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Lied am Schilfmeer

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Auszug aus dem hebräischen Exodus (2. Buch Mose)

Das Lied am Schilfmeer (hebr. Schirat Hajam[1], hebräisch ‏שִירַת הַיָּם‎, dt. "Gesang des Meeres"), auch bekannt als „As Jaschir Mosche […]“ (hebr. "אָז יָשִׁיר מֹשֶׁה ובני ישראל"; dt. „damals sang Moses....“) ist ein Gedicht aus Exodus 15,1-18, das im täglichen Morgengebet (Schacharit) gebetet wird.

Beschreibung

Es beschreibt die Überquerung des Roten Meeres, die Zerstörung der ägyptischen Armee während der Überquerung des Meeres, und die zukünftige Eroberung Kanaans. Das Gedicht bildet auch die erste Ode oder Hymne der griechisch-orthodoxen Kanon, bekannt als " Gesang oder Ode des Moses. Es wird auch in der römisch-katholischen Liturgie genutzt, wo es als der "Gesang von Moses" bekannt ist. Es ist dabei nicht mit dem gleichnamigen "Lied des Mose" im Deuteronomium zu verwechseln. Es gibt auch musikalische Interpretationen in der katholischen Tradition:

Text

אָז יָשִׁיר מֹשֶׁה וּבְנֵי יִשְׂרָאֵל אֶת הַשִּׁירָה הַזֹּאת לַה', וַיֹּאמְרוּ לֵאמֹר: אָשִׁירָה לַה' כִּי גָאֹה גָּאָה, סוּס וְרֹכְבוֹ רָמָה בַיָּם.

עָזִּי וְזִמְרָת יָהּ, וַיְהִי-לִי לִישׁוּעָה; זֶה אֵלִי וְאַנְוֵהוּ, אֱלֹהֵי אָבִי וַאֲרֹמְמֶנְהוּ.

ה' אִישׁ מִלְחָמָה, ה' שְׁמוֹ.

מַרְכְּבֹת פַּרְעֹה וְחֵילוֹ יָרָה בַיָּם; וּמִבְחַר שָׁלִשָׁיו טֻבְּעוּ בְיַם-סוּף.

תְּהֹמֹת יְכַסְיֻמוּ; יָרְדוּ בִמְצוֹלֹת כְּמוֹ אָבֶן.

יְמִינְךָ ה', נֶאְדָּרִי בַּכֹּחַ; יְמִינְךָ ה' תִּרְעַץ אוֹיֵב.

וּבְרֹב גְּאוֹנְךָ תַּהֲרֹס קָמֶיךָ; תְּשַׁלַּח חֲרֹנְךָ, יֹאכְלֵמוֹ כַּקַּשׁ.

וּבְרוּחַ אַפֶּיךָ נֶעֶרְמוּ מַיִם, נִצְּבוּ כְמוֹ נֵד נֹזְלִים; קָפְאוּ תְהֹמֹת בְּלֶב-יָם.

אָמַר אוֹיֵב אֶרְדֹּף אַשִּׂיג, אֲחַלֵּק שָׁלָל; תִּמְלָאֵמוֹ נַפְשִׁי אָרִיק חַרְבִּי, תּוֹרִישֵׁמוֹ יָדִי.

נָשַׁפְתָּ בְרוּחֲךָ, כִּסָּמוֹ יָם; צָלְלוּ כַּעוֹפֶרֶת בְּמַיִם אַדִּירִים.

מִי כָמֹכָה בָּאֵלִם ה', מִי כָּמֹכָה נֶאְדָּר בַּקֹּדֶשׁ; נוֹרָא תְהִלֹּת, עֹשֵׂה פֶלֶא.

נָטִיתָ יְמִינְךָ, תִּבְלָעֵמוֹ אָרֶץ.

נָחִיתָ בְחַסְדְּךָ עַם-זוּ גָּאָלְתָּ; נֵהַלְתָּ בְעָזְּךָ אֶל נְוֵה קָדְשֶׁךָ.

שָׁמְעוּ עַמִּים, יִרְגָּזוּן; חִיל אָחַז יֹשְׁבֵי פְּלָשֶׁת.

אָז נִבְהֲלוּ אַלּוּפֵי אֱדוֹם אֵילֵי מוֹאָב, יֹאחֲזֵמוֹ רָעַד; נָמֹגוּ כֹּל יֹשְׁבֵי כְנָעַן.

תִּפֹּל עֲלֵיהֶם אֵימָתָה וָפַחַד, בִּגְדֹל זְרוֹעֲךָ יִדְּמוּ כָּאָבֶן; עַד-יַעֲבֹר עַמְּךָ ה', עַד-יַעֲבֹר עַם-זוּ קָנִיתָ.

תְּבִאֵמוֹ וְתִטָּעֵמוֹ בְּהַר נַחֲלָתְךָ, מָכוֹן לְשִׁבְתְּךָ פָּעַלְתָּ, ה'; מִקְּדָשׁ אֲדֹנָי כּוֹנְנוּ יָדֶיךָ.

ה' יִמְלֹךְ לְעֹלָם וָעֶד.

