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Asher Tlalim
Asher Tlalim (1950–2022)
Leben
- tachles, 18.11.22:
Vor wenigen Tagen starb in London der wunderbare israelische Filmemacher und Regisseur Asher Tlalim im Alter von 72 Jahren an Krebs. Geboren 1950 in Marokko, wanderte er mit seiner Familie zuerst nach Spanien aus und dann 1960 nach Israel ein. Nach seinem Militärdienst studierte er Film und zog nach Jerusalem. 1998 zog er mit seiner Frau Ronit nach London, wo sie ihr Doktorat machte und er an der National Film and Television School als Dozent eine feste Stelle bekam. Tlalim drehte viele Dokumentar- und Spielfilme, die sich mit seinen Kriegserfahrungen auseinandersetzten. 1994 dann kam sein wohl berühmtester Film heraus: «Don’t Touch My Holocaust». Darin begleitete er die Akko-Theater-Gruppe, die damals ein Stück erarbeitete, das «Arbeit macht frei» hiess. Tlalim beschäftigt sich in dem Film damit, dass der Holocaust nicht «dort» stattfand, sondern immer noch hier in Israel stattfindet. Dass auch die jungen Israelis der zweiten Generation von der Schoah verfolgt werden, sogar diejenigen, die aus arabischen Ländern stammen und natürlich auch die Palästinenser, die auf ihre Weise auch ins Holocaust-Thema der Juden verstrickt sind. Als in der Jerusalemer Cinematheque eine Retrospektive seiner Filme gezeigt wurde, schrieb er dazu: «Kino ist mein naher und intimer Freund, der meine Hand auf der Reise durch mein Leben hält, der mir erlaubt, es zu beobachten und es zu verstehen und damit umzugehen, mittels Ton und Bild.» Tlalim wurde bereits vor Jahren in Israel mit dem Ophir-Award, dem «israelischen Oscar», ausgezeichnet.