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Arnold Steinhardt

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Arnold Steinhardt (* 1937 in Los Angeles) ist ein jüdischer Violinist, der als 1. Violinist des Guarneri String Quartets bekannt wurde.

Vita

Arnold Steinhardt (im Bild der zweite von links) wurde vor allem als 1. Violinist des Guarneri String Quartet bekannt.
  • Seine Vorfahren waren polnische Juden.[1] Steinhardt betont die Bedeutung seiner jüdischen Herkunft für sein Violinspiel. Schon ab dem sechsten Lebensjahr sei er über Eltern und Verwandte in Kontakt mit Klezmermusik gekommen. In seinem Buch Violin Dreams aus dem Jahr 2006 betont er den Einfluss des kantorialen Gesangs der Synagoge auf die vielen berühmten jüdischen Violinisten des 19. und 20. Jahrhunderts.[2]
  • Arnold Steinhardts erster Violinlehrer war Carl Moldrem. Vom Alter von neun bis 14 Jahren unterrichtete ihn dann der russische Violinist Peter Meremblum.
  • Im Alter von 14 Jahren debütierte er mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra.
  • Steinhardt studierte ab 1954 am Curtis Institute of Music in Philadelphia bei Ivan Galamian und in der Schweiz bei Joseph Szigeti und Toscha Seidel.
  • Im Jahr 1958 gewann er den Wettbewerb Leventritt International Violin.
  • 1959 wurde er von George Szell für das Cleveland Orchestra in der Gruppe der 1. Violinen als Assistent des Konzertmeisters engagiert. Dort blieb er bis 1964.[3]
  • 1963 gewann er die Bronzemedaille der Queen Elisabeth Competition.[4]
  • Er wurde 1964 Erster Violinist des Guarneri String Quartets. Bis 2009 spielte er dann beim Guarneri String Quartet. Daneben trat er in den USA und Europa auch als Solist auf.
  • Zusammen mit den anderen Mitgliedern des Guarneri String Quartets erhielt er im Jahr 1983 eine Ehrenauszeichnung der Binghamton University.[5]
  • Arnold Steinhardt lehrte u.a. am Curtis Institute, der State University of New Jersey und der University of Maryland. Seit 2009 ist er an der Colburn School in Los Angeles aktiv.
  • Er spielte im Lauf seiner Karriere bislang auf fünf Violinen, einer Pressenda, einer Seraphin, einer Guadagnini, einer Guarneri und einer Storioni.
  • Steinhardt hat zwei Bücher geschrieben. In Indivisible by Four - A String Quartet in Pursuit of Harmony aus dem 1999 berichtet er über seine Zeit mit dem Guarneri String Quartet. Violin Dreams aus dem Jahr 2006 ist ein autobiografisches Werk und ein Buch über das Violinspiel.[6]

Literatur

  • Arnold Steinhardt: Indivisible by Four - A String Quartet in Pursuit of Harmony, Farrar Straus Giroux, 1999, ISBN 0-374-23670-4
  • Arnold Steinhardt: Violin Dreams, Houghton Mifflin, 2006, ISBN 978-0-618-36892-1
  • David Blum: The Art of Quartet Playing - The Guarneri Quartet in Conversation with David Blum, Cornell Paperbacks, 1987, ISBN 0-801-49456-7

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Mary Kunz Goldman: Love of violin arrives with no strings attached
  2. Arnold Steinhardt: Violin Dreams, Houghton Mifflin, 2006, S. 40 und 41
  3. David Blum: The Art of Quartet Playing - The Guarneri Quartet in Conversation with David Blum, Cornell Paperbacks, 1987, S. 141 ff.
  4. Stephen Lehmann und Marion Faber: Rudolf Serkin - A Life, Oxford University Press, 2003, S. 257
  5. www.binghamton.edu
  6. Kurzbiografie auf www.curtis.edu


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Arnold Steinhardt aus der freien Enzyklopädie PlusPedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der PlusPedia ist eine Liste der ursprünglichen PlusPedia-Autoren verfügbar.