כִּי בָא סוּס פַּרְעֹה בְּרִכְבּוֹ וּבְפָרָשָׁיו בַּיָּם, וַיָּשֶׁב ה' עֲלֵהֶם אֶת-מֵי הַיָּם; וּבְנֵי יִשְׂרָאֵל הָלְכוּ בַיַּבָּשָׁה בְּתוֹךְ הַיָּם.


Folgendermaßen lautet das hebräische Gedicht in deutscher Sprache:

„Damals sang Mosche und Jisraels Söhne Gott diesen Gesang; Sie sprachen: <br\>Gott möchte ich singen, wie hoch Er gewesen, <br\>Roß und Reuter hat Er ins Meer geschleudert! <br\>Mein Sieg und Sang ist Gott, <br\>Das ward mir zur Rettung; <br\> Der ist fortan mein Gott, ihm will ich Stätte sein. <br\>Er war bereits meines Vaters Gott, ich will ihn erhöhen. <br\>Gott ist ein Kriegesmann, <br\>Gott heißt er! <br\>Pharao's Wagen und sein Heer <br\>hat er ins Meer geschleudert, <br\>Und die Auserlesensten seiner Oberen <br\>Wurden ins Schilfmeer hinein gesenkt! <br\>Fluten bedecken sie nun, <br\>Sie sind in Schattengründe wie ein Stein hinabgefahren. <br\>Deine Rechte, Gott, <br\>Die sich in d i e s er Kraft machteinzig gezeigt, <br\>Deine Rechte, Gott, <br\> schreckt fortan jeden Feind. <br\>In deiner Hoheit Übermaß <br\> Zertrümmerst Du, die wider Dich sich aufrichten; <br\>hieltest du Deinen Zorn nicht zurück, <br\> Verzehrte er sie wie Stroh! <br\> Und durch den Wind deines Verlangens <br\> hatten sich doch Wasser getürmt, <br\>Waren Fließende doch scheu wie einer Mauer zurückgestanden, <br\>Waren doch Fluten im Herzen des Meeres geronnen! <br\>Und es sprach darum der Feind: <br\>Ich setze nach, erreiche, verteile Beute; <br\> Sättigen soll sich an ihnen mein Verlangen; <br\>Ich zücke mein Schwert, <br\> Meine Hand erobert sie zurück! <br\> Da wehtest Du mit deinem Winde, <br\>Es deckte sie das Meer; <br\> Schattig tief sanken sie <br\> Wie Blei im mächtig wogende Wasser. <br\> Wer ist wie Du <br\>Unter den Göttern, Gott, <br\>Wer wie du machteinzig in Heiligkeit! <br\>Gefürchtet in Thatenliedern, Wunder=Vollbringer! <br\>Du strecktest Deine Rechte - <br\>Es verschlingt sie die Erde. <br\> Dies Volk aber, das Du erlöset, <br\>hattest Du mit deiner Liebe zum Ziele geführt, <br\>Hattest du mit einer unwiderstehlichen Macht <br\>Deiner heiligen Stätte zugeleitet. <br\>Schon hatten Volker gehört und beben <br\>Kreisende Angst hatte schon <br\>Plescheth's Bewohner gefaßt, <br\> Nun aber wurden Edoms Heerführer bestürzt, <br\>Moabs Mächtige ergreift Zittern, <br\>Aufgelöst sind alle Bewohner Kenaans. <br\>Es fällt über sie Schrecken und Angst, - <br\>Wenn Dein Arm sich groß zeigt, <br\>Verstummen sie wie Stein, <br\> Bis hinüber ist, Gott, Dein Volk, <br\> Hinüber dies Volk, <br\> Das du erkaufet! <br\> Du bringest sie heim, du pflanzest sie ein <br\> In das Gebirge Deines Erbes, <br\> Die für Dein Weilen bereite Stätte, <br\> Die Gott, Du erzielt, <br\> Das Heiligtum, Gott, <br\>Das Deine Hände gegründet. <br\> gott wird in alle Ewigkeit hin regieren! <br\>Gott wird in alle Ewigkeit hin regieren! <br\>denn Pharao's Roß mit seinen Wagen und mit seinen Reutern ist ins Meer gekommen, da führte Gott über sie des Meeres Wasser zurück und Jisraels Söhne ginge in Trockenem mitten im Meere! <br\>Denn Gottes wird die Herrschaft und Er waltet unter den Völkern. Sie ziehen als Heilbringer hinauf auf den Berg Zion, zu richten er den Berg Esaw, und Gottes wird die Herrschaft. Gott wird dann König über die ganze Erde, an jenem Tage wird dann Gott einzig und sein Name eizig sein.“[2]

Einzelnachweise

  1. Albert Richter: Siddur schma kolenu. Verlag Morascha, Basel 2011, DNB 1009706993, S. 326: Lied am Schilfmeer / Schirat Hajam
  2. Siddûr tefillôt Yiśrāʾēl / Israels Gebete, übers. u. erl. von Samson Raphael Hirsch. 3. Aufl. Kauffmann, Frankfurt a. M. 1921, S. 96-101.


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