Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

August Möslinger

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Karl-August Möslinger (geb. 14. Juni 1871 in Regensburg; gest. 1944 in München) war ein deutscher Offizier, zuletzt im Rang eines Generalmajors, und paramilitärischer Aktivist. Er war ein führendes Mitglied im Frontsoldatenbund Stahlhelm sowie Ehrenrangführer in der SA im Rang eines SA-Gruppenführers.

Leben und Wirken

Möslinger war der Sohn eines Hauptkassakontrolleurs (≈ Zahlmeister/Rechnungsprüfer) </ steht wirklich so in der Vorlage, wohl bayerische Regionalbezeichnung > Nach dem Besuch eines humanistischen Gymnasiums trat er zum 10. August 1890 als Fahnenjunker in die bayerische Armee ein. Am 1. Januar 1891 wurde er Unteroffizier. Am 5. März 1892 wurde Möslinger zum Leutnant im 4. Bayerischen Feldartillerieregiment ernannt. Vom 1. Oktober 1896 bis 1. Juni 1900 fungierte er dann als Abteilungsadjutant in derselben (?) Einheit.

Am 1. Oktober 1900 wurde Mösligner zum 8. Feldartillerieregiment versetzt und gleichzeitiger der bayerischen Kriegsakademie zugewiesen, wo er bis zum 1. Oktober 1903 blieb. Während dieser Zeit wurde er am 24. Oktober 1900 zum Oberleutnant befördert.

Zum 9. März 1904 wurde Möslinger zum Adjutant der 1. Feldartilleriebrigade ernannt. In dieser Stellung folgte am 19. April 1905 die Beförderung zum Hauptmann. Am 27. Mai 1905 wurde Möslinger dann Battalionschef beim 1. Feldartillerieregiment, bevor er am 1. September 1909 in die Eisenbahnabteilung des Preußischen Großen Generalstabes wechselte.

Nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg wurde Mösligner am 30. April 1920 wurde er als Major aus dem Militärdienst verabschiedet.

In der Zeit der Weimarer Republik betätigte Möslinger sich im Frontsoldatenbund Stahlhelm, einer der wichtigsten Organisationen im Lager der paramilitärischen Rechten, in dem er schließlich einer der führenden Männer wurde. Spätestens 1932 wurde er Leiter der Adjutantur des Bundeshauptmanns des Stahlhelms Franz von Stephani.[1]

Im Rahmen der Eingliederung des Stahlhelms in die nationalsozialistische SA wurde Mösligner 1934 zum SA-Ehrenführer ernannt. Seinen höchsten Rang erreichte er am 14. Juni 1941 mit der Beförderung zum SA-Gruppenführer. Spätestens seit 1936 war er außerdem als Leiter der Abteilung Transport im Aufmarschstab der SA-Führung unter Rudolf Michaelis tätig.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Möslinger als Offizier reaktiviert: Zum 19. September 1939 wurde der zunächst dem Chef des Transportwesens zur besonderen Verfügung gestellt. Während dieser Zeit wurde er am 16. März 1940 zum Oberstleutnant z.V. befördert (Patent rückdatiert auf den 1. März 1938). Zum 6. Oktober 1940 wurde er dann zur deutschen Heeresmission in Rumänien überwiesen, bevor er am 1. Mai 1941 in die Transportabteilung Südost wechselte. Am 1. Februar 1942 wurde Möslinger zum Kommandeur des Transportbezirks Bukarest ernannt und gleichzeitig zum Oberst z.V. befördert (mit Patent vom 1. März 1941). Vom 15. Juni 1943 bis zum 1. März 1944 amtierte Möslinger schließlich als deutscher Transportbevollmächtigter in Rumänien. Nachdem er am 1. April 1944 noch zum Generalmajor befördert worden war wurde seine Mobilverwendung am 31. Mai 1944 aufgehoben.

Beförderungen

Im Militärdienst:

  • 1. Februar 1942: Oberst
  • 1. April 1944: Generalmajor

In der SA:

  • vor 1936: SA-Oberführer
  • nach 1935: SA-Brigadeführer
  • 14. Juni 1941: SA-Gruppenführer

Literatur

  • Wolf Keilig: Die Generale des Heeres, Friedberg 1983, S. 229.
  • Rudolf von Xylander: Geschichte des 1. Feldartillerie-Regiments Prinz-Regent Luitpold, Berlin 1911, S. 744.

Einzelnachweise

  1. Horkenbach: Das deutsche Reich von 1918 bis heute, 1932, S. 567.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel August Möslinger aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.