Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Arthur Kaufmann (Maler)

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Arthur Kaufmann (geb. 7. Juli 1888 in Mülheim an der Ruhr; gest. 25. September 1971 in Nova Friburgo, Brasilien) war ein deutscher Maler des Expressionismus.

Leben

Nach dem Schulbesuch in Mülheim an der Ruhr ging Arthur Kaufmann von 1904 bis 1906 an die Düsseldorfer Kunstakademie und studierte Malerei bei Peter Janssen. In den Folgejahren hielt er sich zu weiteren Studienzwecken im Ausland, unter anderem in Frankreich, England und Italien auf. Ab 1913 besuchte er als Schüler von Le Fauconnier in Paris die Académie Julian.

1919 kehrte Kaufmann nach Düsseldorf zurück. Gemeinsam mit Herbert Eulenberg und Adolf Uzarski gründete er die Künstlervereinigung Das Junge Rheinland. Mit der Ersten Internationalen Kunstausstellung machten sie 1922 auf sich aufmerksam und sorgten für Aufsehen.

1929 gründete Kaufmann die Städtische Schule für Dekorative Kunst in Düsseldorf und übernahm die Leitung dieser Einrichtung.

Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurde Kaufmann aus rassischen Gründen entlassen. Daraufhin ging er 1933 zunächst ins Exil nach Den Haag und wanderte 1936 von dort in die Vereinigten Staaten aus. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich als Porträtmaler. In New York begann er 1938 die Arbeit an dem Triptychon Die Geistige Emigration (1964 vollendet), das ihn berühmt machen sollte. Unter den 38 Porträtierten waren bekannte Exilanten wie etwa Albert Einstein, Thomas Mann, dessen Kinder Klaus und Erika Mann, Martin Buber, Friedrich Wilhelm Foerster, George Grosz und Jankel Adler.

Nach dem Zweiten Weltkrieg – erstmals 1953 – kehrte er regelmäßig nach Deutschland zurück, um Ausstellungen seiner Werke zu begleiten (überwiegend an seinen alten Wirkungsstätten Düsseldorf und Mülheim an der Ruhr). Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1968 zog Kaufmann zu seiner Tochter nach Friburgo, Brasilien. Dort verstarb er unmittelbar nach einem Deutschland-Besuch im Jahr 1971.

Ausstellungen

  • 1937–1952: verschiedene Ausstellungen in New York
  • 1946: Kollektivausstellungen in Rio de Janeiro und Sao Paulo
  • 1953: Kollektivausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf: Bildnisse, Stilleben und Landschaften
  • 1954: Ausstellung im Städtischen Museum in Mülheim an der Ruhr
  • 1958: Kollektivausstellung anlässlich seines 70. Geburtstages im Jewish Museum, New York
  • 2008: Städtisches Museum Mülheim: Die geistige Emigration, Arthur Kaufmann, Otto Pankok und ihre Künstlernetzwerke (Katalog)

Literatur

  • Thieme/Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Band 20, S. 5.
  • Herbert Eulenberg: Der Maler Arthur Kaufmann. In: Deutsche Kunst und Dekoration, 1931.
  • Am Anfang. Das Junge Rheinland, Ausst.-Kat. Städtische Kunsthalle Düsseldorf 1985, S. 329ff.
  • Mülheimer Stadtspiegel 1991, Heft 9, S. 13–16.
  • Verfemt – Vergessen – Wiederentdeckt. Kunst expressiver Gegenständlichkeit aus der Sammlung Gerhard Schneider, Museum Baden, Solingen-Gräfrath; hrsg. Von Rolf Jessewitsch und Gerhard Schneider. Köln: Wienand 1999. ISBN 3-87909-665-1
  • Barbara Kaufhold: Jüdisches Leben in Mülheim an der Ruhr, Klartext Verlag, Essen 2004, ISBN 3-89861-267-8, S. 175-181.
  • Andrea Grochut: Arthur Kaufmann besucht Düsseldorf in: Beate Ermacora und Anja Bauer (Hrsg.): Die geistige Emigration: Arthur Kaufmann, Otto Pankok und ihre Künstlernetzwerke. Kerber Verlag, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-86678-141-2, S.92-96.

Weitere Quellen

  • Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr, Bestand 1550 (Mülheimer Persönlichkeiten)
  • Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr, Bestand 1440 (Pressesammlung)
  • Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr, Bestand 1510 (Fotosammlung)

Weblinks


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Arthur Kaufmann (Maler) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.