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Assimilation der Juden

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Die Frage der Assimilation der Juden war Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts in jüdischen Diskursen stark präsent. Die Frage nach Assimilation und Symbiose steht im engsten Zusammenhang mit der Selbstbestimmung des Jüdischen.[1] Die Assimilation verlief in den einzelnen Ländern unterschiedlich. Ausgeprägt war sie dort, wo sie in einem ausgeprägten Bürgertum einen Verbündeten finden konnte.

Gershom Scholem hielt eine Assimilation der Juden für aussichtslos: „Sehr breite Schichten der deutschen Juden waren zwar bereit, ihr Volkstum zu liquidieren, wollten aber, in freilich sehr verschiedenen Ausmaßen, ihr Judentum, als Erbe, als Konfession, als ein Ichweißnichtwas, ein undefinierbares und doch im Bewußtsein deutlich vorhandenes Element bewahren. Sie waren, was oft vergessen wird, zu jener totalen Assimilation, welche die Mehrheit ihrer Elite mit dem Verschwinden zu bezahlen bereit war, nicht bereit.“

Die Hoffnungen, die Juden mit der Assimilation verbunden hatten, wurden mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten zerstört.

Siehe auch

Literatur

  • Shulamit Volkov: Jüdische Assimilation und jüdische Eigenart im Deutschen Kaiserreich. Ein Versuch. In: Geschichte und Gesellschaft 9 (1983) S. 331-348

Einzelnachweise

  1. Moshe Zimmermann: Die deutschen Juden 1914-1945, München 1997, S. 181


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