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Arno Pardun

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Arno Pardun (* 1903 in Berlin; † 30. Januar 1943) war ein deutscher paramilitärischer Aktivist und Komponist. Er ist vor allem bekannt als Komponist des Liedes Volk ans Gewehr.

Leben und Tätigkeit

Pardun der von Beruf Kaufmann war, trat zum 22. März 1926 in die Berliner Sturmabteilung (SA) ein. In den nachfolgenden Jahren stieg er als paramilitärischer Aktivist in dieser stetig auf: In dieser wurde er nacheinander zum Sturmführer (August 1927), Sturmbannführer (1. Dezember 1931), Obersturmbannführer (6. August 1933) und Standartenführer (30. Januar 1942).

Als Hobbymusiker schrieb Pardun 1931 das Kampflied Volk ans Gewehr, das er dem Berliner Gauleiter der NSDAP Joseph Goebbels widmete. Das Lied, das sich durch einen hämmernden Marschrhythmus auszeichnete, wurde erstmals auf einer Kundgebung im Sportpalast in Berlin am 8. Januar 1932 von 150 SA-Leuten der SA-Standarte 7 und von der Kapelle Fuhsel vorgetragen.[1] In den folgenden Jahren wurde es zu einem der meistgespielten ns leider.

Parduns Lied gehörte zu den bekanntesten Massenliedern der NS-Zeit. In den 1930er Jahren wurde es vor allem als SA-Marschlied verwendet. Außerdem war es ein Pflichtlied beim Reichsarbeitsdienst- Während des Krieges wurde es - nicht zuletzt durch die Aufnahme in das Soldatenliederbuch Morgen marschieren wir als Militärlied verwendet. Der Text enthält Anspielungen auf zahlreiche Eckpunkte der NS-Ideologie wie der Forderung nach der Gewinnung von Lebensraum im Osten ("Siehst du im Osten das Morgenrot"), scharfen Antisemitismus ("Deutschland erwache, Juda den Tod") und die Beschwörung militärischer Gewalt ("Volk ans Gewehr. Volks ans Gewehr").

Die Parole Volk ans Gewehr ging auf ein Gedicht aus dem Umkreis der Gießener Schwarzen von 1820 zurück ("Freiheit, dein Baum fault ab/ Jeder am Bettelstab/ Beißt bald ins Hungergrab/Volk an's Gewehr"). Die Melodie besitzt einen Moll-Charakter, quint- und Quartstrukturen sowie Anklänge an Kirchentonarten vom Liedertypus des 19. Jahrhunderts und war "dem Vorwurf ausgesetzt, undeutsch, russisch oder bolschewistisch zu sein". Vor allem die Schlagkraft der Refrainzeile gibt der Kampflied seine Wirkung.

Pardun starb am 30. Januar 1943 als Sonderführer einer Propagandakompanie in einem Reservelazarett.[2]

Schriften

  • Heil Führer dir (Hakenkreuzfahne du heiliges Tuch), 1934.

Literatur

  • Deutsches Rundfunkarchiv: Politische Musik in der Zeit des Nationalsozialismus. Ein Verzeichnis der Tondokumente (1933–1945), 2000, S. 142.

Einzelnachweise

  1. Thomas Friedrich: Die missbrauchte Hauptstadt. Hitler und Berlin, 2007, S. 327.
  2. Der SA-Führer Ausgabe 1-12, 1943, S. 111.


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