.
  8. autobild.de: [1]
  9. adac.de: Autokosten laufen Lebenshaltungskosten davon.
  10. In den ersten 4 Betriebsjahren eines Neuwagens - auto-motor-sport
  11. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.): Verkehr in Zahlen 2010/2011. ISBN 978-3-87514-438-3, S. 294.
  12. Umweltbundesamt (Hrsg.): Daten zum Verkehr, Ausgabe 2009; S. 58 f.
  13. Externe Kosten kennen – Umwelt besser schützen. Presse-Information 024/2007 auf: umweltbundesamt.de
  14. Umweltbundesamt (Hrsg.): Daten zum Verkehr, Ausgabe 2009; S. 56.
  15. Bundesministerium: Verkehr in Zahlen 2007, Kapitel 11: Wegekosten – Externe Kosten (PDF), S. 220 (im PDF S. 4)
  16. Auch im 2011 steigen die Emissionen immer noch. Abgerufen am 10. Oktober 2012. (Link nicht mehr abrufbar)
  17. Ökobilanz Verkehrsmittel auf greenpeace.at, eingesehen am 3. Februar 2012.
  18. Werner Pluta: Weißbuch Verkehr: EU plant Städte ohne Benzinkutschen, golem.de, 8. März 2011.
  19. Claudia Franke-Brandau: Parken im Wohnzimmer: Der zerlegbare Kleinwagen des Berliner Erfinders Engelbert Zaschka von 1929. In: Oldtimer-Markt. 7/1993, VF Verlagsgesellschaft, ISSN 0939-9704, S. 206: 3 Abb.
  20. Hiriko Fold – An Electric Car That Folds for Easy Parking, abgerufen am 4. Dezember 2012.
  21. Vgl. Come-Apart Auto Invented. In: The Massena Observer, New York 12. März 1931, S. 3.
  22. Greenpeace Magazin. 4/97
  23. SPIEGEL Special. 11/1998.


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