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Arno Langenbach

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Arno Langenbach (geb. 10. April 1928; gest. 11. Februar 2010) war ein deutscher Mathematiker. Sein Forschungsgebiet waren Methoden der Funktionalanalysis zur Behandlung nichtlinearer partieller Differentialgleichungen, die vor allem aus der Mechanik stammten.

Leben

Langenbach studierte von 1948 bis 1952 Mechanik an der Universität Leningrad (heute St. Petersburg) mit Diplom-Abschluss. Danach war er Aspirant am Lehrstuhl für mathematische Physik und erarbeitete unter Betreuung von Solomon Michlin eine Dissertation über elastisch-plastische Torsion von Stäben (1955). Ab 1955 arbeitete Langenbach als Assistent am Institut von Kurt Schröder an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo er moderne Methoden der Funktionalanalysis zur Behandlung nichtlinearer partieller Differentialgleichungen einführte und erforschte. Ende der 1950er Jahre gründete er ein Forschungsseminar für nichtlineare partielle Differentialgleichungen und Variationsrechnung. Nach der Habilitation 1962 (Variationsmethoden in der nichtlinearen Elastizitäts- und Plastizitätstheorie) wurde Langenbach Dozent und 1965 Professor für angewandte Analysis am Fachbereich Mathematik der Humboldt-Universität zu Berlin.

Nach dem Ende der DDR war Arno Langenbach neben Herbert Kurke und Uwe Küchler einer der drei Professoren des bisherigen Mathematik-Institutes, die als Mitglieder der Struktur- und Berufungskommission die Neuformierung des Instituts auf den Weg gebracht haben.[1] Nur ein Jahr nach seiner Neu-Berufung als C4-Professor für angewandte Analysis (1993) ging Langenbach in den Ruhestand.

Das von ihm gegründete Forschungsseminar existiert weiterhin und ist heute mit seinem Namen als Berliner Oberseminar Nichtlineare partielle Differentialgleichungen (Langenbach-Seminar) am Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik beheimatet.

Langenbachs Grabmal befindet sich auf dem Waldfriedhof in Berlin-Grünau.

Schriften

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Helmut Koch, Jürg Kramer: Die Mathematik nach 1945. In: Heinz-Elmar Tenorth (Hrsg.): Geschichte der Universität Unter den Linden 1810–2010, Selbstbehauptung einer Vision. Akademie-Verlag, 2010, ISBN 978-3-05-004671-6, S. 683.


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